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7 x Liebe von Fülscher, Susanne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.02.2013
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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7 x Liebe

Lena verliebt sich Hals über Kopf in Timmi, doch für ihn ist sie nur ein flüchtiger Seitensprung. Timmis Freundin Franzi sieht das allerdings etwas anders - und tröstet sich mit Paul. 7 Liebesgeschichten - miteinander verbunden wie die Glieder einer Kette: 7 x Schmetterlinge im Bauch, 7 x Lust und Frust, 7 x Hoffnung auf die ganz große Liebe.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 25.02.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955301071
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 2400kBytes
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7 x Liebe

Lena und Timmi

Laterna Magica. Früher Abend. Abend.

Ich ziehe mir Zigaretten und gehe zurück ins Café. Eigentlich ist es verboten, während der Arbeit zu rauchen, aber wer schert sich schon drum? Der Boss raucht, Ivi manchmal auch, und die Kids tun's sowieso. Ich stecke mir also eine an und nehme mir vor, den Kleinen dahinten in der Ecke ein wenig schmoren zu lassen. Was hab ich schon groß davon, wenn ich renne und mich überschlage - Schüler rücken nun mal kein Trinkgeld raus. Die sind allesamt schlecht erzogen. Verplempern ihr Geld mit Markenklamotten und scheren sich kein Stück darum, wie es anderen geht. Mir zum Beispiel: Lena, siebzehn Jahre.

Okay, ich hätte die Schule vielleicht zu Ende machen sollen, dann könnte ich mir diesen Quatsch hier sparen. Bestellungen aufnehmen, Getränke bringen und abkassieren. Manchmal auch Gläser spülen. Ivi ist total nett, Gott sei Dank. Sonst wär der Laden wirklich nicht auszuhalten. Diese kichernden Gänse! Da sind die Jungs schon erträglicher, selbst wenn sie grölen oder mit ihren Mädchengeschichten auftrumpfen. Aber so ein schrilles Gegacker kann ich einfach nicht leiden!

Noch anderthalb Stunden. Nur noch anderthalb Stunden. Der Kleine in der Ecke verrenkt sich den Kopf nach mir, also gehe ich mal hin.

"Eine Cola", sagt er und lächelt dabei total nett. Wenn er nur nicht so ein kindliches Mondgesicht hätte! Punkt, Punkt, Komma, Strich - fertig ist das ...

"Machst du eine Cola fertig?", rufe ich Ivi zu und schlendere zu Tisch Nummer eins am Fenster, wo eine Blondgelockte schon seit Ewigkeiten mit dem Finger schnippt. Ich frage nicht "Ja, bitte?" oder "Was darf's denn sein?" oder "Was kann ich für dich tun?", sondern ziehe nur arrogant eine Augenbraue hoch, wie ich es von meiner Tante abgeguckt habe.

Warum um Himmels willen gibt es nur Schülercafés? Was haben diese Teenies hier überhaupt zu suchen? Statt Hausaufgaben zu machen geben sie lustig Papis Geld aus!

"Zahlen", muffelt die Blondgelockte und ich antworte "Klar doch!" Ganz freundlich sage ich es und verrechne mich nebenbei mal eben um zwei Euro. Ein bisschen klopft mir schon das Herz, aber als die Tusse mir ohne zu murren das Geld in die Hand drückt, wünsche ich ihr mit meinem strahlendsten Lächeln noch einen schönen Abend. Vielen Dank auch für das Trinkgeld! Vielleicht sollte ich mir auf diese Weise immer das beschaffen, was mir eigentlich zusteht. Ach, die Cola! Mit zwei Sätzen bin ich an seinem Tisch. Was liest er denn da? Wie süß! Ein Schulbuch! Ich tippe auf Bio. Vielleicht schreibt er morgen eine Klausur und hat noch nicht den Durchblick. Das könnte ich ihm doch auch beibringen. Ich nehme ihn einfach mit nach Hause und zeig's ihm auf meiner Leopardendecke. Oder gleich hier auf der Toilette ... Moment, das geht jetzt wirklich zu weit. Der Typ sieht so niedlich aus, so unbedarft ..., ich stelle ihm die Cola hin und er lächelt wieder. Verrückt - aber mein Herz fährt im selben Moment Achterbahn. Schnell weg! Es ist doch albern, dass mich so ein kleiner Schüler, der bestimmt zwei Jahre jünger ist als ich, aus der Bahn wirft!

An der Bar frage ich Ivi, ob sie sich mit einem sehr viel jüngeren Mädchen einlassen würde.

"Kommt drauf an. Aber warum eigentlich nicht?"

Eine genauere Antwort hätte sie mir schon geben können! Also hake ich nach.

"Das Alter interessiert mich nicht", sagt Ivi. "Hauptsache, ich hab mit ihr Gespächsthemen."

"Reden ist wichtig?", frage ich, als ob ich mir über solche Dinge noch nie Gedanken gemacht hätte.

"Klar! Sonst kannst du sie hinterher nur rauswerfen."

Ich düse los, bringe einen Salat und ein Sandwich an Tisch sieben, räume dann den Tisch der Blondgelockten ab, die gerade die Laterna Magica verlässt. Riskiere ich einen Blick in die andere Richtung? Schon ist es passiert und eine ganze Kolonne Ameisen krabbelt durch meinen Bauch. Der Junge hat mich angesehen, ganz schüchtern hat er

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