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Die Zauberuhr Erste Liebe von Jahrhundert zu Jahrhundert von Altmann, Helmut Christian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.06.2016
  • Verlag: Morawa Lesezirkel
eBook (ePUB)
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Die Zauberuhr

romantisch-fantastisches Märchen Der Autor Helmut Christian Altmann: - 12 April 1954 in Wien geboren - 1955 erstmal Bemerken der spastischen Behinderung - ab 1970 viele Interessen entdeckt ( Politik, klassische Musik/Operette, Autos, Religion, Forschung/Expeditionen) ; mit den Eltern viele europäische Länder bereist - Oktober 1992 Eintritt in die Tagesstruktur des ÖV-BAuWK - Beschäftigungstherapie - September 1997 Büroanlehre in das Personalbüro ASSIST - im Jahr 2000 Verlobung mit Sandra

- 12 April 1954 in Wien geboren - 1955 erstmal Bemerken der spastischen Behinderung - ab 1970 viele Interessen entdeckt ( Politik, klassische Musik/Operette, Autos, Religion, Forschung/Expeditionen) ; mit den Eltern viele europäische Länder bereist - Oktober 1992 Eintritt in die Tagesstruktur des ÖV-BAuWK - Beschäftigungstherapie - September 1997 Büroanlehre in das Personalbüro ASSIST - im Jahr 2000 Verlobung mit Sandra

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 492
    Erscheinungsdatum: 28.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990499252
    Verlag: Morawa Lesezirkel
    Größe: 811kBytes
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Die Zauberuhr

Einleitung
Wie es begann

Alpinien

(1925)

Das einsame, aus der Ferne verlassen wirkende Dorf lag in einer seichten Talsenke. Im Norden, im Osten und im Süden war es von üppigem Wald umgeben, und im Westen erstreckten sich fruchtbare Felder, an deren östlichem Rand in nord-südlicher Richtung ein rauschender Bach floss, welcher somit die Grenze zwischen dem Ort und den Anbauflächen bildete. Einige Hundert Meter in den Wald hinein öffnete sich eine Lichtung, in deren Mitte verträumt ein kleiner Teich lag. Durch den Wald und um das Wasser zogen sich schmale Wege, die von vielen Einheimischen gerne für geruhsame Spaziergänge genützt wurden.

Dieses kleine idyllische Dorf trug den Namen Kleintal und lag in der nördlichen Provinz der jungen Republik Alpinien. Dieser kleine Staat, welcher knapp vier Millionen Einwohner zählte, war nach dem Zerfall der großen Kaiserreiche infolge des letzten Krieges entstanden. Er bestand aus drei Provinzen. In der nördlichen, Oberalp genannt, welche die größte war und deren Hauptstadt Bergburg hieß, wurde vorwiegend Ackerbau betrieben, aber in den Städten und größeren Orten hatten sich auch Industriebetriebe angesiedelt, und an der Grenze zur zentralen Provinz, Hochland, begannen sich Gebirgszüge zu erheben. Diese mächtigen Gebirge beherrschten das Bild des mittleren Teils des Landes, wo in einem langen, tiefen Tal die Hauptstadt des Staates sowie gleichzeitig der Provinz, Innerbrücken, lag, in welcher ungefähr dreihunderttausend Menschen lebten. Der südliche Teil des Landes, der den Namen Niederalp trug, mit der Hauptstadt Merzen, war im Norden ebenfalls äußerst gebirgig, jedoch flachte die Landschaft gegen Süden zu immer mehr ab und glich somit einem Spiegelbild des Nordens. Gesprochen wurde hier seit Menschengedenken - denn die Region Alpinien gab es schon seit sehr langer Zeit, nur war sie bis zum Ende der großen Reiche zwischen diesen aufgeteilt - Alpinisch, das auch die Sprache der Völker in den einstigen mächtigen Mutterländern war.

In den sechs Jahren des Bestehens von Alpinien hatte es die Bevölkerung mit sehr viel Fleiß und Idealismus zu bescheidenem, jedoch sicherem Wohlstand gebracht.

Der Pfarrer spendete soeben den Segen. Sogleich stimmte die Gemeinde zum Abschluss der Heiligen Messe den feierlichen Dankgesang an den Herrn an. Das Innere der großteils im spätgotischen Stil errichteten sowie später im Zuge von Erneuerungen und Umbauten mit frühbarocken Elementen versehenen Dorfkirche gab mit ihrer großartigen Akustik den vollen Klang der Orgel und den ergreifenden Chor aller Anwesenden stimmungsvoll wieder. Mit dem Verhallen des letzten Klanges geriet Bewegung in die Schar der Gläubigen und sie strömte teils murmelnd, teils gesenkten Hauptes zum Hauptportal und ins Freie hinaus.

Es war in Kleintal so üblich, dass nahezu jedermann am Sonntag die Kirche besuchte und den Gottesdienst mitfeierte, ob alt oder jung, Frau oder Mann, arm oder besitzend, angesehen oder eher unbeachtet. Man pflegte es jedoch nicht nur aus Gewohnheit zu tun oder wegen des drohenden Geschwätzes der Bewohner, sondern man ging zum überwiegenden Teil aus innerster Überzeugung zur Heiligen Messe.

Jetzt, um elf Uhr vormittags, begaben sich vor allem die Frauen nach Hause und in die Küche, um das Mittagessen für die Familie zuzubereiten, während sich die meisten Männer noch zu einer fröhlichen Runde im Wirtshaus versammelten, und einige ältere und alte Leute, aber ebenso etliche junge Menschen, das schöne Wetter und die Ruhe des Sonntagvormittags zu einem kleinen Spaziergang nützten.

Und so kam auch Sebastian, der einzige Sohn des armen Bauern Vinzenz Brandmayr und dessen Frau Berta, mit seinen Eltern die Stufen vom Portal auf den Platz vor dem Gotteshaus herunter.

"Wenn du magst, lieber Bastl", meinte die Mutter, "kannst noch einen kleinen Spaziergang machen. Das Wetter ist ja schön. A

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