text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Alles, was du versäumt hast Roman von Ohnemus, Günter (eBook)

  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
4,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Alles, was du versäumt hast

Von Liebe, Freundschaft und dem Leben: Das Jugendbuch 'Alles, was du versäumt hast' von Günter Ohnemus jetzt als eBook bei dotbooks. Chuck und Toby, Toby und Chuck: Es passt kein Blatt zwischen die Freunde, bis ein betrunkener Autofahrer alles ändert - denn nun liegt Toby im Koma. Chucks Leben gerät aus den Fugen und er weiß nicht, wie er damit umgehen soll. Ausgerechnet jetzt verliebt er sich in Anna, das Mädchen mit den grünen Dschungel-Augen. Mit ihr versteht er sich blind und gemeinsam erleben sie die aufregendste Zeit ihres Lebens. Doch wie gern würde Chuck dies alles mit seinem besten Freund teilen. Also beginnt er zu schreiben - und erzählt Toby in langen Briefen von seiner ersten großen Liebe ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Alles, was du versäumt hast' von Günter Ohnemus. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Günter Ohnemus, geboren 1946, lebt als freier Schriftsteller, Literaturkritiker und Übersetzer in München. Er veröffentlichte Erzählungen, Romane und Jugendbücher. Für 'Der Tiger auf deiner Schulter' wurde ihm 1998 der Tukan-Preis der Stadt München verliehen, im gleichen Jahr erhielt er den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik. Von Günter Ohnemus erschienen bei dotbooks die Romane 'Die unglaubliche Reise des Harry Willemer', 'Der außergewöhnliche Auftrag des Robert Schirmer' und 'Siebenundsechzig Ansichten einer Frau'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 187
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961481750
    Verlag: dotbooks
Weiterlesen weniger lesen

Alles, was du versäumt hast

Kapitel 1

Es passiert wahrscheinlich nicht oft, dass man nachmittags um halb zwei durch die Thierschstraße in München geht, einfach vor sich hin geht und sich freut, dass die Luft so warm ist und dass man in Mathe ne Vier bekommen hat und keine Fünf, obwohl die Vier minus schon ziemlich wacklig war, und auf einmal fliegt ein Mädchen durch die Luft, sie fliegt in einem hohen Bogen durch die Luft und genau auf dich zu, und du fängst sie auf. Du hast grade noch beide Hände in den Hosentaschen gehabt, aber du umschlingst sie ganz locker und selbstverständlich mit den Armen, als sie bei dir ankommt, so als hättest du schon drauf gewartet. Und dann lässt du sie ganz langsam auf den Bürgersteig gleiten, damit sie sich nichts bricht. Schließlich hängt ein Fahrrad an ihrem rechten Bein. Ich hab ziemlich gute Reaktionen, weil ich mal zwei Jahre lang geboxt habe. Naja, es war etwas über ein Jahr, also irgendwie fast zwei Jahre, und bin immer noch stolz, dass ich sie da in der Thierschstraße aufgefangen habe, und ich bin froh, dass sie in meine Arme geflogen ist und nicht in die Arme von irgendjemand anderem, weil damals alles angefangen hat. Es war ganz neu und ganz überraschend, und gleichzeitig liegt es ganz in der Familientradition. Ich meine damit nicht, dass in unserer Familie die Frauen dauernd durch die Gegend fliegen und die Männer sie nur aus der Luft pflücken müssen, außerdem war das bei mir auch nicht so, aber aus irgendeinem komischen Grund haben sich die Leute in unserer Familie alle irgendwie im Straßenverkehr kennengelernt. Wenigstens die letzten drei Generationen, wenn ich mich einmal mitrechne. Meine Großeltern, also meine Münchner Großeltern, haben sich kennengelernt, als meine Großmutter einmal mit ihrem VW Käfer auf einer Landstraße einen Platten hatte, mein Großvater zufällig auf seinem Fahrrad vorbeikam und ihr beim Reifenwechseln helfen wollte. Sie waren damals noch ziemlich jung, und mein Großvater hatte noch nie einen Reifen gewechselt. Er hat das auch später nie mehr gemacht, weil das einzige Auto, bei dem er es versucht hat, der VW Käfer meiner Großmutter war, der eigentlich ihren Eltern gehörte. Es hat ungefähr zweieinhalb Stunden gedauert, bis meinem Großvater aufgegangen ist, dass er nicht zum Reifenwechseln gemacht war, dass er überhaupt nicht für technische Sachen gemacht war. Meine Großmutter hat dann den Reifen selber gewechselt, und sie hat später ihr ganzes Leben lang alle technischen Sachen im Haus gemacht, außer wenn sie die Wände gestrichen haben. Meine Großeltern sind ja sehr wohlhabende Leute. Ich meine, sie waren sehr wohlhabende Leute, weil Großmama nicht mehr da ist. Sie ist vor ungefähr zwei Jahren gestorben, und sie haben bis zu ihrem Tod immer mal wieder zusammen ein Zimmer selber gestrichen, obwohl sie so reich waren, weil sie das an die Zeit erinnert hat, in der sie Studenten waren und kaum Geld hatten. Mein Großvater hat dann immer das Grobe gemacht, die glatten Flächen. Für die Ecken und Kanten hat er dann meine Großmutter geholt. Aber die glatten Flächen hat er wirklich gut hingekriegt. Das mit den Ecken ist eigentlich komisch, weil Großpapa Zahnarzt ist, und zwar ein sehr guter. Also auch ein sehr geschickter. Wenigstens behandelt er einen Haufen Leute, die ihre Zähne für ihren Beruf brauchen. Schauspieler und Sänger und Politiker und solche Leute.

Ich bin froh, dass er außerhalb seiner Praxis so ungeschickt ist, weil er sonst den Reifen wahrscheinlich in zehn Minuten gewechselt hätte, und sie hätte sich bedankt, und sie hätten beide gelächelt und wären weitergefahren. Hätten sich wahrscheinlich nie wiedergesehen. Und mein Vater wäre nicht geboren und ich auch nicht. Und vor mir wären Terri und Suzzy nicht geboren. Terri und Suzzy sind meine Schwestern. Sie wohnen jetzt nicht mehr zu Hause, und sie sind beide wahnsinnig schön und rothaarig, und sie haben unheimlich viele Sommersprossen, vor allem um die Na

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen