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Bad Boys and Little Bitches. Bd.1 Band 1 von Götz, Andreas (eBook)

  • Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
eBook (ePUB)
11,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Bad Boys and Little Bitches. Bd.1

Verrat, Intrigen und verbotene Liebe: Lissy, Finn, Elif und Leon sind beste Freunde. Als Vanessa an ihre Schule kommt, nehmen sie sie in ihre Clique auf. Viel zu spät merken sie, dass die Neue sie alle in ein Netz aus Intrigen, Lügen und Geheimnissen verstrickt. In einer Partynacht voller Exzesse gerät dann alles außer Kontrolle und am nächsten Morgen ist Vanessa tot. Die Freunde verdächtigen sich gegenseitig, denn Vanessa hat jeden von ihnen aufs Übelste verraten. Doch dann erinnert sich Lissy plötzlich an die Ereignisse in jener Nacht: Sie weiß, wer Vanessa auf dem Gewissen hat! Packend und temporeich erzählt im Stil von 'Gossip Girl' und 'Pretty Little Liars'. Andreas Götz, geboren 1965, studierte Germanistik und arbeitet als freier Autor von Hörspielen für mehrere Rundfunkanstalten sowie als Journalist und Übersetzer. 'Stirb leise, mein Engel' und 'Hörst du den Tod?' lauten die Titel seiner ersten Romane für junge Erwachsene, zwei atemlos spannende Thriller der Extraklasse!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960520061
    Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
    Originaltitel: Spring Break 1
    Größe: 1288 kBytes
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Bad Boys and Little Bitches. Bd.1

E ins

Treffen im Roxy? In einer halben Stunde?

Diese WhatsApp-Nachricht poppte gleichzeitig auf drei verschiedenen Handys auf. Absender: Finn. Zwei Antworten folgten nur Sekunden später.

Elif: Komme .

Lissy: Bis gleich.

Die dritte Antwort blieb aus. Leon war schreibfaul, aber er würde natürlich auch da sein, denn ohne ihn waren sie nicht vollständig. Und er nicht ohne die anderen. Sie waren so was wie seine zweite Familie (vielleicht auch seine erste) und das Roxy sein zweites Wohnzimmer. Meistens hockte er vor allen anderen bereits an ihrem Stammplatz, dem Tisch am großen Fenster, und wenn seine Freunde der Reihe nach einliefen, bestellte er sein drittes Getränk.

Finn, Lissy, Elif und Leon kannten sich schon ewig. Erst waren es nur Finn und Lissy gewesen, dann hatte sich Lissy beim Ballettunterricht mit Elif angefreundet und Finn mit Leon in der Schule, obwohl die beiden total verschieden waren. Hätte ein Lehrer sie nicht zwangsweise nebeneinandergesetzt, hätten sie niemals herausgefunden, dass sie sich ziemlich gut ergänzten. Als der Kreis sich schloss, waren sie noch keine zehn Jahre alt. Es hatte sofort zwischen allen gepasst, sie waren wie vier Räder an einem Wagen. Freunde, die im Ernstfall füreinander durchs Feuer gingen. Auf WhatsApp nannten sie sich: Bad Boys and Little Bitches.

Hätte man jeden von ihnen einzeln gefragt, was ihn von den anderen trennen könnte, so hätten die Jungs vermutlich (dramatisch, wie Jungs nun mal sind) geantwortet: Der Tod. Die Mädchen hätten natürlich zugestimmt, aber ihnen wäre vielleicht als Erstes ein anderer Grund eingefallen: Die Liebe.

Doch musste man sich wirklich zwischen der Liebe seines Lebens und den Freunden entscheiden? Und waren sie zum Sterben nicht viel zu jung?

Nicht Leon, sondern Elif war die Erste, die im Roxy eintraf. Unter ihrer weinroten Mütze quoll das lange Haar heraus wie schwarzes Wasser. Da die Gläser ihrer Brille innerhalb von Sekunden beschlugen, nahm sie sie ab und brachte so ihre großen dunklen Augen noch besser zur Geltung. Meistens trug sie Kontaktlinsen, doch heute Morgen hatte sie verschlafen und keine Zeit mehr gehabt, sie einzusetzen. Den Tisch am Fenster hätte sie ohnehin blind gefunden, und dass er frei war, erkannte sie auch so. Zielstrebig steuerte sie den Stammplatz an. Sie kam von ihrer Mathe-Nachhilfe, und wer es nicht besser wusste, hätte denken können, sie hätte noch immer nicht genug von Zahlen und Formeln, denn sie packte sofort ihre Sachen aus und tapezierte den Tisch mit Büchern, Aufgaben- und Lösungsblättern. Dabei überkam sie beim Anblick der Kurven und Pfeile, der Funktionen und Umkehrfunktionen die pure Verzweiflung. Wie sollte sie das jemals kapieren?

Als sich zehn Minuten später Lissy - tief eingekuschelt in ihren Lieblingsschal, denn es war frostig kalt - dem Roxy näherte, sah sie Elif schon von der anderen Straßenseite aus. Super, dachte sie, Elif hat den Tisch am Fenster. Elif schaute gedankenverloren durch die Scheibe ins Januargrau auf der Straße, aber nicht in Lissys Richtung, obwohl die heftig winkte. Elif war manchmal so in sich gekehrt, die Welt könnte neben ihr untergehen, und sie würde es nicht mal merken.

Lissy kam von der Theater- AG in der Schule, sie war noch ganz aufgeregt, denn diese Stunden waren für sie der Höhepunkt der Woche. Steffen Wegmann war nicht nur ein toller Lehrer, sondern einfach ein cooler Typ. Anders als die meisten Lehrer redete er mit ihnen nicht wie mit Kindern, die von nichts eine Ahnung hatten, sondern wie mit Erwachsenen. Außerdem sah er mit seinen strahlend blauen Augen aus wie der Held ihrer Lieblingsserie, und allein damit hatte er bei ihr schon gewonnen. Sie wunderte sich, dass nicht alle Schüler (und vor allem alle Schülerinnen) das in ihm erblickte

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