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Animox. Der Biss der Schwarzen Witwe von Carter, Aimée (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.07.2018
  • Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
eBook (ePUB)
11,99 €
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Animox. Der Biss der Schwarzen Witwe

Die Tierwandler sind zurück mit dem vierten Band der Animox-Serie von Aimée Carter. Der 12-jährige Simon steckt mittendrin im Kampf der Tierreiche. Gemeinsam mit seinen Freunden jagt er der verschollenen Waffe des Bestienkönigs nach. Als sie in eine Sackgasse geraten, müssen sie die gefürchtete Herrscherin des Insketenreichs um Hilfe bitten: die Schwarze Witwenkönigin. Als Gegenleistung fordert sie, ihre entführte Tochter zu retten. Simon willigt ein und erkennt bald, dass Nolan, der Erbe des Bestienkönigs, in höchster Gefahr schwebt. Packende Tierfantasy rund um einen starken Helden, atmosphärisch erzählt von Aimée Carter. Aimée Carter hat ihren Abschluss an der Universität Michigan gemacht und schreibt leidenschaftlich gern spannende Geschichten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 19.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960520672
    Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
    Serie: Animox .4
    Originaltitel: Simon Thorn and the Viper s Pit
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Animox. Der Biss der Schwarzen Witwe

Erstes Kapitel Käferbrei

" D as nennst du einen Sturzflug? Da waren bestimmt noch fünfzehn Zentimeter bis zum Boden. Noch mal!"

Simon biss die Zähne zusammen und warf seiner Freundin Ariana, die auf einem Baumstamm saß und ihn ohne Mitleid beobachtete, einen düsteren Blick zu. "Wenn ich noch später abbremse, bin ich Käferbrei", schimpfte er, während er zu ihr hinüberflog und um ihren Kopf schwirrte.

"Dann kratze ich dich vom Boden ab und richte dir die Flügel", erwiderte sie gnadenlos. "Noch mal, hab ich gesagt!"

Dazu hatte Simon zwar nicht die geringste Lust, doch er verkniff sich eine bissige Antwort. Ariana sah so müde aus, wie er sich fühlte, sie hatte Ringe unter den Augen, und ihre frisch mintgrün gefärbten Haare waren zu einem unordentlichen Pferdeschwanz gebunden. Nach einem langen Tag voller Tests und Übungskämpfe hätten sie längst in ihren Betten liegen sollen, doch stattdessen hatten sie sich nach unten geschlichen, in die unterste Ebene des L. A. G. E. R. - der Leitenden Animox-Gesellschaft für Exzellenz und Relevanz. Ariana hatte den ganzen Abend damit zugebracht, den Wald im Übungsraum in ein Labyrinth aus Spinnweben und anderen Hindernissen zu verwandeln. Sie hatte einen Parcours geschaffen, den jedes normale Insekt mit Leichtigkeit bewältigt hätte, der Simon jedoch mächtig ins Schwitzen brachte.

Wie er es auch anging, er schaffte es nicht! Er hatte es wieder und wieder versucht, war in die eine und in die andere Richtung ausgewichen, war so enge Kurven geflogen, dass seine Muskeln schmerzten, doch er kam beim besten Willen nicht durch. Jetzt war es schon eine Stunde nach Mitternacht, und er glaubte nicht, dass er noch lange durchhalten würde. "Ich weiß einfach nicht, was ich falsch mache", sagte er und zuckte mit seinen schillernden Flügeln.

"Du vertraust nicht auf deinen Instinkt", sagte Ariana. "Hör auf zu denken und überlass deinem Körper die Arbeit."

"Du hast gut reden", grummelte er. "Du bist ja schon dein Leben lang ein Insekt."

"Und du bist schon dein Leben lang ein ... was auch immer du bist", gab sie zurück. "Es macht also keinen Unterschied."

Simon runzelte die Stirn. Vermutlich hatte sie recht. Sie waren beide Animox - sie gehörten zu einer geheimen Menschengruppe mit der Fähigkeit, sich in ein bestimmtes Tier zu verwandeln. Ariana, die eine Schwarze Witwe war, gehörte zum Insekten- und Arachnidenreich. Simon dagegen ... Simon dagegen nicht. Besser gesagt, höchst selten. Im Augenblick summte er als Wespe um ihren Kopf, er konnte also nicht behaupten, nicht zum Insektenreich zu gehören, doch genau das unterschied ihn von seinen Mitschülern. Während die anderen Animox sich jeweils in ein bestimmtes Tier verwandeln konnten und einem der fünf Tierkönigreiche angehörten, hatte Simon die überaus seltene Gabe, sich in jedes beliebige Tier verwandeln zu können.

Ganz allein war er damit nicht. Sein eineiiger Zwillingsbruder Nolan hatte dieselbe Fähigkeit. Allerdings wusste Nolan nicht, dass auch Simon die Gabe besaß. Da sie ihre Kräfte vom Bestienkönig geerbt hatten, dem tyrannischsten Herrscher, den die Welt der Animox je gesehen hatte, durfte niemand von ihrer Fähigkeit erfahren. Denn sonst würden sein Bruder und er als Nachfolger des bösen Bestienkönigs von allen fünf Reichen gejagt werden.

Aus diesem Grund hatten Simon und Ariana die Tür des Trainingsraums mit mehreren Baumstämmen verbarrikadiert. Es war nicht die beste Sicherheitsmaßnahme der Welt, aber falls jemand versuchte, so spät noch hereinzukommen, würde Simon Zeit haben, sich in menschliche Gestalt zurückzuverwandeln - oder, noch besser, in den Goldadler, für den alle ihn hielten. Im Augenblick aber musste er Ariana seine Flugfähigkeiten als Wespe beweisen.

Simon seufzte tief und begann noch einmal von vorn. Den Großteil des Parcours bewältigte er mit

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