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Sommer der Falken Die auf Tatsachen beruhende Geschichte einer Kinderbande von Schade, Axel (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Sommer der Falken

Sommer der Falken ist eine Geschichte für Kinder und Erwachsene. Sie spielt in den Sommerferien 1969 auf dem Giersberg in der Stadt Siegen. Acki, Stefan, Omid, Lolli, Nüsschen, der kleine und der große Kwafti, bilden die Bande der Falken. Es sind nette Jungs, mit viel Unsinn im Kopf, die jedem Abenteuer hinterherjagen. Sie suchen einen Nazi-Schatz in einem Bergwerkstollen, befreien zwei gefangene Mädchen aus den Klauen der 'Hardis' und jagen einen Vampir, der im Gartenschuppen einer geheimnisvollen Villa haust. Wie es sich für eine richtige Bande gehört, haben sie jede Menge Feinde und es kommt zu einer gewaltigen Schlacht mit den Weidenauern. Axel Schade ist ein Kreativer, der von sich sagt: 'Ich bin ein bunter Vogel'. 30 Jahre sang er in Bands, textete, komponierte, veröffentlichte CDs. Als Mitbegründer eines musikalischen Mitmachtheaters für Kinder trat er bundesweit erfolgreich auf. Hauptberuflich arbeitete er als staatlich anerkannter Erzieher im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe! Bücher von Axel Schade erscheinen als ebook und Taschenbuch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 178
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783748594178
    Verlag: neobooks Self-Publishing
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Sommer der Falken

In einem Heftchen standen Versuche, zum Ausprobieren. Die testete er. Der Tisch war übersät mit Reagenzgläsern, Löffeln, Pülverchen und anderem Kram. Lolli fand ein Rezept zur Herstellung von Bonbons. Schmeckten nicht übel, waren für meinen Geschmack jedoch zu süß. Er demonstrierte mir die Zubereitung. Auf einen mit Zucker gefüllten Kaffeelöffel, träufelte er Flüssigkeit und erhitzte das Ganze über einem Spirituskocher. Nachdem sich dies zu einer braunen Masse verflüssigte, goss er sie zum Abkühlen in eine bereitstehende Form." "Und dann kam ich hinzu.", unterbrach Omid. "Richtig! Unser kleiner Chemiker führte ihm die Prozedur vor und damit nahm der Saustall Fahrt auf. Omid fragte, ob man Bonbons in verschiedenen Geschmacksrichtungen produzieren kann. Lolli starrte ihn an, als sei eine Kuh vom Mond runtergefallen, und sagte, das ist eine super Idee! Er wunderte sich, dass er nicht selber auf diesen Einfall kam. Die beiden Chemiker experimentierten drauf los. Ich hielt mich raus und sah zu. Sie brüteten eine Verrücktheit nach der anderen aus und waren nicht zu bremsen. Zuerst mischten sie unter den Zucker Erdbeermarmelade, dann Pflaumenmus. Sie experimentierten mit Joghurt, das klappte nicht. Omid meinte, sie benötigten mehr Hitze und statt Kaffeelöffel schlug er Suppenlöffel vor. Anfangs kippten sie zuviel Spiritus in den Kocher. Der überhitzte, dass sich sein Blech verbog und die Watte darin qualmte enorm. Beim Versuch, die Flamme niedriger zu stellen, verbrannte sich Lolli die Finger. Er zuckte zurück, stieß den Kocher um und setzte die Tischdecke in Brand. Omid schlug wie ein Wilder mit einer Zeitung auf die Flammen, dadurch fing das Papier zu brennen an. Lolli donnerte mit einem Frühstücksbrettchen auf den Tisch, bis das Feuer ausging. Die Küche war voller Qualm. Überall flog Asche und Zucker. Der Fußboden knirschte beim darüber gehen. Ich hoffte, der Unfall habe sie kuriert und sie hörten mit dem Mist auf. Aber nein! Sie meinten, ich könne abhauen, falls es mir nicht passt! Die waren verrückt wie Doktor Frankenstein und konnten nicht mehr aufhören! Lolli holte Feuerzeugbenzin. Aus der Flasche goss er einen Schuss in einen Topf und zündete es an. Mit Suppenlöffeln hielten sie den Zucker über die Flamme. Das stank und qualmte. Die Hitze wirbelte Zuckerfäden in die Höhe, die an der Zimmerdecke kleben blieben. Das bemerkten wir wegen des Qualms nicht. Nach einer halben Stunde war der Zucker aufgebraucht. Ich war heilfroh, dass der Unfug dadurch sein Ende fand. Doch ich irrte mich gewaltig! Ihr werdet es kaum glauben, die Armleuchter legten Geld zusammen und Omid rannte los, um Zucker zu kaufen. Dann sauten sie weiter herum. Als sie in einen zweiten Topf mit Benzin füllten, kam Lollis Mutter vom Einkaufen nachhause. Sie glaubte, in ihrer Küche sei der dritte Weltkrieg ausgebrochen und fiel beinahe in Ohnmacht, weil es aussah wie in einer Tropfsteinhöhle. An der Zimmerdecke hingen tausend dünne Zuckerfäden. Das Ende vom Lied war, das Lolli nicht mehr mit dem Chemiebaukasten spielen durfte. Die Küche musste er zur Strafe komplett neu streichen." "Und putzen! Das war das Schlimmste!", fügte er hinzu. "Ihr seid Experten!", wunderte sich Betti lachend und kopfschüttelnd, "Euch darf man nicht aus den Augen lassen!" "Passiert dir denn nie ein Missgeschick?", wollte Omid wissen. "Ich verschüttete mal Milch, doch das ist nicht ernsthaft mit dem Mist vergleichbar, den ihr anstellt, oder?" "Mit Feuerzeugbenzin habe ich ebenfalls schlechte Erfahrungen. Besser gesagt stellte ich damit was Saublödes an!", gab Acki zu. "Ich baute hinterm Haus auf dem Kanaldeckel der Klärgrube mein Fort aus Holz mit Cowboy und Indianerfiguren auf. Von Silvester waren Kracher übrig. Damit bombardierte ich das Ganze, bis die Figuren umfielen. Danach baute ich es wieder auf und fing von vorne an. Diesmal verspritzte ich Feuerzeugbenzin und steckte dicke Böller in zwei Gebäude. Erst brannte es kaum. Schließli

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