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Yelena und die verlorenen Seelen von Snyder, Maria V. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.05.2011
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (PDF)
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Yelena und die verlorenen Seelen

Die bösen Kräfte rotten sich noch einmal zusammen - wird Yelena sie aufhalten können? Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht, dass Yelena eine Seelenfinderin ist, die Seelen fangen und in die Ewigkeit entlassen kann. Gerade als sie versucht, dieser Gabe Herr zu werden, erhält sie eine verstörende Nachricht: Ferde, der Mörder von elf Mädchen, ist aus dem Gefängnis entkommen und plant gemeinsam mit den Daviians, die Macht in Sitia zu übernehmen. Um das Schlimmste zu verhindern, muss die junge Magierin sich jetzt einer Herausforderung stellen, die sie an die Grenzen ihrer Fähigkeiten bringt. Doch die Hoffnung, am Ende endlich wieder ihren Geliebten in die Arme schließen zu können, verleiht ihr ungeahnte Kräfte. Maria V. Snyder wohnt mit ihrem Mann, ihren beiden Kindern und ihrem Hund in Pennsylvania. Nach ihrem Studium in Meteorologie an der Penn State University stellte sie fest, dass präzise Wettervorhersagen nicht zu ihren Fähigkeiten gehören. Schreiben dafür umso mehr, wie die vielen Artikel in verschiedenen Magazinen und Zeitschriften beweisen. 'Yelena und die Magierin des Südens' ist Maria V. Snyders erster Roman.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 01.05.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862780532
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Serie: Mira Taschenbuch 65035
    Originaltitel: Fire Study
    Größe: 797 kBytes
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Yelena und die verlorenen Seelen

1. KAPITEL

D as ist doch Unsinn, Yelena", rief Dax empört. "Eine allmächtige Seelenfinderin, die nicht allmächtig ist.

Willst du mich etwa auf den Arm nehmen?" Wie um seine Worte zu unterstreichen, hob er seine langen dünnen Arme in gespielter Hilflosigkeit.

"Tut mir leid, wenn ich dich enttäuschen muss, aber ich bin nicht diejenige, die von 'allmächtig' gesprochen hat." Ich schob mir eine Strähne meiner schwarzen Haare aus dem Auge. Vergebens hatten Dax und ich versucht, meine magischen Fähigkeiten zu erweitern. Während wir im Erdgeschoss von Irys' Turm übten - eigentlich war es ja auch meiner, seit sie mir drei Etagen zur Verfügung gestellt hatte -, gab ich mir Mühe, mir den Unterricht nicht durch meine gereizte Stimmung zu verderben. Schließlich wollte ich einen Erfolg sehen. Schlechte Laune war da wenig hilfreich.

Dax wollte mir gerade beibringen, durch Zauberei Gegenstände zu bewegen. Er hatte die Möbel umgestellt, die Sessel in Reih und Glied aufgebaut und die Couch allein mithilfe seiner magischen Kräfte umgekippt. Ich dagegen konnte mich noch so sehr anstrengen: Ich schaffte es einfach nicht, Irys' gemütliches Wohnzimmer wieder in seinen Urzustand zu versetzen. Es gelang mir nicht einmal, einen kleinen Beistelltisch davon abzuhalten, mir hinterherzujagen. Mir klebte das schweißnasse Hemd an der Haut. Und das lag nicht nur daran, dass ich mich nicht genügend angestrengt hätte.

Plötzlich fröstelte ich. Trotz eines kleinen Feuers im Kamin, der dicken Teppiche und der geschlossenen Fensterläden herrschte Eiseskälte im Wohnzimmer. Die weißen Marmorwände, die während der heißen Jahreszeit für angenehme Abkühlung sorgten, entzogen der Luft in den kalten Monaten jegliche Temperatur. Es war, als würde die Wärme des Zimmers durch die grünen Adern in den Steinen nach außen geleitet.

Mein Freund Dax Greenblade zog seine Tunika glatt. Mit seinem großen und hageren Körper war er ein typischer Vertreter der Greenblade-Sippe. Er erinnerte mich an einen scharfkantigen Grashalm, weil er genauso schneidende Bemerkungen machte.

"Offensichtlich bist du nicht fähig, Gegenstände zu bewegen. Lass es uns also mit Feuer versuchen. Jedes Kind kann Feuer machen." Dax stellte eine Kerze auf den Tisch.

"Jedes Kind? Jetzt übertreibst du aber! Wieder mal." Ob ein Mensch Zugang zur Kraftquelle finden und magische Fertigkeiten entwickeln konnte, zeigte sich nämlich erst während der Pubertät.

"Papperlapapp!" Dax bewegte die Hand, als wollte er eine Fliege verscheuchen. "Jetzt konzentriere dich darauf, diese Kerze anzuzünden."

Mit hochgezogener Augenbraue schaute ich ihn an. Bis jetzt waren all meine Bemühungen mit unbelebten Dingen im Sande verlaufen. Ich konnte den Körper meines Freundes heilen, seine Gedanken hören und sogar seine Seele sehen, aber wenn ich einen magischen Faden zu zupfen versuchte, um damit einen Stuhl in Bewegung zu setzen, geschah überhaupt nichts.

Dax hob drei Finger. "Drei Gründe, warum du in der Lage sein solltest, das zu tun: Erstens, du hast die Macht. Zweitens, du bist hartnäckig. Und drittens: Du hast Ferde, den Seelendieb, besiegt."

Der entkommen war und jederzeit einen neuen Feldzug anzetteln konnte, um sich die Seelen anderer Menschen einzuverleiben. "Warum erwähnst du Ferde? Was willst du damit bezwecken?"

"Das soll dich natürlich anspornen. Wär's dir lieber, wenn ich all die Geschichten erzählen würde, die derzeit über dich ...?"

"Nein. Machen wir lieber mit dem Unterricht weiter." Das Letzte, das ich von Dax hören wollte, war der neueste Klatsch. Wie ein Lauffeuer hatte sich die Nachricht, dass ich eine Seelenfinderin geworden war, zwischen den Türmen der Magier verbreitet. Und noch immer befielen mich Zweifel, wenn ich über diese Bezeichnung nachdachte. Es jagte mir Angst ein und machte mir das Herz schwer.

Ich verscheuchte alle Gedanken, die mich abzulenken drohten, und zapfte d

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