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Aufstand der Zwerge Die Erdbebenmaschine von Schumacher, Jens (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.08.2019
  • Verlag: Verlag Carl Ueberreuter
eBook (ePUB)
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Aufstand der Zwerge

Beat Menüsli staunt nicht schlecht, als ihm auf einem Campingausflug zwei kleine stämmige Gestalten den Weg versperren. Sie stellen sich als Agent Morken und Agent Djirjen vom ZG, dem Zwergischen Geheimdienst, vor und kommen mit einer gefährlichen Nachricht aus dem Zwergenreich: Weil er sich durch einen Tunnelbau gestört fühlt, plant der durchgeknallte Zwergenkönig Flammabatz, seine Erdbebenmaschine zum Einsatz zu bringen. Der Einzige, der diese Katastrophe verhindern könne, sei Beat ... Ein humorvolles Fantasy-Abenteuer von einem Meister seines Fachs! - Ein Außenseiter rettet die Welt - Aufregende, imposante Zwergenwelt unter den Alpen - Spannend, humorvoll, actionreich - Lesespaß für Jungs! Jens Schumacher, geboren 1974, erfindet Geschichten, seit er einen Stift halten kann. Bislang veröffentlichte er über 70 Bücher und Spiele für jugendliche und erwachsene Leser, darunter Fantasyromane, Krimis, interaktive Spiel- und Sachbücher u.v.m. Übersetzungen seiner Werke erschienen in 19 Sprachen, 2013 wurde er mit dem Stadtschreiberstipendium der Stadt Hausach im Schwarzwald ausgezeichnet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 16.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783764192440
    Verlag: Verlag Carl Ueberreuter
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Aufstand der Zwerge

1

Drei Wochen später

Beat roch die Würstchen, noch bevor die Stimme an sein Ohr drang: "Beat? Hey, Beat? Essen ist fertig. Kommst du?"

Er drehte den Kopf. Wenige Steinwürfe entfernt konnte er zwischen den Tannenstämmen den orangefarbenen Schein des Lagerfeuers erkennen. Die Abendbrise trug einen weiteren Schwall Bratwurstduft heran. Er merkte, wie ihm das Wasser im Mund zusammenlief.

"Bin unterwegs!", rief er zurück.

Aber er blieb sitzen.

Schon seit einer ganzen Weile saß Beat auf einem Felsen und sah dem Sonnenuntergang zu. Mittlerweile war das rote Rund fast vollständig hinter dem Gipfel des Bronigel verschwunden. Im Gras zu seinen Füßen zirpten Grillen, Vögel verabschiedeten den Tag mit einem letzten Zwitscherkonzert. Auf dem Felsen nebenan beendete eine Blindschleiche ihr Sonnenbad und ringelte sich zurück in ihren Unterschlupf. Ein Stück weiter machte sich eine Mäusefamilie raschelnd auf die Suche nach Essbarem.

Die Szenerie war derart idyllisch, dass Beat nicht anders konnte, als breit zu grinsen. Weder der unbequem spitze Felsen unter seinem Hintern konnte daran etwas ändern noch seine von den zusammenfaltbaren Zeltstangen gequetschten Finger noch sein wütend pulsierender linker Daumen, den er vorhin, beim Einschlagen der Heringe, mit dem Hammer getroffen hatte.

Die Natur, stellte er einmal mehr fest, war märchenhafter als jeder Disney-Film.

"Beat? Wir fangen jetzt an!"

Seufzend stand Beat auf. Sein Rücken knackte protestierend, eine Erinnerung an vier Stunden Busfahrt und noch einmal ebenso viele Stunden Wandern mit vollem Marschgepäck, überwiegend bergauf.

Gruppenleiter Schaeffli hatte darauf bestanden, dass sie morgens in aller Herrgottsfrühe starteten - um am Ziel "noch möglichst viel vom Tag zu haben". Das hatte geklappt. Leider war die Zeit, die ihnen am Lagerplatz bis zur Dämmerung blieb, bloß mit weiterer Arbeit gefüllt gewesen: Zelte aufschlagen, Brennholz und Wasser suchen, Feuer machen ...

Beat, der dem Würstchenduft jetzt in Richtung Lager folgte, kümmerte all das nicht. Denn es waren Sommerferien!

Fünf Wochen Ruhe vor all den Nervsäcken, die sich über seine Größe lustig machten. Und zehn Tage zusammen mit den Dachsen in der freien Natur. Konnte es etwas Besseres geben?

Im Lager hatten schon alle um das Feuer herum Platz genommen. Ein Dutzend Pfadfinder, alle ungefähr in Beats Alter, alle in der beigefarbenen Kluft ihrer Truppe. Beat ließ sich zwischen ihnen nieder und nahm von Urs einen Spieß entgegen, an dessen Ende eine goldbraune Bratwurst fröhlich vor sich hinzischte.

"Zwei M-M-Minuten später, und du hättest deine Zähne in ein Stück K-K-Kohle schlagen können", sagte Urs grinsend.

Gruppenleiter Schaeffli, ein hünenhafter Mann Mitte dreißig, der im wahren Leben eine Gärtnerei betrieb, erhob sich und bat mit einem Schwenk seines Grillspießes um Ruhe.

"Dachse", hob er an. "Ein anstrengender Tag liegt hinter uns. Aber wir waren fleißig und haben unser Pensum erfüllt. Das bedeutet, ab morgen können wir uns wie geplant der Erkundung des Areals widmen." Seine Miene verfinsterte sich kaum merklich, als er weitersprach: "Wie ihr wisst, seid ihr vermutlich die Letzten, denen es vergönnt sein wird, die Flora und Fauna dieses Bergmassivs in ihrer unberührten Form zu bewundern. Wenn in sechs Monaten der Bau des Tunnels beginnt, werden sich viele Tierarten wegen des Lärms aus dieser Gegend zurückziehen. Und auch wenn die Gutachten der Baufirma das Gegenteil behaupten, werden aufgrund von Abgasen und der zu erwartenden Umweltverschmutzung etliche Pflanzenarten eingehen."

Die Dachse schwiegen. Einige nickten. Der Tunnel unter dem Bronige

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