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Born Scared Thriller von Brooks, Kevin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.10.2017
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Born Scared

Kannst du deine Angst besiegen?

Elliot hat Angst – vor allem im Leben. Das Einzige, was seine Angst in Schach hält, sind seine Medikamente. Und dann, eines Morgens, sind sie aufgebraucht und alles geht schief: Die ganze Stadt wird von einem Schneesturm lahmgelegt, und Elliots Mutter, die nur kurz zu ihrer Schwester wollte, kommt und kommt nicht wieder. Nicht weit entfernt, wird Elliots Tante Opfer eines Raubüberfalls, und als Elliots Mutter an der Haustür auftaucht, wird auch sie von den Tätern gefesselt und geknebelt. Als seine Mutter nicht auftaucht, bleibt ihm nichts anderes übrig: Er muss nach draußen, in den Schneesturm, um seine Mutter zu suchen. Und gerät selbst in die Fänge der Gangster ...

Kevin Brooks, geboren 1959, wuchs in einem kleinen Ort namens Pinhoe in der Nähe von Exeter/Südengland auf. Er studierte in Birmingham und London. Sein Geld verdiente er lange Zeit mit Gelegenheitsjobs. Seit dem überwältigenden Erfolg seines Debütromans ?Martyn Pig? ist er freier Schriftsteller.

Für seine Arbeiten wurde er mit renommierten Preisen ausgezeichnet, u.a mehrfach mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis sowie der Carnegie Medal für 'Bunker Diary'. Seit einiger Zeit schreibt er auch Kriminalromane für Erwachsene.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 13.10.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423432801
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Originaltitel: Born Scared
    Größe: 599 kBytes
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Born Scared

8 Ein blutroter Albtraum

Ich war sechs, als Mum mich zu einer Kinderpsychologin brachte. Ich glaube nicht, dass sie es wirklich wollte - einerseits wusste sie, dass es mir Angst machen würde, andererseits bedeutete es, sich selbst einzugestehen, dass mein Problem eher psychisch als körperlich bedingt war, und das wollte sie noch immer nicht akzeptieren. Doch tief im Innern wusste sie Bescheid und ihr war auch klar, dass sie irgendwas unternehmen musste. Also fragte sie unseren Arzt, ob er jemanden empfehlen könne, und nachdem er sich umgehört hatte, gab er ihr eine Adresse und Mum machte einen Termin bei der Frau.

Wir schafften es bis in das Wartezimmer.

Aber als die Psychologin (oder Therapeutin oder wie immer sie sich nannte) aus ihrem Sprechzimmer trat und Mum und mich hereinrief, konnte ich mich einfach nicht rühren. Ihr Anblick erschreckte mich so sehr, dass ich in eine Art Schockstarre fiel - ich saß gelähmt auf dem Stuhl, die Muskeln blockierten, meine Augen standen hervor und die Kehle wurde mir so eng, dass ich kaum noch Luft bekam. Auch die Psychologin erstarrte einen Moment lang und ich sah es ihr an, dass sie erschrocken war über meine Reaktion. Doch sie fing sich ziemlich schnell wieder, zwang sich zu einem freundlichen Lächeln, trat auf Mum und mich zu und blieb vor uns stehen. Ich wollte sie nicht ansehen, aber ich konnte nicht anders. Sie war schon ziemlich alt, allerdings nicht uralt oder so. Sie hatte eher lange weiße Haare, die zu einem Zopf nach hinten gebunden waren, und sie trug eine große Kette mit golden leuchtenden Scheiben. Vor allem aber hatte sie ein erbsengroßes Muttermal oder so was an der Oberlippe, einen hart wirkenden dunkelbraunen Fleck, und wie ich so dasaß und sie hilflos anstarrte, stellte ich mir plötzlich vor, er würde pulsieren, puckern und rot werden, und dann sah ich, wie er auf einmal aufbrach und eine fette gelbe Fliege herauskrabbelte ...

"Hallo, Elliot", sagte die Psychologin. "Ich bin ..."

Den Rest hörte ich nicht mehr. Ich war bereits aufgesprungen, rannte zur Tür und schrie mir im Laufen die Lunge aus dem Hals.

Etwa ein halbes Jahr später vereinbarten Mum und unser Arzt einen Termin mit einem anderen Psychologen, der zu uns nach Hause kommen sollte, doch auch das funktionierte nicht. In der Nacht vor dem Termin geriet ich allein bei der Vorstellung so sehr in Panik, dass ich physisch krank wurde. Erbrechen, Durchfall, kalter Schweiß und hohes Fieber ...

Der Hausbesuch wurde abgesagt.

"Wie wär's, wenn ich mal mit ihm rede?", fragte unser Arzt meine Mum. "Ich könnte ihn fragen, wie er alles empfindet, wieso er solche Angst hat vor allem. Ich könnte das Gespräch aufzeichnen, es einem Kinderpsychologen geben und hören, was er meint."

"Würde sich darauf denn jemand einlassen?", fragte Mum.

"Fragen kostet ja nichts, oder?"

ARZT : Wie fühlst du dich genau, wenn du dich vor etwas fürchtest, Elliot?

ICH : Ich habe Angst.

ARZT : Weißt du, wieso?

ICH : Wie meinen Sie das?

ARZT : Ich wüsste gern, warum du solche Angst hast. Was ist es, das dir Angst macht?

ICH : Kommt drauf an.

ARZT : Worauf?

ICH : Unterschiedliche Dinge machen mir auf unterschiedliche Art Angst.

ARZT : Hast du ein Beispiel?

ICH : Woran denken Sie?

ARZT : Autos von mir aus. Du hast doch auch Angst vor Autos, oder?

ICH : Ja.

ARZT : Wieso?

ICH : Weil sie mich töten können.

ARZT : Kannst du das ein bisschen weiter ausführen?

ICH : Wenn ich in einem Auto sitze, habe ich nur einen Gedanken: Was ist, wenn irgendwas mit dem Auto schiefgeht? Wenn es von der

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