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Zeichen des Silbers Mercy Thompson 5 - Roman von Briggs, Patricia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.12.2012
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Zeichen des Silbers

Platz 1 der New York Times- Bestsellerliste
Mercy Thompson, stolze Besitzerin einer kleinen Autowerkstatt und Walkerin, ist längst nicht allen übernatürlichen Geschöpfen ihrer gefährlichen Welt gewachsen. Das bekommt sie schmerzhaft zu spüren, als sie ein mächtiges Buch, eine Leihgabe des Feenvolks, zu spät zurückgibt. Denn das Buch enthält geheimes Wissen, das die Feen um jeden Preis schützen wollen. Selbst wenn es Mercys Leben kostet ...

Patricia Briggs, Jahrgang 1965, wuchs in Montana auf und interessiert sich seit ihrer Kindheit für Fantastisches. So studierte sie neben Geschichte auch Deutsch, denn ihre große Liebe gilt Burgen und Märchen. Neben erfolgreichen und preisgekrönten Fantasy-Romanen wie "Drachenzauber" widmet sie sich ihrer Mystery-Saga um Mercy Thompson. Nach mehreren Umzügen lebt die Autorin heute gemeinsam mit ihrem Mann, drei Kindern und zahlreichen Haustieren in Washington State.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 21.12.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641104634
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Silver Borne (Mercy Thompson 5)
    Größe: 664 kBytes
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Zeichen des Silbers

D er Anlasser beschwerte sich lautstark, als er versuchte, den schweren Motor des alten Buick zu starten. Ich hatte ziemliches Mitleid mit ihm, denn ich wusste genau, wie es ist, außerhalb der eigenen Liga zu spielen. Ich bin eine Kojoten-Gestaltwandlerin in einer Welt von Werwölfen und Vampiren - zu behaupten, ich wäre unterlegen, war noch eine Untertreibung.

"Noch einmal", wies ich Gabriel an, meinen siebzehnjährigen Bürochef, der auf dem Fahrersitz des Buicks seiner Mutter saß. Ich schnüffelte und wischte mir die Nase an der Schulter meines Arbeitsanzuges ab. Eine Triefnase gehörte im Winter einfach zur Arbeit dazu.

Ich liebe es, Mechaniker zu sein, trotz Triefnase, öliger Hände und allem anderen.

Es ist ein Leben voller Frustration und aufgeschürfter Knöchel, gefolgt von kurzen triumphierenden Momenten, welche die gesamte Mühe wert sind. Hier finde ich die Ruhe vor dem Chaos, zu dem mein Leben sich in letzter Zeit entwickelt hat: Es ist höchst unwahrscheinlich, dass jemand stirbt, wenn ich dieses Auto nicht reparieren kann.

Nicht mal, wenn es das Auto von Gabriels Mutter ist. Es war ein kurzer Schultag, und Gabriel hatte seine Freizeit dazu verwendet, zu versuchen, das Auto seiner Mutter zu reparieren. Er hatte es geschafft, dass es nicht mehr nur schlecht, sondern gar nicht mehr lief. Dann hatte er einen Freund dazu gebracht, es zu mir zu schleppen, um zu sehen, ob ich es reparieren konnte.

Der Buick gab noch ein paar ungesunde Geräusche von sich. Ich trat von der offenen Motorhaube zurück. Benzin, Feuer und Luft bringen einen Motor zum Laufen - vorausgesetzt, der Motor war nicht tot.

"Er springt nicht an, Mercy", sagte Gabriel, als hätte ich das nicht schon selbst bemerkt.

Seine eleganten, aber von der Arbeit rauen Hände umklammerten das Lenkrad. Auf seiner Wange war ein Schmierölfleck, und ein Auge war rot, weil er keine Schutzbrille angezogen hatte, als er unter das Auto gekrochen war. Als Belohnung dafür war ihm ein dicker Batzen Dreck - eine Mischung aus rostigem Metall und Öl - ins Auge gefallen.

Obwohl zwei große Standöfen ein wenig gegen die Kälte anbliesen, trugen wir beide Jacken. Man kann eine Werkstatt nicht wirklich warm halten, wenn man den ganzen Tag das Garagentor öffnet und schließt.

"Mercy, meine mamá muss in einer Stunde in der Arbeit sein."

"Die gute Nachricht ist, dass ich nicht glaube, dass es an etwas liegt, was du getan hast." Ich trat vom Motorraum zurück und suchte seinen panischen Blick. "Die schlechte Nachricht ist, dass der Wagen auch in einer Stunde nicht laufen wird. Die Geschworenen beraten noch, ob er jemals wieder auf die Straße kann."

Er glitt aus dem Auto und lehnte sich unter die Motorhaube, als könnte er die kleine Lokomotive damit wie durch ein Wunder wieder zum Laufen bringen. Ich überließ ihn seinen Grübeleien und ging durch den kurzen Flur in mein Büro.

Hinter dem Tresen hing ein dreckiges, ehemals weißes Brett, an dem die Schlüssel der Autos hingen, an denen ich gerade arbeitete - und noch ein halbes Dutzend geheimnisvoller Schlüssel, die schon vor meiner Arbeit in der Werkstatt existiert hatten. Ich nahm mir einen Schlüsselbund, an dem ein quietschbuntes Peace-Zeichen hing, und trottete zurück in die Garage. Gabriel saß wieder hinter dem Lenkrad des Buicks und wirkte, als wäre ihm übel. Ich gab ihm durch das offene Fenster die Schlüssel.

"Nimm den Käfer", sagte ich. "Sag deiner Mom, dass die Blinker nicht funktionieren und sie Handzeichen geben muss. Und erklär ihr auch, dass sie nicht zu fest am Lenkrad ziehen darf, weil es sonst abgeht."

Seine Miene wurde störrisch.

"Schau", sagte ich, bevor er ablehnen konnte, "es ist ja nicht so, als würde mich das irgendwas kosten. Es werden nicht alle Kinder reinpassen" - nicht, dass das beim Buick der Fall wäre; es waren wirklich viele Kinder -, "und die Heizung

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