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Alea Aquarius. Die Macht der Gezeiten von Stewner, Tanya (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.06.2018
  • Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
eBook (ePUB)
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Alea Aquarius. Die Macht der Gezeiten

Das große Meermädchen-Abenteuer geht weiter! Auf der Flucht vor Doktor Orion segelt die Alpha Cru nach Norwegen, wo eine Bohrinsel leckgeschlagen ist. Können Alea und die Magischen eine Ölkatastrophe verhindern? Wird sie die Walwanderin treffen und mit den Meerkindern einen Weg finden, die magische Unterwasserwelt vom Virus zu befreien? Der vierte Band der Meermädchen-Saga von Bestseller-Autorin Tanya Stewner.

Tanya Stewner, geboren 1974 in Wuppertal, träumte bereits mit zehn Jahren davon, Schriftstellerin zu werden. Der Traum wurde wahr: Die Autorin der Bestseller über 'Liliane Susewind' hat eine riesige Fangemeinde, und ihre Leser warten sehnsüchtig auf jedes neue Buch von ihr. Claudia Carls wurde 1978 geboren und studierte in Hamburg Kinder- und Jugendbuchillustration. Sie arbeitet als freiberufliche Illustratorin und gestaltet Bilderbücher, auch zu eigenen Texten, Kinder- und Jugendbücher, Sachbücher und Plakate.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 14.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960520566
    Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
    Serie: Alea Aquarius .4
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Alea Aquarius. Die Macht der Gezeiten

Alea stand am Bug des alten Segelschiffs und sah auf den sanft wogenden Nordatlantik hinaus. Die leuchtenden, verschlungenen Farben des Meeres strömten ruhig dahin wie Pinselstriche eines Gemäldes, das es gar nicht eilig hatte zu trocknen. In ihnen verbargen sich unendlich viele Geschichten, aber diese wollten heute nicht erzählt werden und flossen gemächlich und unaufgeregt dahin.

Nur die Augen der Walwanderer konnten die schillernden Verläufe im Wasser erkennen. Und Alea war genau das - eine Walwanderin.

Wehmütig strich sie sich eine Strähne ihres langen dunklen Haars hinters Ohr, wo ihre Kiemenknubbel saßen. Sosehr sie es liebte, ein Meermädchen zu sein, so traurig machte es sie auch. Denn die Meermenschen waren fort, ausgestorben, und Alea war nicht viel mehr als ein Überbleibsel einer untergegangenen Welt.

Mit der Hand schirmte sie ihre Augen ab und schaute hinauf zu den gewölbten Segeln der Crucis . Erst am Tag zuvor hatte Alea ein Loch im Vorsegel geflickt, und dieses Loch war bei Weitem nicht das erste gewesen. Doch obwohl seine beiden Segel regelrechte Flickenteppiche waren, hatte das Schiff etwas Erhabenes an sich, das trotz der abblätternden grünen Farbe und der vielen Dellen und Macken wie eine Aura um es herum lag. Die Crucis war etwas Besonderes und ihre Besatzung ebenso.

Die Alpha Cru bestand aus fünf Mitgliedern. Da war Benjamin Libra, der Skipper und einzige Volljährige an Bord. Samuel Draco, sein kleiner Bruder. Tess Taurus, die französische Ausreißerin. Lennox Scorpio, der zur einen Hälfte Landgänger und zur anderen Hälfte Meermensch war. Und schließlich sie selbst, Alea Aquarius, die fast ihr ganzes Leben bei den Landgängern verbracht und jahrelang geglaubt hatte, sie sei gegen kaltes Wasser allergisch. Bis sie schließlich herausgefunden hatte, dass sie in Wahrheit Schwimmhäute und Kiemen bekam, sobald sie vollständig im Meer untertauchte.

"Ahoi!", hörte Alea eine Stimme neben sich. Es war Sammy, der sich zu ihr gesellte. "Du stehst echt oft hier am Bug, Schneewittchen." Er nannte sie häufig so, denn sie hatte dunkle Haare, blasse Haut und märchenhaft wirkende grüne Augen.

"Ich schaue gern aufs Meer. Ist so schön bunt", versuchte sie leichthin zu antworten, aber Sammys Miene war ernst.

Im nächsten Moment nahm er ihren Arm, legte ihn um seine Schultern und schmiegte sich an sie. "Bitte einmal knuddeln!", sagte er und vergrub sein Gesicht in ihrer Jacke.

Alea zog den Jungen an sich und drückte ihn ganz fest. "Mach dir keine Sorgen." Vorsichtig streichelte sie ihm über den wilden roten Haarschopf. "Es wird alles gut werden."

Sammy machte sich von ihr los. "Woher weißt du das?" Mit dem Ärmel fuhr er sich über die Nase und wirkte verletzlicher als sonst. "Doktor Orion ist hinter uns her! Wie soll da alles gut werden?"

Alea senkte den Blick. Sammy hatte natürlich recht. Die Gefahr, in der sie alle schwebten, seit sie aus Island geflohen waren, konnte nicht kleingeredet werden. Sie wussten nun: Doktor Orion selbst war für den tödlichen Virus verantwortlich, durch den die Meermenschen ausgerottet worden waren. Er hatte sein eigenes Volk aus dem Weg geräumt, um ihm einen aussichtslosen Kampf gegen die Landgänger zu ersparen. Das hatte er zumindest behauptet. Alea glaubte allerdings, dass es ihm wohl eher darum gegangen war, seine finsteren Geschäfte voranzutreiben und mit seinem weitverzweigten Verbrechernetz ungestört Müll im Meer abladen zu können. Und jetzt war Doktor Orion hinter ihnen her. Sie wussten zu viel über ihn. Mit seinen dunkelsten Geheimnissen im Gepäck war die Alpha Cru ihm entwischt und aus der Villa Konungur geflohen. Ohne Hilfe hätten sie das wahrscheinlich nicht geschafft. Nixen und Kobolde hatten ihnen im Meer den Weg zur Crucis freigekämpft, doch ohne Aleas Vater Keblarr und seinen Freund Ramin wären sie noch nicht einmal bis zum Strand gekommen.

Seit vier Tagen segelten sie nun

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