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Detektiv Kai 1: Kai und die Weihnachtsdiebe von Brack, Robert (eBook)

  • Erschienen: 28.12.2010
  • Verlag: Carlsen
eBook (ePUB)
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Detektiv Kai 1: Kai und die Weihnachtsdiebe

Karl Hinrich Muggenthaler, genannt Kai, arbeitet als Detektiv. Dabei wird er von seiner Freundin Anastasia und einem riesigen Bernhardiner tatkräftig unterstützt. Hilfe kann Kai gut gebrauchen: Es sieht so aus, als müsse Weihnachten ausfallen! Überall in der Stadt verschwinden Weihnachtssachen. Als dann auch noch ein waschechter Engel Kai um Hilfe bittet, beginnt sein größter Fall ...

Jahrgang 1959, lebt in Hamburg und schreibt (vielfach prämierte) Kriminalromane mit politischem Hintergrund. "Kai und die Weihnachtsdiebe" ist sein erstes Kinderbuch, zu dem es auch schon eine Fortsetzung gibt: "Kai und das Geisterbüro".

Produktinformationen

    Größe: 1362kBytes
    Reihe (Teil): Detektiv Kai Bd.1
    Herausgeber: Carlsen
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 192
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783646922462
    Erschienen: 28.12.2010
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Detektiv Kai 1: Kai und die Weihnachtsdiebe

Erstes Kapitel,
in dem wir Kai als Schmuggler kennenlernen

Ein Junge in einem etwas zu langen Anorak und mit einer sehr großen Brille auf der Nase trat aus dem Laden von Naschi-Paul. In der einen Hand hielt er eine große Papiertüte, in der anderen eine Pudelmütze. Kleine Schneeflocken trudelten vom Himmel herab und landeten auf seinem wirren blonden Haarschopf. Er versuchte die Mütze mit der freien Hand über den Kopf zu ziehen, aber das ging nicht. Ein Mädchen schaute ihm von der anderen Straßenseite aus zu, als er es noch mal probierte. Es kicherte.

Manche Mädchen konnten einem wirklich auf die Nerven gehen. Vor allem, wenn sie knapp ein Jahr älter waren als man selbst und sich etwas darauf einbildeten. So wie die Elfjährige da drüben, die sogar bei diesem kalten Wetter einen kurzen Rock trug, mit riesigen Schnürstiefeln, dazu eine pinkfarbene Weste mit weißem Fellkragen. Zornig stopfte der Junge die Tüte in die eine Jackentasche und die Mütze in die andere, hob die Hände an den Mund und rief, so laut er konnte: "Pech gehabt, Anastasia, wer kichert, kriegt nichts!"

Dann wandte er sich ab und watete durch den Schneematsch, bis er vor einer offenen Toreinfahrt ankam. Vorsichtig lugte er um die Ecke. Im Innenhof trottete ein riesiger Bernhardiner herum, blinzelte gelangweilt in den Himmel und kniff ein Auge zu, wenn eine Schneeflocke darin landete. Der Junge pfiff einen leisen hohen Ton und der Bernhardiner erstarrte kurz. Dann lief er wie zufällig zur Toreinfahrt und blieb stehen. Noch immer sah er sehr gelangweilt aus.

"He, Iwan", sagte der Junge, "geheime Kommandosache!" Der Hund gab ein leises Winseln von sich.
"Genau", flüsterte der Junge, "Schmuggelgut von Naschi-Paul. Also los, Iwan!"
Er holte die Tüte aus der Jackentasche, hielt sie dem Hund hin und der nahm sie brav ins Maul.
"Alles wie besprochen, okay?", fragte der Junge und der riesige Hund fiepte zustimmend.
"Auf geht's." Der Junge ging voran durch die Toreinfahrt auf ein altes Fabrikgebäude zu, vorbei an einem niedrigen kleinen Wohnhaus, über dessen Tür ein Schild mit der Aufschrift "Fachbuchhandel für Kriminalisten" hing. Ein Fenster im Erdgeschoss war geöffnet, eine Gardine flatterte im kalten Wind. Der Junge sah nicht hin. Er schaute in den Himmel und tat so, als gäbe es nichts Schöneres als kalte Schneeflocken im Gesicht.
Er war schon fast an dem kleinen Häuschen vorbei, da hörte er eine tiefe Stimme: "Na, Kai, wieder bei Naschi-Paul gewesen?"
Der Junge erstarrte. Der Hund ging seelenruhig weiter. "He, Iwan! Bleib mal stehen!", rief die Stimme.
Der Hund ging trotzdem weiter. Hinter der Gardine erschien das bärtige Gesicht eines älteren Mannes. Er schüttelte den Kopf. "Früher hat er aufs Wort gehorcht."
"Das tut er jetzt immer noch", sagte Kai. "Aber er hört nur noch auf mich. Pass auf: Iwan, bleib stehen!"
Der Hund ging immer noch weiter. "Na", sagte der Alte. "Das klappt wohl auch nicht mehr."
Kai lächelte. Er wusste, dass Iwan brav seinen Auftrag zu Ende führen würde. Iwan war jetzt an einer Tür angelangt, die in das Fabrikgebäude führte, und hielt an.
Der alte Mann lächelte verschmitzt: "Na, hast du mir was mitgebracht?"
Kai kramte in seiner Jackentasche und hielt einen Apfel in die Höhe. Onkel Ernst verzog das Gesicht

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