text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Beste Freundin, blöde Kuh! Und raus bist du von Schröder, Patricia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2012
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
5,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Beste Freundin, blöde Kuh! Und raus bist du

Für Miri ist klar: Joey ist die blödeste Kuh aller Zeiten. Und alles nur wegen Cobi, mit dem Miri zusammen ist und auf den sie sogar ihrer Freundschaft zuliebe verzichtet hätte - wenn Joey sich nicht so superfies verhalten würde. Aber haben die beiden ehemals besten Freundinnen überhaupt noch eine Chance? Patricia Schröder wurde 1960 im Weserland geboren und wuchs in Düsseldorf auf. Die Schulzeit empfand sie - abgesehen von den Grundschuljahren - eher als Plage. Eigentlich wollte sie Schneiderin werden. Sie studierte Textildesign und arbeitete einige Jahre in diesem Beruf. Zum Schreiben kam sie nach der Geburt ihrer beiden Kinder und dem Umzug ihrer Familie zurück aufs Land. Zuerst schrieb sie nur kleine satirische Beiträge fürs Radio, später Texte für Anthologien. Dann folgte ihr erster Jugendroman 'Bis über beide Ohren'. Patricia Schröder lebt heute mit ihrer Familie und einer Handvoll Tieren auf Eiderstedt in Schleswig-Holstein, mitten auf einer kleinen Warft, die Mitte des 17. Jahrhunderts noch rundherum von der Nordsee umspült war. Am liebsten schreibt sie Geschichten, die sich rund um das Thema Freundschaft und Verliebtsein drehen. Dabei versetzt sie sich perfekt in ihre eigene Jugend zurück, mit all den Freuden und Nöten: 'Schon immer habe ich mir Geschichten ausgedacht und nachgespielt. Als Autorin habe ich einfach da weitergemacht, wo ich als Kind aufgehört habe.' www.patricia-schroeder.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 216
    Erscheinungsdatum: 01.07.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401801032
    Verlag: Arena Verlag
    Serie: Arena audio Bd.2
    Größe: 744 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Beste Freundin, blöde Kuh! Und raus bist du

Kapitel 1

P uh! So eine Hitze!", stöhnt Joey und schaut mich mi t hypnotisierten Saugnapfaugen an. "Das hält ja kei n Mensch aus. " Ich liege neben ihr in der prallen Sonne am Ufer irgendeines Sees und rühre mit den Händen im Wasser herum . "Die Brühe hier ist auch schon pisswarm. " Joey grinst. Ihre Augen werden immer größer und ih r Blick immer irrer und dann fängt sie plötzlich an zu heulen . "Du bist schuld!", schreit sie mich an . Ihr Mund ist riesig und ihr Rachen dunkel und unendlic h tief. Ich starre ihn an und habe das Gefühl, in den finsteren Schlund hinuntergezogen zu werden . "Joey, nein!", kreische ich. "Ich kann doch nichts dafüüür . . .! " Dann sitze ich plötzlich in meinem Bett. Mein Gesicht is t heiß und mein Atem geht stockend. Es dauert eine Weile , aber dann kapiere ich: Es war bloß wieder dieser Traum , der mich in den letzten drei Wochen fast jede Nacht in einer ähnlichen Variante heimsucht .

Ich lasse mich in mein Kissen zurücksinken und schaue bedrückt zum Fenster hinüber, durch dessen zugezogene Vorhänge die Morgensonne blitzt. Nachdem ich mein Zimmer am letzten Wochenende mehrmals umgeräumt habe, steht mein Bett inzwischen wieder an seiner alten Stelle. Genau wie früher schaue ich jetzt in die gleiche Richtung wie Joey, wenn sie aufwacht. Joey, die eigentlich Joana heißt und einmal meine allerbeste Freundin war. Nämlich früher , als wir beim Aufwachen nicht nur in dieselbe Richtung schauten, sondern haargenau die gleichen Klamotten, Bücher, Schreibtischlampen und Bambusrollos besaßen. Noch immer wohnen wir Garten an Garten in der Knippgartenstraße, noch immer besitzen wir die gleichen braunen Rosettenmeerschweinchen namens Angelo und noch immer haben wir am selben Tag Geburtstag, nämlich am 6. September. Der ist nun ebenfalls drei Wochen her. Seitdem sind Joey und ich dreizehn - und seitdem ist alles nicht mehr so wie früher. Keine Ahnung, welche CD Joey sich als Letztes gekauft hat, ich höre jedenfalls nicht mehr die alten Songs von Take That . Ich höre ja nicht einmal die neuen von Robbie Williams . Nein, ich habe mich diesbezüglich völlig umorientiert. Meine Lieblingsbands sind neuerdings Green Day und Good Charlotte . Irgendwie hängt das wohl mit Cobi zusammen, der jetzt mein Freund ist und diese Art Lala den ganzen Tag rauf- und runterdudelt.

Ja, Cobi ist mein Freund und nicht Joeys. Eigentlich ist es kein Wunder, dass wir uns ausgerechnet in denselben Typen verknallt haben. Eigentlich war das vorprogrammiert. Aber anstatt zusammen für ihn zu schwärmen und ihn in unseren Träumen miteinander zu teilen, ist ein schrecklicher Konkurrenzkampf zwischen uns ausgebrochen. Um unsere Freundschaft zu retten, hätte ich fast auf Cobi verzichtet, aber dann hat sich Joey schrecklich gemein und unfair verhalten und mich sogar vor der ganzen Klasse bloßgestellt. Das kann ich ihr einfach nicht verzeihen. Außerdem wollte Cobi ja mit mir zusammen sein und nicht mit ihr. Und trotzdem: Glücklich bin ich irgendwie nicht. Mit Cobi treffe ich mich nur selten, und wenn, dann denke ich dauernd an Joey und wünsche mir nichts sehnlicher, als dass unsere Freundschaft doch noch zu retten wäre. Es klopft an meiner Tür und eine Sekunde später steht Mama im Zimmer. "Kannst du nicht endlich mal warten, bis ich "Herein" gerufen habe?", brumme ich sie an. "Nein", sagt sie lächelnd. "Du bist doch nicht mein Chef." "Aber deine Tochter", entgegne ich. "Und mindestens ebenso achtbar."

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen