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All I Want for Christmas. Eine Weihnachts-Romance in Manhattan von Stein, Julia K. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.09.2018
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
eBook (ePUB)
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All I Want for Christmas. Eine Weihnachts-Romance in Manhattan

Eine Hochzeit im glitzernd-verschneiten New York - doch zwischen den Trauzeugen Pippa und Hunter fliegen die Fetzen. Die beiden können sich auf den ersten Blick nicht ausstehen. Nur bei einer Sache sind sie sich einig: Ihre besten Freunde passen nicht zusammen und dürfen auf keinen Fall heiraten. Mit allen Mitteln versuchen sie, die Hochzeit zu verhindern. Bis ein Kuss alles zwischen ihnen verändert ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 19.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473479269
    Verlag: Ravensburger Buchverlag
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All I Want for Christmas. Eine Weihnachts-Romance in Manhattan

1. Pippa

"Du verzauberst dein Publikum. Du faszinierst wie ein Weihnachtsengel. Alle bewundern dich." Pippa ließ die knallrote Karteikarte sinken und lächelte ihrem Spiegelbild aufmunternd zu. Nach mehreren Stunden mit dem Lockenstab hatte sie nun nicht nur zwei verbrannte Finger, sondern auch perfekte hellbraune Locken, die ihr Gesicht sanft einrahmten. Vielleicht hatte sie allerdings doch zu viel Lipgloss aufgetragen. "Niemand kann dir widerstehen", fügte Pippa hinzu. Diesmal schlich sich allerdings ein ironischer Unterton in ihre Stimme und der Blick, den ihr das Gesicht im Spiegel zuwarf, wirkte ein wenig irre. Sie las ein letztes Mal das Mantra, das ihre Mutter auf die Karte geschrieben hatte, und prustete los.

Diesen Quatsch sollte sie dreimal vor ihrem Auftritt wiederholen? Wer sollte denn so einen Mist glauben? Das war so typisch für ihre Mutter: Affirmationen gegen Nervosität. Die neuste Technik ihres Online-Psychiaters.

Pippa unterdrückte ein weiteres Kichern, zerriss den Zettel in extrakleine Stücke und warf sie in den Abfalleimer der schicken Damentoilette des Sheridan Hotels. Es wäre zu peinlich, wenn ihn jemand fände. Sie zog das weiße Kleid so weit über den Po, wie es eben möglich war - was nicht sonderlich weit war -, und machte sich auf den Weg zur Bühne, die im großen Ballsaal des Hotels für den heutigen Abend aufgebaut worden war. Der Weihnachtsball war das unbestrittene Partyhighlight des Stonehill College. Das Mantra würde ihr jetzt allerdings kaum helfen. Sie hatte in den letzten zweieinhalb Jahren gelernt, fröhlich zu lächeln - ganz egal, wie es in ihr drin aussah. Und sie hoffte, dass ihr auch heute niemand anmerken würde, wie sie sich wirklich fühlte.

"Und deshalb wünsche ich uns allen, dass wir heute nicht nur einen schönen Abend haben, sondern Erinnerungen schaffen, die uns ein Leben lang begleiten. Macht diese Collegeparty zu einem unvergesslichen Fest. Geht auf neue Leute zu, es könnten Freunde fürs Leben werden. Wir haben nur den Rahmen geschaffen, die Party macht ihr." Die Zuhörer klatschten laut und jubelten. "Hiermit erkläre ich den diesjährigen Weihnachtsball für eröffnet. Let's rock!" Nach fünf Minuten und sechsundzwanzig Sekunden, nur sechsundzwanzig Sekunden später als geplant, hatte Pippa ihre Eröffnungsrede zu Ende gebracht. Sie hatte sich extra kurz gefasst, weil vorher Evalina als Präsidentin der Studentenschaft ebenfalls gesprochen und ihre überschwängliche Dankesrede an alle Eltern und Sponsoren natürlich überzogen hatte. Sie breitete die Arme aus, ganz vorsichtig, denn ihr mit weißen Pailletten besetztes Kleid saß ziemlich eng an den Schultern. Einen Riss konnte sie nicht riskieren, schließlich gehörte das Kleid ihrer besten Freundin Lauren. So etwas Teures hätte sie sich nicht leisten können. Nicht mehr, jedenfalls. Der DJ verstand die Geste, und während Hunderte Studenten pfiffen und begeistert losschrien, begannen auch die anwesenden Eltern brav zu applaudieren.

So fühlten sich Rockstars vor ihren Fans. Der Applaus war berauschend. Aber natürlich grölten die Studenten, weil die Eröffnungsrede vorbei war und man endlich losfeiern konnte. Da machte Pippa sich nichts vor.

Während die Studenten die Tanzfläche stürmten, ließ Pippa die Arme langsam sinken und entspannte ihre Wangen von dem breiten Lächeln, das ihr Gesicht fast zum Schmerzen gebracht hatte.

Sie scannte die Menge - und natürlich: Da stand ihre Mutter Jocelyn und applaudierte mit weit ausholender Geste. Immerhin filmte sie nicht. Das hatte Pippa ihr verboten. Aber es wäre nicht das erste Mal, dass sie trotzdem peinliche Filme auf Facebook postete. Jocelyn warf ihre glänzenden, glatt geföhnten Haare zurück, um die teuren Diamantohrringe freizulegen, das Hochzeitsgeschenk ihrer Ex-Schwiegereltern, die sie konsequent weiterhin trug. Für die meisten wären sie eine traurige Erinnerung gewesen, aber so dachte Pippas Mutter nicht. Die Ohr

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