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Black-Angel-Chroniken - Im Zeichen des schwarzen Engels von Orlando, Kristen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.01.2018
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Black-Angel-Chroniken - Im Zeichen des schwarzen Engels

Mit vier Jahren hat ihre Ausbildung begonnen - sie beherrscht die tödlichsten Kampfsportarten und kann mit einer Glock umgehen wie andere mit Messer und Gabel. Reagans Eltern gehören zu den Black Angels, einer Geheimorganisation für die brenzligsten Missionen. Und es gibt eine Tradition: Kinder von Black Angels treten immer in die Fußstapfen ihrer Eltern. Bisher hat Reagan ihre Bestimmung nie infrage gestellt, doch jetzt mit 16 erkennt sie: Es existiert noch eine Welt außerhalb von Waffen und Gefahr. Gibt es einen Weg für sie zurück in die 'Normalität'? Bevor sie weiß, was sie wirklich will, zwingen brutale Ereignisse sie zum Handeln ... 'Spannung, Action, Romance und ein Mädchen auf der Suche nach sich selbst - genau mein Buch.' Sara Shepard, New York Times-Bestsellerautorin 'Packende Story mit unerwartetem Ausgang, vielversprechend.' Booklist 'Es gibt eine starke, liebenswerte Heldin und eine süße Romanze. Darüberhinaus bietet der Roman atemberaubende Action und ein explosives Ende.' Romantic Times Book Review

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 02.01.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959677349
    Verlag: HarperCollins
    Originaltitel: You Don't Know My Name
    Größe: 1209 kBytes
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Black-Angel-Chroniken - Im Zeichen des schwarzen Engels

PROLOG

Die Ziffern auf meinem Telefon starren mich an. Noch dreißig Minuten Schießübungen, bevor ich mich an meine Hausaufgaben setzen kann. Ich hole tief Luft und streiche mir mit der Hand über die Stirn. Sie ist noch feucht vom Laufen eben und der Stunde Krav Maga mit meiner Mutter. Ich schüttele meine beiden Arme aus. Das Glücksgefühl, das man beim Kämpfen erlebt, verlässt langsam meinen Organismus, während ich einsam im stillen Schießstand stehe.

Meine Glock 22 liegt mir heute Abend schwer in den Händen. Offensichtlich ist meine Muskulatur stärker beansprucht worden, als mein Gehirn registriert hat. Ich ziele mit der Waffe auf den Pappkameraden und ziehe den Abzug voll durch.

Peng. Peng. Peng. Zwei Schüsse ins Herz, ein Schuss in den Kopf.

"Reagan. Reagan", höre ich gedämpft die Stimme meines Vaters. Ich nehme die unförmigen schwarzen Kopfhörer ab.

"Ja?", rufe ich.

"Lauf in den Panikraum", schreit er. Ich will ihn fragen, ob das wieder eine von seinen vielen Trainingsübungen ist, aber noch bevor ich etwas sagen kann, schließt sich die Geheimtür, die in unseren Keller führt, mit einem lauten Knall. Ich zucke zusammen. Die schweren Schritte meiner Eltern auf der Holztreppe verraten mir, dass das hier der Ernstfall ist. Kein inszenierter Einbruch oder eine von Dads Übungen. Mehr muss ich nicht wissen. Mein Magen verkrampft sich, und ich bewege mich ganz automatisch vorwärts. Ich stecke die Pistole hinten in meinen Hosenbund, während ich in die Waffenkammer laufe, den Metallschrank aufreiße und mir zwei Sturmgewehre schnappe.

Nur für den Fall der Fälle.

"Komm jetzt!", ruft meine Mutter von der Schwelle des Panikraums aus.

"Moment noch, ich hole nur kurz ..."

"Reagan, dafür ist keine Zeit!" Da ist eine ungewohnte, angespannte Dringlichkeit in ihrer Stimme. Normalerweise ist meine Mom die Ruhe selbst. Die vollendete Grazie sozusagen. Doch das kurze Aufflackern von Angst in ihren Augen lässt meine Knie für einen Moment weich werden. Ich knalle den Schrank zu. Der Klang von Metall auf Metall hallt als Echo von den Wänden zurück. Mit den Gewehren unter dem Arm renne ich in den engen Panikraum. Kaum bin ich drin, schlägt mein Vater die schwere Stahltür zu. Ich beobachte erstaunt, wie er in Windeseile einen sechsstelligen Code eingibt. Das Klacken und Einrasten der Stahlbolzen sorgt dafür, dass mein Herz anfängt zu rasen.

"Mom, was ist denn los?", will ich wissen und lege die Waffen auf den Betonfußboden.

Ich warte auf ihre Antwort, aber sie ist damit beschäftigt, sämtliche Überwachungsmonitore einzuschalten, die im Stahl und Beton hier unten eingebaut sind. Ich lehne mich mit dem Rücken an die Wand. Meine Haut kribbelt von der Berührung mit dem kalten Beton und der Pistole, die in meinem Hosenbund steckt. Autsch. Ich nehme die warme Waffe in meine kalten Hände. Immer noch warte ich auf eine Erklärung.

"Was ist los?", frage ich noch einmal. Wir gehen nie in den Panikraum. Nie. Er wurde nur für Alarmstufe-Blau-Vorfälle gebaut, die wir zwar immer wieder trainiert haben, die allerdings nie eingetreten sind. Bis heute. Ich mustere die Gesichter meiner Eltern, um eine Antwort zu finden. Aber ihre Mienen sind versteinert. Sie starren auf die Monitore, verharren reglos. Ich folge ihren Blicken. Und dann sehe ich ihn. Ich schnappe nach Luft, als der schwarz gekleidete Mann durch unser schwach beleuchtetes Wohnzimmer läuft.

"Oh mein Gott", flüstere ich und beobachte, wie der Fremde mit den langen dunklen Haaren und hohen Wangenknochen über den Flur in die Küche geht. Er hat beide Arme nach vorne ausgestreckt, eine Waffe in der Hand, den Finger am Abzug.

"Er ist es. Ich weiß, dass es einer von seinen Leuten ist", sagt Mom.

"Wer?", frage ich. Meine Stimme klingt viel zu hoch.

"Nicht jetzt, Reagan", antwortet mein Vater.

Ich will protestieren, schließe den Mund jedoch rasch wieder. Ich platziere me

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