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Bittere Wahrheit Legenden der Schattenjäger-Akademie (7) von Brennan, Sarah Rees (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.11.2015
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Bittere Wahrheit

Nachdem Simon von Feen entführt wurde (warum wird ausgerechnet er immer entführt?), stößt er auf Gerüchte über eine Geheimwaffe, die Sebastian für die Feenkönigin hinterlassen hat. Er muss den Feen entkommen und kann sich dabei nur auf seinen einzigen Verbündeten , den ehemaligen Schattenjäger Mark Blackthorn, verlassen. Sarah Rees Brennan wuchs in irland direkt am Meer auf, wo sie in der Schule unterm Tisch lieber Bücher las, als dem Unterricht zu folgen. Nach Aufenthalten in New York und England kehrte sie zum Schreiben nach Irland zurück, das sie für eine gutes Basis für weitere Abenteuer hält.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 30
    Erscheinungsdatum: 10.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401805061
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 1184 kBytes
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Bittere Wahrheit

Die Sonne schien, die Vögel sangen und es war ein wunderschöner Tag an der Schattenjäger-Akademie.

Na ja, Simon nahm zumindest an, dass die Sonne schien. In Georges und seinem unterirdischen Zimmer lag ein schwaches Leuchten in der Luft, das den grünen Schleim an den Wänden in ein sanftes Licht tauchte.

Okay, okay, die Vögel konnte er von seinem Kellerraum aus auch nicht singen hören, aber George kam gerade aus der Dusche und pfiff vor sich hin.

"Einen wunderschönen guten Morgen! Ich hab eine Ratte im Bad gesehen. Aber sie schlief und wir haben uns nicht weiter aneinander gestört."

"Oder die Ratte ist an einer hoch ansteckenden Krankheit gestorben, die sich nun durch unsere Wasserleitungen verbreitet", gab Simon zu bedenken. "Möglicherweise trinken wir jetzt wochenlang Pestrattenwasser."

"Niemand mag einen griesgrämigen George", schimpfte George. "Oder einen schmollenden Simon. Oder eine mies gelaunte Mildred. Oder einen ..."

"Ich verstehe, worauf du in deiner Argumentation hinauswillst, George", erwiderte Simon. "Aber ich protestiere energisch dagegen, als mies gelaunte Mildred bezeichnet zu werden. Zumal ich mich im Moment eher wie eine größtenteils gut gelaunte Gertrude fühle. Wie ich sehe, freust du dich auf deinen großen Tag?"

"Nimm eine Dusche, Simon", drängte George. "Starte erfrischt in den Tag. Und style deine Haare ein wenig. Das könnte jedenfalls nicht schaden."

Simon schüttelte den Kopf. "Im Bad liegt eine tote Ratte, George. Da werd ich keinen Fuß reinsetzen."

"Die Ratte ist nicht tot", widersprach George. "Sie schläft nur. Da bin ich mir absolut sicher."

"Grundloser Optimismus ist die häufigste Ursache für die Entstehung von Epidemien", erwiderte Simon. "Frag nur mal die Bauern im europäischen Mittelalter. Ach nee, das geht ja nicht mehr."

"Wieso? Waren die ein Haufen fröhlicher Optimisten?", fragte George skeptisch.

"Ich wage zu behaupten, dass sie vor den ganzen Pestepidemien deutlich fröhlicher waren als danach", meinte Simon.

Er fand seine Argumentation ziemlich stichhaltig und außerdem gab ihm die Geschichte recht. Zufrieden zog er das T-Shirt aus, in dem er geschlafen hatte und auf dem in Großbuchstaben die Aufschrift Let's Fight ! zu lesen war. Darunter stand in sehr viel kleinerer Schrift: our enemy off with cunning arguments . George versetzte Simon einen Schlag mit seinem feuchten Handtuch, der Simon überrascht aufschreien ließ.

Doch dann musste er grinsen, während er seine Kampfmontur aus dem Kleiderschrank hervorholte. Der Plan sah vor, dass sie direkt nach dem Frühstück aufbrechen würden, also konnte er die Sachen auch gleich anziehen. Außerdem erschien ihm jeder Tag in einer für Männer geschneiderten Montur wie ein kleiner Sieg.

Gut gelaunt und im Einklang mit sich und der Welt marschierten er und George zum Speisesaal.

"Diese Hafergrütze ist gar nicht mal so schlecht", fand Simon und haute kräftig rein. George nickte begeistert und kaute mit vollem Mund.

Doch Beatriz warf den beiden einen mitleidigen Blick zu - Jungs waren ja so blöd. "Das ist keine Hafergrütze", teilte sie ihnen mit. "Das sind Rühreier."

"Oh nein", flüsterte George matt, noch immer mit vollem Mund und schrecklich trauriger Stimme. "Oh nein."

Simon ließ den Löffel fallen und starrte entsetzt in seine Schüssel.

"Wenn das Rühreier sind ...?", setzte er an. "Und ich will mich keineswegs mit dir streiten, Beatriz, ich stelle nur eine meines Erachtens absolut berechtigte Frage ... Wenn das Rühreier sind, warum sind sie dann grau?"

Beatriz zuckte die Achseln und aß weiter, wobei sie die grauen Brocken jedoch sorgfältig vermied. "Wer weiß das schon genau?"

Daraus konnte man vermutlich eine gefühlvolle Ballade komponieren, überlegte Simon. Wenn das Eier sind, warum sind sie dann grau? Wer weiß das schon genau? Wer weiß das schon genau?/

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