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Der Weihnachtsmann oder Das abenteuerliche Leben des Santa Claus Vom Autor des Kinderbuchklassikers 'Der Zauberer von OZ' sowie einem Nachwort zu Leben und Werk von L. Frank Baum von Baum, L. Frank (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.12.2014
  • Verlag: Eins A Medien
eBook (ePUB)
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Der Weihnachtsmann oder Das abenteuerliche Leben des Santa Claus

Zwischen Elfen, Feen, Waldgeistern und Nymphen wächst Santa Claus im märchenhaften Zauberwald heran. Groß geworden beginnt er im Tal des Lachens, Spielzeug für die Menschenkinder herzustellen und alle könnten glücklich und zufrieden sein. Doch leider verabscheuen die gemeinen Abgwass glückliche Kindergesichter und schmieden deshalb einen finsteren Plan, um die Idylle zu zerstören ... Wer den 'Zauberer von OZ' von L. Frank Baum liebt, wird von seiner Fantasy-Version vom Leben und Wirken des Weihnachtsmanns gefesselt sein. Im Nachwort erzählt Achim Schnurrer, der Übersetzer der ersten deutschen Ausgabe dieses Werks, vom abenteuerlichen Leben des großen Kinderbuch-Autors, das genauso spannend war wie das seiner weltberühmten Figuren. L. Frank Baum (1856 - 1919) verfasste neben der weltberühmten und oft verfilmten Serie um den 'Zauberer von OZ' noch zahlreiche weitere Kinderbücher, von denen 'Der Weihnachtsmann oder Das abenteuerliche Leben des Santa Claus' hier erstmals in deutscher Übersetzung vorgelegt wird.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 01.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957950321
    Verlag: Eins A Medien
    Größe: 2007 kBytes
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Der Weihnachtsmann oder Das abenteuerliche Leben des Santa Claus

Erster Teil
Kindheit und Jugend

Erstes Kapitel
Bursie - Der Zauberwald

Hast du schon vom großen Wald, den man Zauberwald nennt, gehört? Ich erinnere mich, mein Kindermädchen hat mir noch die Lieder darüber vorgesungen, als ich klein war. Sie besang die riesigen Bäume, die so gedrängt und dicht standen, dass sich ihre Wurzeln unten im Erdreich untrennbar miteinander verschlungen hatten, ebenso wie die Laubkronen weit oben; die raue Rinde und die knorrigen Äste der gewaltigen Stämme; das schier undurchdringliche Blätterwerk, das sich über den ganzen Wald spannte. Überall dort, wo die Sonnenstrahlen einen Durchschlupf fanden, sprenkelten sie lauter kleine Lichtpunkte auf den Boden, während ansonsten ein unheimliches Dämmerlicht herrschte mit bewegten Schatten, die über Moosflecken und Boden huschten, der wie ein Teppich mit abgefallenen Blättern und Nadeln bedeckt war.

Der Zauberwald ist überwältigend groß und furchteinflößend für all jene, die sich in seinem Schatten zu verbergen suchen. Wenn man ihn von einer sonnenüberfluteten Wiese aus betritt, glaubt man zuerst, in ein labyrinthisches Halbdunkel geraten zu sein, doch je mehr man sich an dieses Licht gewöhnt, umso fröhlicher wird die Stimmung und wandelt sich zu einem Quell unendlicher Freude.

In Hunderten von Jahren wuchs und gedieh der Wald zu seiner jetzigen Größe und Pracht. Nur das Geraschel eifriger Eichhörnchen, das entfernte Grollen wilder Tiere und das lebhafte Gezwitscher der Vögel durchdrang sein tiefes Schweigen.

Doch im Zauberwald leben noch andere Bewohner. Die Natur bevölkerte den Wald von Anbeginn an auch mit Elfen, Feen, Zwergen, Nohks, Reilis und Nymphen. Bis zum Ende aller Zeiten wird er ihre Heimat sein; ein Rückzugsort und eine Spielwiese für diese kleinen Unsterblichen, die das Leben in seinen Tiefen genießen.

Bis heute blieb der Zauberwald von der Zivilisation unberührt. Und ich frage mich, ob es ihr jemals gelingen wird, diesen Wald zu erobern.
Zweites Kapitel
Das Kind des Waldes

Einst, vor so langer Zeit, dass sich selbst unsere Urgroßväter nicht mehr daran erinnern können, lebte im großen Wald von Bursie eine Baumnymphe namens Necile. Sie war eng verwandt mit der mächtigen Königin Zurline und wohnte im Schatten einer breitgefächerten Eiche. Einmal im Jahr, am Tag der Knospen, wenn neue Triebe aus den Zweigen sprossen, durfte Necile der Königin den Goldenen Kelch des Großen Ark an die Lippen führen, damit sie aus ihm zum Wohle des Waldes trinke. Das bezeugt, dass es sich bei ihr um eine Nymphe von einiger Bedeutung handelte. Doch darüber hinaus wird bis auf den heutigen Tag vor allem ihre Schönheit und ihr Anmut gepriesen.

Wann sie erschaffen wurde, ist unbekannt, auch Königin Zurline wusste es nicht und selbst der Große Ark hatte es vergessen. Es war lange her, in Zeiten, als die Welt noch neu war und Nymphen dringend gebraucht wurden, um auf die jungen Bäume acht zu geben und sie in ihrem Wachstum zu unterstützen. Damals, an einem Tag, an den sich niemand mehr erinnert, sprang Necile in ihr Dasein; strahlend, lieblich, schlank und rank wie die jungen Triebe, die zu beschützen sie erschaffen worden war.

Ihr Haar hatte die Farbe der stachligen Kastanienhüllen; ihre Augen glänzten blau im Sonnenlicht und purpurn im Schatten; ihre Wangen glühten in dem zarten Rosa, das bei Sonnenuntergang die Wolken berührt; ihre Lippen waren dunkelrot, voll und formten einen entzückenden Schmollmund. Ihr Kleid war eichenblattgrün wie das aller Waldnymphen. Sie kennen keine andere Farbe, die ihnen besser gefällt. Ihre zierlichen Füßchen steckten in niedlichen Sandalen, während ihr Kopf mit nichts anderem bedeckt war als ihren eigenen seidigen Locken.

Neciles A

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