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Die schönsten Märchen der Brüder Grimm von Grimm, Jacob (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.03.2019
  • Verlag: Dressler Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Die schönsten Märchen der Brüder Grimm

Gelesen und geliebt von Generationen von Kindern: die wunderbaren Märchen der Brüder Grimm. Nach 200 Jahren noch genau so schön wie damals: Die Märchenklassiker der Brüder Grimm werden nie alt und sind bei Kindern und Eltern gleichermaßen beliebt. Als einer der Dressler Klassiker aus der Schatzkiste der Kindheit vereint dieser Sammelband ihre 35 bekanntesten Geschichten, darunter zum Beispiel Aschenputtel, Schneewittchen, Frau Holle und Der Froschkönig. Zu schön, um alleine zu bleiben: In gleicher Coveroptik wie Die schönsten Märchen der Brüder Grimm sind im Dressler Verlag übrigens auch weitere Klassiker wie Mary Poppins, Tom Sawyer, Doktor Dolittle und Das Dschungelbuch erschienen. Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm wurden 1785 bzw. 1786 in Hanau geboren. Sie wuchsen in einer kinderreichen Juristenfamilie auf und gingen später einen gemeinsamen Lebensweg: Beide studierten Rechtswissenschaften, arbeiteten zeitweilig als Bibliothekar und folgten später einem Ruf an die Universität Göttingen. Im Zeitraum von 1812 bis 1822 veröffentlichten sie die dreibändige Sammlung der Kinder- und Hausmärchen, die in die Weltliteratur einging. Jacob und Wilhelm Grimm starben 1863 bzw. 1859 in Berlin. Svend Otto S. (1916 - 1996), in Kopenhagen geboren, studierte an der Kunsthandwerkschule, an der Bizzie Højers Malschule und an der Saint Martins School of Art in London und erwarb sich durch seine Illustrationen von Bilderbüchern, Märchen, Gedichten, Erzählungen der Weltliteratur für Erwachsene und Sachbüchern internationalen Ruhm. Von Astrid Lindgrens Büchern hat Svend Otto S das Bilderbuch 'Klingt meine Linde' (1984) illustriert, das erstmals im dem Erzählband 'Sonnenau' (1959) abgedruckt wurde. Seine Werke wurden in der ganzen Welt ausgestellt und er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den international bedeutenden Hans-Christian-Andersen-Preis.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 14.03.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862721078
    Verlag: Dressler Verlag GmbH
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Die schönsten Märchen der Brüder Grimm

Das Waldhaus

Ein armer Holzhauer lebte mit seiner Frau und drei Töchtern in einer kleinen Hütte am Rand eines einsamen Waldes. Eines Morgens, als er wieder an seine Arbeit wollte, sagte er zu seiner Frau: "Lass mir mein Mittagsbrot von dem ältesten Mädchen hinaus in den Wald bringen, ich werde sonst nicht fertig. Und damit es sich nicht verirrt", setzte er hinzu, "so will ich einen Beutel mit Hirse mitnehmen und die Körner auf den Weg streuen." Als nun die Sonne mitten über dem Wald stand, machte sich das Mädchen mit einem Topf voll Suppe auf den Weg. Aber die Feld- und Waldsperlinge, die Lerchen und Finken, Amseln und Zeisige hatten die Hirse schon längst aufgepickt und das Mädchen konnte die Spur nicht finden. Da ging es auf gut Glück immerfort, bis die Sonne sank und die Nacht einbrach. Die Bäume rauschten in der Dunkelheit, die Eulen schnarrten, und es fing an, ihm angst zu werden. Da erblickte es in der Ferne ein Licht, das zwischen den Bäumen blinkte. Dort sollten wohl Leute wohnen, dachte es, die mich über Nacht behalten, und ging auf das Licht zu.

Nicht lange, so kam es an ein Haus, dessen Fenster erleuchtet waren. Es klopfte an und eine raue Stimme rief von drinnen "Herein".

Das Mädchen trat auf die dunkle Diele und pochte an die Stubentür. "Nur herein", rief die Stimme, und als es öffnete, saß da ein alter, eisgrauer Mann an dem Tisch, hatte das Gesicht in beide Hände gestützt, und sein weißer Bart floss über den Tisch herab fast bis auf die Erde. Am Ofen aber lagen drei Tiere, ein Hühnchen, ein Hähnchen und eine bunt gescheckte Kuh. Das Mädchen erzählte dem Alten sein Schicksal und bat um ein Nachtlager. Der Mann sprach:

"Schön Hühnchen,

schön Hähnchen

und du, schöne bunte Kuh,

was sagst du dazu?"

"Duks!", antworteten die Tiere, und das musste wohl heißen "Wir sind es zufrieden", denn der Alte sprach weiter: "Geh hinaus an den Herd und koch uns ein Abendessen." Das Mädchen fand in der Küche Überfluss an allem und kochte eine gute Speise, aber an die Tiere dachte es nicht. Es trug die volle Schüssel auf den Tisch, setzte sich zu dem grauen Mann, aß und stillte seinen Hunger. Als es satt war, sprach es: "Aber jetzt bin ich müde, wo ist ein Bett, in das ich mich legen und schlafen kann?" Die Tiere antworteten:

"Du hast mit ihm gegessen,

du hast mit ihm getrunken,

du hast an uns gar nicht gedacht,

nun sieh auch, wo du bleibst die Nacht."

Da sprach der Alte: "Steig nur die Treppe hinauf, so wirst du eine Kammer mit zwei Betten finden, schüttle sie auf und decke sie mit weißem Linnen, so will ich auch kommen und mich schlafen legen." Das Mädchen stieg hinauf, und als es die Betten geschüttelt und frisch gedeckt hatte, legte es sich in das eine, ohne auf den Alten zu warten. Nach einiger Zeit aber kam der graue Mann, beleuchtete das Mädchen mit dem Licht und schüttelte den Kopf. Und als er sah, dass es fest eingeschlafen war, öffnete er eine Falltür und ließ es in den Keller sinken.

Der Holzhauer kam am späten Abend nach Haus und machte seiner Frau Vorwürfe, dass sie ihn den ganzen Tag habe hungern lassen. "lch habe keine Schuld", antwortete sie, "das Mädchen ist mit dem Mittagessen hinausgegangen, es muss sich verirrt haben. Morgen wird es schon wiederkommen." Vor Tagesanbruch aber stand der Holzhauer auf, wollte in den Wald und verlangte, die zweite Tochter sollte ihm diesmal das Essen bringen. "Ich will einen Beutel mit Linsen mitnehmen", sagte er, "die Körner sind größer als Hirse. Das Mädchen wird sie besser sehen und kann den Weg nicht verfehlen." Zur Mittagszeit trug auch das Mädchen die Speise hinaus, aber die Linsen waren verschwunden. Die Waldvögel hatten sie, wie am vorigen Tag, aufgepickt und keine übrig gelassen. Das Mädchen irrte im Wald umher, bis es Nacht wurde, da kam es ebenfalls zu dem Haus des Alten, wurde hereingerufen und bat um Speise und Nachtlager.

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