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Almost a Fairy Tale - Vergessen von Lang, Mara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.02.2018
  • Verlag: Verlag Carl Ueberreuter
eBook (ePUB)
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Almost a Fairy Tale - Vergessen

Das große Finale der 'Almost a Fairy Tale'-Dilogie! Wird Natalie es schaffen, ihren Bruder aus den Klauen der machthungrigen Hexe Raikun zu retten und die Welt vor ihrer Schreckensherrschaft zu bewahren? Schon im Frühjahr 2018 geht das nervenaufreibende Abenteuer um Natalie und ihrer großen Liebe Kilian weiter! Mara Lang, Jahrgang 1970, begann in ihrer Jugend zu schreiben, als ihr der Lesestoff ausging. Die Geschichten von C. S. Lewis und Michael Ende begründeten ihren Faible für Fantastik. Hin- und hergerissen zwischen Buch und Film wollte sie ursprünglich Filmregisseurin werden, um ihrer Fantasie Ausdruck zu verleihen, wählte dann aber das Studium zur Diplompädagogin und erschafft heute Kopfkino für ihre LeserInnen. Mara Lang lebt und arbeitet in Wien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 16.02.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783764192181
    Verlag: Verlag Carl Ueberreuter
    Serie: Almost a Fairy Tale Bd.2
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Almost a Fairy Tale - Vergessen

2

Der Pförtner begutachtete erst ihr Auto mit zusammengekniffenen Augen, dann sie, als fürchtete er, sie könnte eine Bombe ins Krankenhaus schmuggeln. Paige versprach sich nicht allzu viel davon, den Mann zu drängen. Tot war tot, eine Leiche würde ihr nicht davonlaufen.

"Mein Name ist Paige Dibensky", wiederholte sie bemüht gelassen. "Ich möchte zu Frau Dr. Fellner. Sie hat mich in einer dringenden Angelegenheit hergebeten und ich gehe mal davon aus, dass sie Besseres zu tun hat, als auf mich zu warten. Halten Sie Rücksprache mit ihr oder öffnen Sie dieses Tor, aber vergeuden Sie hier nicht kostbare Zeit."

Grummelnd zog sich der Pförtner in sein Haus zurück. Sekunden später ging die Schranke auf.

Paige begab sich auf direktem Weg zur Intensivstation. In Mitran gab es zwei Krankenhäuser für Magische, das Zur guten Fee war das größere und trotzdem waren seine Kapazitäten erschöpft. Es war unmöglich, die Augen vor den herrschenden Zuständen zu verschließen. Patientenbetten auf den Gängen, teilweise doppelt belegt, Warteschlangen vor den Schaltern der Notaufnahme, sichtlich übermüdetes Personal, Ärzte, die Dutzende Male ausgerufen wurden. Hier lag einiges im Argen.

Eine Schwester zeigte Paige eine kernige Frau im Arztkittel, deren Gesicht von Schlafmangel zeugte.

"Frau Dr. Fellner?" Sie bejahte, ohne ihren Schritt zu verlangsamen, und Paige blieb nichts übrig, als neben ihr herzuhasten. "Paige Dibensky, MitranBiotec. Wir hatten telefoniert."

"Ja. Kommen Sie mit - Elise", sprach sie eine vorbeieilende Schwester an, "wo liegt der Innovatis-Fall?"

"Auf der Terrasse, glaube ich."

Fellner nickte, als wäre es gang und gäbe, Leichen auf der Terrasse zwischenzulagern. Im nächsten Moment wurde sie von einem Pfleger aufgehalten.

"Sie werden im OP 3 gebraucht! Offene Bauchwunde, eine Fee, etwa zehn Jahre alt, ist auf dem Skateboard durch eine Glasscheibe gedonnert."

"Scheiße. Bin unterwegs." Fellner wandte sich an Paige: "Tut mir leid. Aber gehen Sie schon mal vor, die Akte sollte beiliegen." Damit machte sie auf dem Absatz kehrt und war auch schon im Gewühl verschwunden.

Paige fragte sich zur Terrasse durch. Gesperrt. Zutritt verboten! , stand auf einem handgeschriebenen Schild. Sie spähte durch die Glastüren und entdeckte draußen drei fahrbare Tragen. Unter grünen Laken, deren Zipfel im Wind flatterten, zeichneten sich Körperumrisse ab.

Die Tür war überraschenderweise unversperrt. Die Luft roch nach Regen und feuchtem Laub. Der Herbst hatte in den letzten Tagen viel zu früh und mit unerwartet kühlen Temperaturen in Mitran Einzug gehalten und Paige hatte sich noch nicht daran gewöhnt.

War die Terrasse aufgrund von Platzmangel umfunktioniert worden? Sie glich einer großen Loggia. Risse durchzogen die Mauern, die Bodenfliesen waren gesprungen und teilweise rausgebrochen, Spinnennester, weiß und dicht, bauschten sich in den Ecken. Eindeutig ausgedient .

Die Patientenakten waren unter die Spanngurte geklemmt. Eine Frau. Todesursache: Lungenembolie. Ein Mann. Todesursache: Multiorganversagen durch Sepsis. Ein Mann. Herzinfarkt. Also Nummer zwei.

Thornen Kasje, sechsunddreißig, Tontechniker. Erstaunlich hoher MQ-Wert. Eingeliefert vor zwei Tagen mit Verdacht auf beginnende Sepsis. Behandlung ohne Erfolg. Todeszeitpunkt heute Morgen acht Uhr dreiunddreißig.

"Ah, gut, Sie haben ihn gefunden." Fellner. Ihre barsche Sprechweise war unverkennbar. Paige blickte auf.

"Was ist mit der Kleinen?"

"Welche Kleine?"

"Die Fee. Bauchwunde."

"Verstorben."

Schockiert schnappte sie nach

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