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Andersens Märchen Mit 124 Illustrationen von Andersen, Hans Christian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.01.2015
  • Verlag: Null Papier Verlag
eBook (ePUB)
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Andersens Märchen

50 Märchen von Hans Christian Andersen, illustriert mit 124 Zeichnungen Hans Christian Andersen ist der wohl berühmteste Dichter und Schriftsteller Dänemarks. Er hat uns eine mannigfaltige Schar der zauberhaftesten Märchenfiguren hinterlassen. Vergleichbar ist sein Werk nur mit den Geschichten der Brüder Grimm oder den Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Lesen Sie die bekanntesten 50 Märchen: 'Die kleine Seejungfrau', 'Däumelinchen', 'Die Schneekönigin', 'Das häßliche junge Entlein', 'Des Kaisers neue Kleider', 'Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern', 'Die Prinzessin auf der Erbse' und viele mehr. Null Papier Verlag Hans Christian Andersen ist fast jedem noch heute bekannt als einer der größten Märchenerzähler des 19. Jahrhunderts. Sein bewegtes Leben begann am 2. April 1805 im dänischen Odense auf der Insel Fünen. Er war der Sohn eines verarmten Schuhmachers und einer Trinkerin und hatte dadurch alles andere als gute Voraussetzungen für sein künftiges Leben. Den meisten sind heute die Märchen des Hans Christian Andersen bekannt. Auch wenn Hans Christian Andersen die Märchen zunächst für Kinder schrieb, sind sie heute vor allem bei erwachsenen Lesern beliebt. Der hintergründige Humor und die oft ernste Handlung mit subtilen Untertönen finden mehr bei Älteren Anklang.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 567
    Erscheinungsdatum: 09.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783943466652
    Verlag: Null Papier Verlag
    Größe: 8541 kBytes
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Andersens Märchen

Däumelinchen

E s war einmal eine Frau, die sich sehr nach einem kleinen Kinde sehnte, aber sie wußte nicht, woher sie es nehmen sollte. Da ging sie zu einer alten Hexe und sagte zu ihr: "Ich möchte herzlich gern ein kleines Kind haben, willst Du mir nicht sagen, woher ich das bekommen kann?"

"Ja, damit wollen wir schon fertig werden!" sagte die Hexe. "Da hast Du ein Gerstenkorn; das ist gar nicht von der Art, wie sie auf dem Felde des Landmanns wachsen, oder wie sie die Hühner zu fressen bekommen; lege das in einen Blumentopf, so wirst Du etwas zu sehen bekommen!"

"Ich danke Dir!" sagte die Frau und gab der Hexe fünf Groschen, ging dann nach Hause, pflanzte das Gerstenkorn, und sogleich wuchs da eine herrliche, große Blume; sie sah aus wie eine Tulpe, aber die Blätter schlossen sich fest zusammen, gerade als ob sie noch in der Knospe wären.

"Das ist eine niedliche Blume!" sagte die Frau und küßte sie auf die roten und gelben Blätter, aber gerade wie sie darauf küßte, öffnete sich die Blume mit einem Knall. Es war eine wirkliche Tulpe, wie man nun sehen konnte, aber mitten in der Blume saß auf dem grünen Samengriffel ein ganz kleines Mädchen, fein und niedlich, sie war nicht über einen Daumen breit und lang, deswegen wurde sie Däumelinchen genannt.

Eine niedliche, lackierte Walnußschale bekam sie zur Wiege, blaue Veilchenblätter waren ihre Matratze und ein Rosenblatt ihr Deckbett. Da schlief sie bei Nacht, aber am Tage spielte sie auf dem Tisch, wo die Frau einen Teller hingestellt, um den sie einen ganzen Kranz von Blumen gelegt hatte, deren Stengel im Wasser standen; hier schwamm ein großes Tulpenblatt, und auf diesem konnte Däumelinchen sitzen, und von der einen Seite des Tellers nach der anderen fahren; sie hatte zwei weiße Pferdehaare zum Rudern. Das sah ganz allerliebst aus. Sie konnte auch singen, und so fein und niedlich, wie man es nie gehört hatte.

Einmal nachts, als sie in ihrem schönen Bette lag, kam eine Kröte durch das Fenster hereingehüpft, wo eine Scheibe entzwei war. Die Kröte war häßlich, groß und naß, sie hüpfte gerade auf den Tisch herunter, wo Däumelinchen lag und unter dem roten Rosenblatt schlief.

"Das wäre eine schöne Frau für meinen Sohn!" sagte die Kröte, und da nahm sie die Walnußschale, worin Däumelinchen schlief, und hüpfte mit ihr durch die zerbrochene Scheibe fort, in den Garten hinunter.

Da floß ein großer, breiter Fluß; aber gerade am Ufer war es sumpfig und morastig; hier wohnte die Kröte mit ihrem Sohne. Hu, der war häßlich und garstig und glich ganz seiner Mutter. "Koax, koax, brekkerekekex!" Das war alles, was er sagen konnte, als er das niedliche kleine Mädchen in der Walnußschale erblickte.

"Sprich nicht so laut, denn sonst erwacht sie!" sagte die alte Kröte. "Sie könnte uns noch entlaufen, denn sie ist so leicht wie ein Schwanenflaum! Wir wollen sie auf eins der breiten Seerosenblätter in den Fluß hinaussetzen, das ist für sie, die so leicht und klein ist, gerade wie eine Insel; da kann sie nicht davonlaufen, während wir die Staatsstube unten unter dem Morast, wo Ihr wohnen und hausen sollt, in Stand setzen."

Draußen in dem Flusse wuchsen viele Seerosen mit den breiten, grünen Blättern, welche aussahen, als schwämmen sie oben auf dem Wasser; das Blatt, welches am weitesten hinauslag, war auch das allergrößte; da schwamm die alte Kröte hinaus und setzte die Walnußschale mit Däumelinchen darauf.

Das kleine Wesen erwachte früh morgens, und da sie sah, wo sie war, fing sie recht bitterlich an zu weinen; denn es war Wasser zu allen Seiten des großen, grünen Blattes, und sie konnte gar nicht an das Land kommen.

Die alte Kröte saß unten im Morast und putzte ihre Stube mit Schilf und gelben Fischblattblumen aus - es sollte da recht hübsch für die neue Schwiegertochter werden - und schwamm dann mit dem häßlichen Sohne zu dem Blatte hinaus, wo Däumelinchen stand. Sie wollten i

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