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Beste Freundin, blöde Kuh! Verknallt, verkracht, versöhnt von Schröder, Patricia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.08.2013
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Beste Freundin, blöde Kuh! Verknallt, verkracht, versöhnt

Miri ist auf Hundertachtzig: ihr geliebter Cobi meldet sich nicht mehr und ihre allerbeste Freundin Joey ist auch stocksauer auf sie! Schuld an allem ist wieder mal nur Junia - die hat nämlich unverschämterweise behauptet, Miri hätte sich am Baggerweiher in den gutaussehenden Harper verkuckt. Aber in den ist Joey unsterblich verknallt! Gehts eigentlich noch komplizierter? Wenigstens behält Doreen, die vierte im Bunde, einen einigermaßen klaren Kopf! Patricia Schröder wurde 1960 im Weserland geboren und wuchs in Düsseldorf auf. Die Schulzeit empfand sie - abgesehen von den Grundschuljahren - eher als Plage. Eigentlich wollte sie Schneiderin werden. Sie studierte Textildesign und arbeitete einige Jahre in diesem Beruf. Zum Schreiben kam sie nach der Geburt ihrer beiden Kinder und dem Umzug ihrer Familie zurück aufs Land. Zuerst schrieb sie nur kleine satirische Beiträge fürs Radio, später Texte für Anthologien. Dann folgte ihr erster Jugendroman 'Bis über beide Ohren'. Patricia Schröder lebt heute mit ihrer Familie und einer Handvoll Tieren auf Eiderstedt in Schleswig-Holstein, mitten auf einer kleinen Warft, die Mitte des 17. Jahrhunderts noch rundherum von der Nordsee umspült war. Am liebsten schreibt sie Geschichten, die sich rund um das Thema Freundschaft und Verliebtsein drehen. Dabei versetzt sie sich perfekt in ihre eigene Jugend zurück, mit all den Freuden und Nöten: 'Schon immer habe ich mir Geschichten ausgedacht und nachgespielt. Als Autorin habe ich einfach da weitergemacht, wo ich als Kind aufgehört habe.' www.patricia-schroeder.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 05.08.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401802855
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 2241 kBytes
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Beste Freundin, blöde Kuh! Verknallt, verkracht, versöhnt

1

P uh! So eine Hitze!", stöhnt Joey und linst mich gequält von der Seite an. "Das hält ja kein Mensch aus."

Ich liege neben ihr in der prallen Sonne auf meiner Luftmatratze und rühre träge mit den Fingern im Baggersee herum.

"Die Brühe hier ist auch schon pisswarm", murmele ich, lasse meine Hand volllaufen und spritze Joey eine Fuhre Wasser über den Bauch.

"Uaaah!", kreischt sie und fährt erschrocken auf. "Pisswarm? Das wüsste ich a..."

Der Rest des Wortes vergluckert im Baggersee. Joeys Luftmatratze ist nämlich umgekippt und Joey mit einem lauten Platsch im zugegebenermaßen ziemlich kühlen Nass gelandet.

Eine Fontäne flirrender Wassertropfen rieselt auf mich herab.

"Uaaah!", kreische ich, im nächsten Moment durchstoßen zwei Arme die Oberfläche des Sees. Sie umklammern meine Matratze und eine Sekunde später plumpse ich ebenfalls in den See.

"Und du willst meine Freundin sein!", schnaufe ich, als ich wieder aufgetaucht bin.

"Klar, Miri." Joey grinst mich übermütig an. "Die beste weit und breit."

Ich spritze ihr eine weitere Portion Baggersee ins Gesicht und schon ist die schönste Wasserschlacht aller Zeiten im Gange.

Die Leute, die ein paar Meter von uns entfernt auf der Wiese sitzen, beobachten uns kopfschüttelnd.

Es ist Ende Mai und der erste richtig heiße Tag des Jahres. Logisch, dass es die halbe Stadt in die umliegenden Freibäder und zum See hinausgezogen hat. Strandmatten und Badetücher reihen sich so dicht aneinander, dass sie wie ein bunter Flickenteppich aussehen. Die meisten Leute lesen, spielen Beach- oder Federball oder dösen einfach in der Sonne. Die einzigen Verrückten, die sich mit ihren Luftmatratzen in den See gewagt haben, sind Joana und ich.

Das Wasser ist mörderisch kalt.

"Ungefähr minus neunundzwanzig Grad", japst Joey, als sie sich zwei Minuten später neben Junia und Doreen auf die Decke fallen lässt.

"Bleibt mir bloß vom Leib!", ruft Doreen und rutscht hastig ein Stück zur Seite.

"Wenn es wirklich so wäre, wärt ihr darin eingefroren", meint Junia, "und wir hätten euch mit einem Eispickel herausschlagen müssen."

Sie greift in ihren Rucksack, holt eine Tüte Weingummis heraus und wirft sie Doreen in den Schoß. "Hier, mach die mal auf."

Joey und ich werfen uns einen Blick zu.

Inzwischen ist es ein gutes halbes Jahr her, dass sie und ich uns nach einem monatelangen Dauerstreit wieder versöhnt haben. Seitdem sind Junia, Doreen, Joey und ich eine eingeschworene Vierer-Clique. Nur selten gibt es Streit, und wenn doch, dann eigentlich nur wegen irgendwelcher dusseliger Kinkerlitzchen. Im Grunde verstehen wir uns supergut... Wenn es nicht dieses gewisse Thema gäbe, das beständig unter der Oberfläche schwelt, über das wir aber dummerweise nicht miteinander sprechen können: Junia, die Verständnisvollste und zugleich Vernünftigste von uns, ist nämlich eifersüchtig auf Joey. Davon zumindest sind wir übrigen drei felsenfest überzeugt.

Immer wenn Joana und ich uns mal alleine treffen, ist Junia hinterher komisch. Entweder ignoriert sie mich, ist brummig und einsilbig oder sie dreht total auf und versucht mit aller Gewalt, noch quirliger und verrückter als Joey zu sein.

Anfangs habe ich noch versucht, mit Junia darüber zu reden. Ich habe ihr gesagt, dass ich sie genauso mag, wie sie ist, und dass sie sich auf keinen Fall anstrengen muss, so wie Joey zu werden. Doch daraufhin hat sie nur gelacht, mir einen Vogel gezeigt und mich gefragt, was ich denn für ein Problem hätte.

"Gar keins", habe ich gesagt und mir jeden weiteren Kommentar verbissen.

Tja, und seither bemühe ich mich redlich, möglichst viel Zeit mit Junia zu verbringen, damit sie sich Joey gegenüber nicht zurückgesetzt fühlt. Einerseits ist das recht einfach, schließlich wohnen wir zusammen und gehen außerdem in dieselbe Schule. Andererseits scheint aber genau das für J

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