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Bleib bei mir, Vampir! Roman von Franke, Marleen (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Bleib bei mir, Vampir!

Ungeduldig wartet Vic seit Wochen auf Neuigkeiten von ihrem Vater und Joseph, doch deren Reise nach Europa scheint alles andere als glatt zu laufen. Ihre Angst um Joseph wächst mit jeder vergehenden Stunde und als er endlich wieder vor ihr steht, nimmt diese nicht ab. Doch nicht nur mit der Sorge um ihre Freunde muss Vic fertig werden. Immerhin läuft da draußen eine gefährliche Vampirfeindin rum, die ihr nach dem Leben trachtet. Schließlich reist Vic selber nach Rumänien, um dort den Geheimnissen ihrer Familie auf die Spur zu kommen und um vielleicht einen Krieg zwischen zweier Familien zu verhindern. Mit dem dritten Teil der Vampir Reihe "Bleib bei mir, Vampir!" schließt Marleen Franke ihre erste Buchreihe ab. Wohnhaft in Norderstedt schreibt die gebürtige Hamburgerin seit sie einen Stift halten kann. Besonders der Bereich Fantasy hat es ihr angetan.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 248
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743122888
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 620 kBytes
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Bleib bei mir, Vampir!

1

Das flackernde Licht der bunten Scheinwerfer ließ abstrakte Schatten zwischen den tanzenden Leuten in dem Nachtclub entstehen, in dem ich an der Bar lehnte und an meiner Cola nippte. Nicht weit von mir entfernt tanzte meine beste Freundin Fux mit einem leicht angetrunkenen Kerl, der ganz hin und weg war von ihr und sein Glück anscheinend gar nicht fassen konnte, als sie sich an ihn schmiegte und sich auf die Zehenspitzen stellte, um ihm etwas ins Ohr zu flüstern.

Mein Blick wanderte weiter und blieb an meinem besten Freund Cedric hängen, der ein Stück weiter mit einem hübschen blonden Mädchen stand, die ununterbrochen auf ihn einredete, allerdings beobachtete er die Szene mit Fux und dem Fremden mit zusammen gekniffenen Augen. Unwillkürlich musste ich grinsen und schlenderte zu ihm herüber.

"Kein Grund zur Eifersucht, Schmollgesicht", brüllte ich ihm über die Musik hinweg ins Ohr und er zuckte zusammen, warf mir einen vorwurfsvollen Blick zu. Die Blondine hingegen starrte mich einen Moment mit offenem Mund an, ungläubig, wie ich es wagen konnte, ihren Flirt zu unterbrechen.

"Ihr macht das ein wenig zu sehr Spaß, findest du nicht?", fragte Cedric deutlich angefressen und ich sah zu Fux, deren Tanzpartner inzwischen die Hände auf ihren Hintern gelegt hatte und mehr als offensichtlich versuchte, sich einen Kuss zu stehlen.

Die Blondine schien noch nicht aufgeben zu wollen, zupfte Cedric am Ärmel und klimperte mit den - eindeutig falschen - Wimpern.

"Lass uns tanzen, Ceddy, komm schon", bettelte sie und ich musste mir ein Grinsen verkneifen.

"Verzieh dich", knurrte Cedric jedoch nur als Antwort und empört warf Blondie die Haare zurück.

"Schön, wenn du lieber das Schneewittchen hier vorziehst", fauchte sie und stolzierte davon. Ich sah ihr hinterher.

"Das war nicht nett", tadelte ich feixend und Cedric schnaubte entrüstet.

"Ich brauche sie nicht, ich habe vorgestern getrunken. Herrgott, muss sie ihm wirklich fast das Ohr abknabbern?!"

Ich sah wieder zu Fux, doch die war nicht mehr in der Mitte der Tanzfläche. Mein suchender Blick fand sie schließlich ein wenig versteckt neben dem DJ Pult, wo sie ihren Verehrer hin geschleift hatte und ihn gerade stürmisch gegen die Wand dort drückte. Ein leichtes Gefühl der Besorgnis überkam mich, allerdings nicht, weil Fux so sehr mit dem Kerl flirtete, das machte ich nicht anders, wenn es sein musste.

Nein, Fux hatte ein ganz anderes Problem und das war die Kontrolle ihres Blutdurstes.

Sie war jetzt seit einem halben Jahr ein Vampir, ein wenig länger als ich, aber sie hatte immer noch Schwierigkeiten, das Trinken zu kontrollieren. Deswegen gingen wir niemals alleine zum Trinken aus, sondern immer zu dritt. Ich hatte es da einfacher.

Als Nachfahrin der wahrscheinlich ältesten Vampirfamilie der Welt hatte ich einige Vorteile gegenüber den anderen Vampiren. Mein Blutdurst hielt sich in Grenzen. Während Fux und Cedric spätestens alle zwei Wochen was trinken mussten, hatte ich es schon mal einen ganzen Monat ohne Blut ausgehalten, einfach um zu testen, wo meine Grenzen sind.

Auch Cedric hatte es einfacher. Er war schon vor einigen Jahren verwandelt worden und hatte Übung. Fux dagegen mussten wir schon ein paar Mal davon abhalten, zu gierig zu werden und womöglich Menschenleben zu gefährden.

Diesmal jedoch hatte sie alles im Griff. Zwei Minuten lang hing sie dem Kerl am Hals, der nicht mal mitzukriegen schien, was passierte, dann löste sie sich von ihm, wischte mit einem Stofftaschentuch das Blut von seinem Hals und schenkte ihm ihr schönstes Lächeln, bevor sie schließlich zu uns herüber kam.

"Lief doch super, oder?", fragte sie strahlend, bis sie Cedrics verkniffene Miene sah.

"Das nächste Mal nimm ihn doch einfach mit nach Hause, dann musst du das nicht hier machen", sagte er eingeschnappt und wandte sich ab, um sich durch die tanzenden Körper in Richtung Ausg

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