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Esslinger Hausbücher: Es war einmal ... Die schönsten Märchenklassiker

  • Erscheinungsdatum: 20.11.2018
  • Verlag: Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
eBook (ePUB)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Esslinger Hausbücher: Es war einmal ...

Märchen-Schatz für die ganze Familie! Eine Kindheit ohne die Märchen von Schneewittchen oder Hänsel und Gretel? Undenkbar! Dieser sorgfältig gestaltete Sammelband vereint die schönsten Märchen von den Brüdern Grimm über Wilhelm Hauff und Ludwig Bechstein bis zu Hans Christian Andersen. Behutsam nacherzählt und wunderschön zeitgemäß bebildert für Kinder ab 5 Jahren von heute!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 184
    Erscheinungsdatum: 20.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783480600021
    Verlag: Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
    Größe: 61222 kBytes
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Esslinger Hausbücher: Es war einmal ...

Tischlein deck dich

or langer, langer Zeit lebte einmal ein Schneider, der hatte drei Söhne und eine Ziege. Weil die Ziege sie alle mit ihrer Milch versorgte, brauchte das Tier gutes Futter und musste jeden Tag auf die Wiese geführt werden. Die Jungen teilten sich diese Aufgabe, mal war der eine dran, dann der andere.

Eines Tages brachte der älteste Sohn die Ziege auf den Kirchhof, wo die besten Kräuter wuchsen. Dort durfte sie fressen und herumspringen.

Abends fragte er die Ziege: "Na, Ziege, bist du satt?" Darauf antwortete die Ziege: "Ich bin so satt, ich mag kein Blatt! Mäh, mäh!" Da nahm der Junge den Strick und führte die Ziege nach Hause in den Stall.

"Hat die Ziege heute gutes Futter bekommen?", fragte der alte Schneider, als sein Sohn in die Hütte trat.

"Oh ja", antwortete der Sohn, "die ist so satt, die mag kein Blatt."

Aber der Vater wollte sich selbst davon überzeugen. Er ging in den Stall und fragte die Ziege: "Na, Ziege, bist du denn satt?" Da antwortete die Ziege: "Wovon soll ich satt sein? Sprang nur über Stock und Stein, fand kein einzig Blättelein! Mäh, mäh!"

Wütend lief der Schneider hinüber zu seinem Sohn und schimpfte: "Du elender Lügner! Du behauptest, die Ziege sei satt, dabei hast du sie hungern lassen!" Und in seiner Wut jagte er den Jungen aus dem Haus.

Am nächsten Tag führte der zweite Sohn die Ziege hinaus. Er suchte einen guten Platz an der Hecke aus, wo viele gute Kräuter wuchsen, und ließ die Ziege fressen.

Am Abend fragte er die Ziege: "Na, Ziege, bist du satt?" Die Ziege antwortete: "Ich bin so satt, ich mag kein Blatt! Mäh, mäh!" Da führte der Junge die Ziege nach Hause in den Stall.

"Hat die Ziege heute gutes Futter bekommen?", fragte der alte Schneider, als sein Sohn in die Hütte trat.

"Oh ja", antwortete der Junge, "die ist so satt, die mag kein Blatt."

Aber der Vater wollte sich darauf nicht verlassen und ging in den Stall, um die Ziege zu fragen: "Na, Ziege, bist du denn satt?" Wieder antwortete die Ziege: "Wovon soll ich satt sein? Sprang nur über Stock und Stein, fand kein einzig Blättelein! Mäh, mäh!"

"Du nichtsnutziger Bösewicht! So ein gutes Tier hungern zu lassen!", schrie der Schneider und jagte auch seinen zweiten Sohn aus dem Haus.

Am Tag darauf musste der jüngste Sohn die Ziege versorgen. Er hatte gesehen, was passiert war und wollte seine Sache gut machen. Darum suchte er einen Strauch mit den schönsten Blättern aus und ließ die Ziege daran fressen.

Abends, als er nach Hause gehen wollte, fragte er die Ziege: "Na, Ziege, bist du auch wirklich satt?" Die Ziege antwortete: "Ich bin so satt, ich mag kein Blatt! Mäh, mäh!" Da nahm der Junge den Strick und machte sich mit der Ziege auf den Heimweg.

"Hat die Ziege heute gutes Futter bekommen?", fragte der alte Schneider, als sein jüngster Sohn in die Hütte trat.

"Oh ja", antwortete der Junge, "die ist so satt, die mag kein Blatt."

Aber der Vater erinnerte sich nur zu gut an die Lügen seiner anderen beiden Söhne und ging zu der Ziege in den Stall.

"Na, Ziege, bist du denn satt?", fragte er sie. Und wieder antwortete das boshafte Tier: "Wovon soll ich satt sein? Sprang nur über Stock und Stein, fand kein einzig Blättelein! Mäh, mäh!"

"Oh ihr Lügenbande! Einer so hinterhältig und verlogen wie der andere!", wütete der Schneider und jagte auch seinen jüngsten Sohn aus dem Haus.

Nun war der alte Schneider mit der Ziege allein, und so musste er sie am nächsten Morgen selbst zur Weide bringen. Er führte das Tier zu einer saftigen Wiese, wo all das wuchs, was Ziegen gerne fressen.

"Hier kannst du dir endlich einmal nach Herzenslust den Bauch vollschlagen", sagte er zu der Ziege und ließ sie bis zum Abend fressen. Dann fragte er sie: "Na, Ziege, bist du satt?" Und die Ziege antwortete: "Ich bin so satt, ich mag kein Blatt! Mäh, mäh!"

"Dann gehen wir nach Hause", sagte de

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