text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Jasmin und die Streichholzmenschen von Lenuck, Isabel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.07.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Jasmin und die Streichholzmenschen

In Jasmins Kinderzimmer steht - seit vielen Jahren unentdeckt - ein zweites Bett, kaum größer als eine Nussschale. In diesem Bettchen schläft Petra. Ein Mädchen, so klein wie ein Streichholz. Eines Nachts lernen sich die beiden Kinder zufällig kennen - und werden Freundinnen. Das kleine Streichholzmädchen ist ganz alleine, denn sie wurde durch einen unglücklichen Zufall von ihrer Familie getrennt. Natürlich möchte Jasmin ihr sofort bei der Suche nach den anderen helfen. Aber nicht nur Petras Familie ist verschwunden - das ganze Volk der Streichholzmenschen hält sich irgendwo an einem geheimen Ort versteckt. Die Suche nach den verschwundenen Streichholzmenschen wird immer gefährlicher: Ein skrupelloser Wissenschaftler hat von Petras Langlebensgeheimnis erfahren und möchte sie nun an ein Forschungslabor verkaufen! Wird es Jasmin gelingen, ihre kleine Freundin zu retten? Jasmin und die Streichholzmenschen ist ein spannender und zugleich durchaus amüsanter Kinderroman um eine ungleiche Freundschaft, um das Akzeptieren von Andersartigkeit, um Vertrauen in sich selbst und seine Fähigkeiten und um den Wert der Freiheit und die Notwendigkeit, diese mit allen Mitteln zu verteidigen. Er handelt von dem Risiko, das man eingeht, wenn man anderen vertraut, und der unschätzbar wertvollen Erfahrung, wahre Freunde zu haben. Auch als Hörbuch erhältlich. Gelesen von Tom Westphal. Wenn Autorin Isabel Lenuck ...nicht gerade mit Kind und Kegel im Himalaya herumreist, um buddhistische Klöster zu erforschen, arbeitet sie im Völkerkundemuseum in Hamburg. Dort erzählt sie großen und kleinen Besuchern Geschichten über die Kulturen der Welt. Seit 2009 schreibt sie Kinderbücher. Neben Jasmin und die Streichholzmenschen gibt es jetzt auch Rauru hat Sehnsucht als Hörbuch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 04.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739286679
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 11924kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Jasmin und die Streichholzmenschen

Kapitel 4

Ein schrecklich ungemütliches Frühstück

Einige Tage später wäre Petra von Jasmins Mutter fast entdeckt worden. Es war später Abend, und Jasmin schlief tief und fest. Leise schnarchte sie vor sich hin. Petra hingegen war hellwach. Sie spazierte gerade gemütlich auf Jasmins Schreibtisch herum und schaute sich das Klassenfoto an, als plötzlich Jasmins Mutter das Zimmer betrat. Vor Schreck blieb Petra fast das Herz stehen. Doch sie reagierte blitzschnell und stellte sich tot. Ganz vorsichtig atmend lag sie auf dem Schreibtisch und hoffte, dass Jasmins Mutter sie für eine Puppe hielt. Da kam auch schon die große Menschenhand und griff nach dem Streichholzmädchen. Die Mutter hob es hoch und betrachtete es von allen Seiten. Petra fühlte den Atem ganz dicht an ihrem Gesicht.

"Komisch", wunderte sich Jasmins Mutter, "was ist denn das für eine Puppe?" Für einen Augenblick legte sie Petra wieder auf den Schreibtisch, um ins Wohnzimmer zu gehen und ihren Mann zu holen. "Vielleicht weiß Gregor ja mehr über diese neue Puppe", dachte sie bei sich.

Kaum war die Mutter aus dem Kinderzimmer heraus, sprang Petra auf und lief davon. Ihr Herz klopfte immer noch bis zum Hals. Das wäre beinahe schiefgegangen! Was wäre bloß gewesen, wenn Jasmins Mutter sie mit ins Wohnzimmer genommen hätte!

Als die Eltern einige Augenblicke später wiederkamen, war keine Spur mehr von der kleinen hübschen Puppe zu sehen. Petra war auf den Schrank geklettert und beobachtete die beiden ängstlich, während sie sich hinter einem großen weißen Plüscheinhorn versteckte.

"Huch, das ist ja komisch", wunderte sich Jasmins Mutter. "Da lag doch eben gerade noch diese hübsche Puppe! Wieso ist die denn jetzt plötzlich verschwunden?"

"Was denn für eine Puppe, Kerstin?", fragte Jasmins Vater mürrisch. Er hatte gerade eine spannende Fernsehsendung gesehen und keine große Lust, nach einer kleinen Puppe zu suchen.

"Na, diese merkwürdige Puppe, die hier gerade eben noch lag", antwortete seine Frau. "Sie sah so aus, als wäre sie ein echtes Mädchen, nur eben sehr, sehr viel kleiner. Ich wollte dich fragen, ob du sie gekauft hast, oder ob du weißt, woher Jasmin sie hat."

"Puppe, Puppe, was denn für eine Puppe? Jasmin hat Hunderte Puppen, keine Ahnung, was für eine Puppe du jetzt schon wieder meinst, Kerstin." Brummelnd ging Gregor ins Wohnzimmer zurück. "Und dafür störst du mich beim Fernsehgucken?"

"Sehr merkwürdig", murmelte Jasmins Mutter. Sie hatte die Puppe doch eben gerade noch gesehen! Das hatte sie sich doch nicht eingebildet! Noch einmal schaute sie sich suchend um, guckte hinter und neben den Schreibtisch - aber von Puppe Petra keine Spur. Sie löschte das Licht am Schreibtisch und ging kopfschüttelnd endgültig aus dem Kinderzimmer.

Als ihre Schritte auf der Treppe verklungen waren, sprang Petra aus ihrem Versteck. Nur ganz langsam beruhigte sich ihr Herzschlag, und es dauerte in dieser Nacht sehr lange, bis sie endlich unter Jasmins Bett zur Ruhe kam.

Als Jasmin am nächsten Morgen in die Küche zum Frühstück kam, fragte Mama sie gleich nach der hübschen Puppe.

"Welche Puppe meinst du denn bloß?", fragte Jasmin erstaunt.

"Na, die ich gestern auf deinem Schreibtisch gesehen habe", erklärte Mama. "Sie ist ungefähr so groß wie ein Finger meiner Hand, hat schwarze lange Haare, ein feines Gesicht, lange dunkle Wimpern, ein grünes Kleid und rote Schuhe an."

Jasmin hatte keine Ahnung, von welcher Puppe Mama da sprach. Verständnislos aß sie ihr Müsli weiter.

Mama starrte in ihre Teetasse. Sie liebte es, morgens ganz heißen Tee aus ganz dünnen Porzellantassen zu trinken. Manche Tassen waren so fein, dass sogar Sonnenlicht hindurchschien.

"Irgendwas war an dieser Puppe merkwürdig", redete Mama weiter. Mit ihren ungekämmten, zu allen Seiten abstehenden kurzen Haaren und ihrer schwarz verwischten Wimperntusche (Mama hatte gestern noc

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen