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Alles, was gut ist Handbuch für die schnäppchenfreie Zone von Schäfer, Jens (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.04.2011
  • Verlag: Berlin Verlag
eBook (ePUB)
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Alles, was gut ist

Falsch gespart ist schon kaputt: das geistreiche Handbuch für alle, die schon mal am falschen Ende gespart haben, und nun endlich wissen wollen, wo es sich lohnt, Geld auszugeben. Jeder hat sich schon über sie geärgert: Dinge, die man kauft, weil sie verlockend günstig, aber letztlich von so mieser Qualität sind, dass man sie kaum benutzen kann. Weil sie sofort auseinanderfallen, zerbrechen oder aufreißen. Weil sie kratzen, riechen, klemmen oder nicht schmecken. Damit ist jetzt Schluss: Alles, was gut ist lüftet das Geheimnis, warum Billigbatterien so billig sind, was den Backshop vom Bäcker unterscheidet, und leistet unschätzbare Orientierungshilfe im Einkaufsdschungel: Wie erkenne ich einen Bleistift, der nicht abbricht? Einen Kuli, der nicht schmiert? Oder einen Dosenöffner, der auch nach dem fünften Chappi noch seinen Dienst versieht? Mit Witz und Sachkenntnis präsentiert der geläuterte Billigkäufer Jens Schäfer eine vergnügliche Mischung aus versierter Warenkunde, verblüffendem Produktwissen und mitfühlenden Erfahrungsberichten aus dem alltäglichen Shoppingirrsinn - und liefert das längst überfällige Plädoyer für Qualität in Zeiten der Geiz-ist-geil-Mentalität. Jens Schäfer wurde 1968 im tiefsten Schwarzwald geboren. Heute lebt er als freier Drehbuchautor und Schriftsteller in Berlin. Mit Wortwitz, viel Ironie und noch mehr Zuneigung beschreibt er seine alte Heimat, in die er so oft es geht und eines Tages vielleicht ganz zurückkehrt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 02.04.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783827074379
    Verlag: Berlin Verlag
    Größe: 2070 kBytes
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Alles, was gut ist

Beruf & Büro

Bleistifte

Man hat einen Bleistift, dessen Mine stumpf ist, greift zum Spitzer, spitzt und spitzt und freut sich, gleich mit einem schönen, frisch gespitzten Stift weiter zu schreiben oder zu malen ... da bricht die Mine ab! Kann ja mal passieren, denkt man, entfernt das Bruchstück und spitzt noch mal. Die Mine, die übrigens nicht aus Blei, sondern aus Graphit ist, bricht wieder ab. Erste Selbstzweifel tauchen auf, vielleicht spitze ich falsch, oder ich kann gar nicht richtig spitzen, habe möglicherweise im Unterricht gefehlt, als das Spitzen drankam. Man spitzt noch mal, langsamer diesmal, und wieder bricht das Ding ab. Und noch mal und noch mal und so weiter und so fort. Man weiß ja nicht, dass man nicht selbst Schuld trägt, sondern es mit einem qualitativ minderwertigen Bleistift zu tun hat, der von der Bleistiftindustrie vermutlich nur deshalb auf den Markt gebracht wurde, um die vielen gebrochenen Minen, die sie im Lager hatten, loszuwerden. Dabei ist es so einfach, einen guten, wenn auch etwas kostspieligeren Bleistift zu kaufen, dessen Mine laut Hersteller sogar einen Sturz aus dem familieneigenen Schloss übersteht. Gute Hersteller verleimen ihre Mienen noch mal extra, und sie verkaufen sie nicht zu Schleuderpreisen im Zehnerpack, sondern einzeln und im Fachhandel.

Bleistiftspitzer

Wenn der Bleistiftspitzer den Bleistift eng anliegend führt, kann eigentlich nichts schiefgehen. Spitzern aus Aluminium gelingt das am besten. Aluminium geht auch nicht gleich kaputt, wenn der Spitzer runterfällt oder man drauftritt. Plastik schon eher.

Bodenschutzmatten

Schon so mancher Dielenboden sah schon wenige Wochen, nachdem er zweifach abgeschliffen und versiegelt wurde, aus, als seien mehrere Maschinengewehrsalven auf ihn abgefeuert worden. Im Gegensatz zu Parkett, auf dem man problemlos herumlaufen kann, wurde für Dielen früher meist billiges (und damit sehr weiches) Holz genommen, das der Last heutiger Stuhlbeine und -rollen nicht gewachsen ist. Damals störte das nicht, denn zu einer Zeit, da die Altbauten noch Neubauten waren, verbarg man Dielen ganz selbstverständlich unter Teppichböden und Läufern.

Wer heute keine hagelschadenartigen Löcher im Boden haben will, kommt um eine Bodenschutzmatte kaum herum. Dabei sollten Sie zu einer stabilen, bruchfesten, schwer entflammbaren und geruchsneutralen Matte aus Polycarbonat greifen, oder, noch besser, zu antistatischem Polycarbonat mit rutschsicherer Haftschicht. Transparente Matten sind teurer, sehen aber besser und nicht gleich schon am ersten Tag so vergilbt aus wie die milchigweißen Matten aus Polypropylen.

Briefmarken

Der Erwerb einer guten Briefmarke hat nichts mit Kosten zu tun, dafür viel mit Zeit und Ästhetik. Es gibt sie nämlich am Schalter und am Automaten. Am Automaten muss man nie anstehen. Dafür sehen diese Marken alle gleich und gleich langweilig aus - reine Zweckprodukte, die auch ein angedeutetes Brandenburger Tor im Hintergrund nicht verschönern kann.

Für Sondermarken dagegen muss man anstehen. Und zwar in einer der immer langen Schlangen in einer der immer rarer werdenden deutschen Postfilialen, wo immer nur zwei von zehn Schaltern geöffnet sind und wo im hinteren, für alle einsehbaren Bereich immer mindestens sechs weitere Angestellte mit etwas beschäftigt sind, dessen Sinn sich einem nicht erschließt. Das stellt die Geduld jedes Mal auf eine harte Probe. Denn es kostet viel Zeit, und Zeit ist bekanntlich Geld. Aber das Warten lohnt sich, denn die Marken, die hier verkauft werden, sind tausendmal schöner als die einfallslosen, gelb-blauen Rechtecke der Automaten. Filigrane kleine Meisterwerke, die die Geschichte und Geschichten unseres Landes und seiner Menschen erzählen: die Himmelsscheibe von Bebra, die Fußballweltmeisterschaft im eigenen Land oder 750 Jahre Knappschaft auf einen Briefumschl

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