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Blaue Harmonie von Hübinger, Marion (eBook)

  • Verlag: Impress
eBook (ePUB)
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Blaue Harmonie

Wenn die Farbe deiner Gefühle zu deinem Schicksal wird Das Leben der siebzehnjährigen Sarina ist nahezu perfekt. Ihre Familie gehört zu den Wenigen, die es geschafft haben, sich vor der verheerenden Pandemie auf der Erde in Sicherheit zu bringen und auf dem Planeten Aeterna unterzukommen. Hier wird das Leben der Menschen von der Farbe ihrer Auren bestimmt und ist ein harmonisches Miteinander. Zumindest glaubt das Sarina. Bis ihr Bruder eingesperrt wird, weil das Blau seiner Aura in ein zorniges Rot übergeht, und sie erkennt, wie gefährlich diese Welt tatsächlich ist. Aber Sarina hat Glück. Sie ist die Einzige, deren immerzu hellgelbe Aura nichts über ihre Gefühle verraten kann. Sie und der fremde Junge, der plötzlich an ihrer Schule auftaucht ... //Textauszug: "Was?", rufe ich fassungslos. "Ein Neuzugang unter dem Jahr? Das gab es doch noch nie an der Maxima!" "Im Prinzip richtig. Aber trotzdem soll morgen ein neuer Schüler kommen. Angeblich hat er alle Tests mit Bravour bestanden." Alle Tests, auch die Feelings? "Wie kann er die Feelings schaffen, wenn er nicht von der Insel ist?" Marie zuckt mit den Schultern, während sie sich unter den Bodyscanner stellt. Die elektrische Anzeige leuchtet orange, ein Zeichen ihrer positiven und vitalen Lebenseinstellung. Die Tür öffnet sich automatisch. "Keine Idee. Aber man hört hier und da was von seinen Scans. Angeblich sind sie gelb, lichtgelb!" Das letzte Wort klingt nach sehr vielen Ausrufezeichen. Ich bleibe abrupt in der geöffneten Tür stehen. Meine Augen richten sich automatisch auf das hellgelbe Licht über mir. Marie kennt mich gut genug, um meine Gedankenblitze zu lesen. "Du hast richtig gehört. Lichtgelb! Genau wie bei dir!"// //Alle Bände der dystopischen Science-Fantasy-Reihe: -- Soul Colours 1: Blaue Harmonie -- Soul Colours 2: Rote Rebellion -- Soul Colours 3: Schwarzer Verrat// Die "Soul Colours"-Reihe ist abgeschlossen. Marion Hübinger, 1963 in Ulm geboren, lebt mit ihrem Mann und drei Töchtern in München. Schon als Jugendliche füllte sie reihenweise Tagebücher, schrieb Gedichte und schwelgte in der Welt von Tolkiens "Herr der Ringe". Die Liebe zum Lesen, die sie unter anderem auch ihrem Vater verdankt, machte sie zum Beruf und wurde Buchhändlerin. Ihren Kindern schenkte sie viele Geschichten. Geschichten, in denen die Figuren Ängste überwinden, böse Mächte besiegen und das ganz große Glück erleben dürfen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 323
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646601572
    Verlag: Impress
    Größe: 2484 kBytes
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Blaue Harmonie

1. K apitel

"Mum, ich gehe heute nach der Schule noch zu Colin!"

Bepackt mit meinen Schulsachen stehe ich im Türrahmen unseres Sportraums und entdecke die Silhouette meiner Mutter hinter dem weißen Paravent. Die fließenden Bewegungen ihres Körpers gleichen einer sich im Wind wiegenden Weide. Seufzend stelle ich meine Tasche ab und ändere kurz den Startmodus an meiner Watch ab. Noch drei Minuten bis ich endgültig los muss.

Im Grunde erwarte ich nichts. Seit mehr als drei Monaten kündige ich jeden zweiten Mittwoch den Besuch bei meinem Bruder an, immer vergebens. Mum hat noch mit keiner Silbe erwähnt, dass sie mitkommen will. Und trotzdem lässt mich auch heute dieser winzig kleine Funke namens Hoffnung kurz ausharren. Hoffnung auf eine Reaktion. Ein kurzes Nicken, ein Hauch von einem Lächeln, irgendetwas das mir zeigt, dass meine Mutter kein gefühlskalter Eisklotz ist. Dass sie ihren Sohn noch nicht endgültig abgeschrieben hat? Dass sie unsere kleine Familie, die durch Vaters gewaltsamen Tod sowieso schon gelitten hat, nicht aufgibt? Doch auch jetzt fährt sie unbeirrt mit ihren Yogaübungen fort.

"Sei dir bewusst, wie du dich mit der Energie in der Erde verbindest, wie sie von deinen Füßen bis in die ausgestreckten Fingerspitzen fließt und dich erdet", vernehme ich auf einmal Sunnys sanfte und melodiöse Stimme. Sie muss am Fenster gestanden haben, sonst hätte ich sie früher bemerkt.

"Ewiges Aeterna, Sunny", rufe ich in den Raum hinein. "Du bist heute wieder früh da."

Sunny ist die persönliche Fitnesstrainerin meiner Mutter und geht nun schon seit einigen Wochen bei uns zu Hause ein und aus. Ein Lichtfleck auf einer eher düsteren Landkarte. Seit unsere Familie nur noch auf meine Mutter und mich reduziert ist. Sunny erinnert mich an einen exotischen Vogel. Sie flattert fröhlich ins Haus, schleppt jede Menge Lebensweisheiten an und hinterlässt überall ein paar Farbtupfer. Und nebenbei arbeitet sie beharrlich daran, dass Mum und ich nicht ganz im Sumpf des Schweigens versinken.

"Wir sind gleich fertig, bitte stör sie jetzt nicht. Sie versucht zum ersten Mal den Baum." Sunny ist leise zu mir getreten. Wie üblich umgibt sie eine intensive Duftwolke, hervorgerufen von mindestens einem Dutzend Räucherstäbchen. Von dieser uralten Methode der Duftmanipulation halte ich überhaupt nichts.

"Wie kannst du es da drin nur aushalten", halte ich naserümpfend entgegen. "Was hast du gegen Neue Geruchswelten ? Die Chemiker arbeiten Tag und Nacht daran Düfte zu entwickeln, die der Entspannung dienen. Warum musst du immer diese antiken Stäbchen anschleppen?"

"Ach, Sarina, du weißt doch, wie sehr ich an den alten Traditionen hänge. Schon vor Jahrhunderten wurden auf der Erde duftende Hölzer während der Meditation verbrannt. Ihre Düfte können durchaus zu einem ausgeglichenen seelischen Zustand führen. Sag mir, warum soll dieses Wissen denn nicht mehr genutzt werden? Nur weil auf unserem Planeten die besten Forscher des Weltalls leben, heißt das für mich nicht, dass alles Alte in Vergessenheit geraten muss."

Es hat keinen Sinn mit Sunny zu streiten. Wir haben unterschiedliche Ansichten. Sie klammert sich fast gewaltsam an die Erinnerungen, die sie mit ihrem früheren Leben auf der Erde verbinden. Doch dieser Planet ist ausgestorben. Und Aeterna ist auch zu ihrem Rettungsanker geworden.

Ich selbst kann mir ein anderes Leben als das auf Aeterna nicht vorstellen. Hier bin ich geboren. Die Lebensbedingungen sollen denen auf der Erde nicht unähnlich sein. Aeterna besitzt eine dichte und warme Atmosphäre und verfügt im Gegensatz zu anderen Planeten über genügend Sonneneinstrahlung. Schwer zu kämpfen haben wir lediglich mit den regelmäßig wiederkehrenden Stürmen. Da unser Planet erst vor 22 Jahren entdeckt wurde, ist er noch extrem dünn besiedelt. Am letzten Jahrestag wurde die Zwanzigtausend erstmals überschritten. Seine bewohnbare Fläche besteht trotz d

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