text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Bye Bye, Crazy Chick! Roman von Schreiber, Joe (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.02.2012
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Bye Bye, Crazy Chick!

"Du hast auf mich geschossen!", sagte ich. Ich lag auf dem Bauch und glaubte, jeden Augenblick bewusstlos zu werden. Fünf Meter entfernt stand sie und wischte sich das Blut aus den Augen. Sie kam zu mir, kniete sich neben mich, schlang ihre Arme um mich und drückte die Lippen an mein Ohr. "Perry", flüsterte sie, "es war ein schöner Abend mit dir." Eigentlich wollte Perry nur schnell den Abschlussball mit der litauischen Austauschschülerin Gobi hinter sich bringen, um dann pünktlich bei seinen Jungs zu sein. Wer kann ahnen, dass sich hinter dem Mädchen in den sackartigen Kleidern eine wunderschöne Killerin verbirgt, die eine arbeitsreiche Nacht mit fünf Opfern vor sich hat? Rabenschwarz, durchgeknallt, rasiermesserscharf. Joe Schreiber, New York Times Bestseller-Autor, 1971 in Michigan geboren, wirkte bereits als Ghostwriter und Co-Autor an zahlreichen Romanen mit, bevor er selbst veröffentlichte. Auf Deutsch erschienen bisher "Besessen", "Untod" und "Star Wars: Der Todeskreuzer". Joe Schreiber lebt mit seiner Familie in Pennsylvania. Im Aufbau Taschenbuch liegt sein Thriller 'Bye Bye, Crazy Chick' vor. Der neue Thriller 'Wiedersehen in Harry's Bar' erscheint im Winter 2013.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 221
    Erscheinungsdatum: 07.02.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841203557
    Verlag: Aufbau Verlag
    Serie: Perry & Gobi 1
    Originaltitel: Au Revoir, Crazy European Chick
    Größe: 407 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Bye Bye, Crazy Chick!

Zwei

Welches Ihrer Familienmitglieder hat Sie in der Entwicklung Ihrer Identität am meisten geprägt?

Dartmouth College

Bis zum Abschlussball waren es noch zwei Wochen und ich hatte keine Eintrittskarten. Das war meine erste Ausrede. Aber Mom meinte, darum hätte sie sich schon gekümmert. Irgendwelche Freundinnen von ihr waren bei der Organisation dabei und hatten natürlich noch ein paar Restkarten in der Hinterhand.

Ich war nicht direkt der Abschlussball-Typ. Das war keiner von uns, außer Chow, dessen Freundin ihm ziemlich deutlich mitgeteilt hatte, dass Schluss sei, wenn er nicht mit ihr zum Ball gehen würde. Von uns bekam er deswegen natürlich gnadenlos eins auf die Mütze. Aber insgeheim schien Chow die viele Aufmerksamkeit zu genießen. Er machte vorher sogar einen Termin bei irgendeinem Edelfriseur in Manhattan und hatte auch noch den Nerv, uns davon zu erzählen. Der Typ musste es irgendwie gut finden, fertiggemacht zu werden, anders ließ sich die Sache nicht erklären.

Als klar war, dass die Ausrede mit der Eintrittskarte nicht funktionieren würde, zog ich meinen letzten Trumpf aus dem Ärmel: Ich erinnerte meine Mom daran, dass unsere Band Inchworm an dem Abend einen Auftritt hatte. Und zwar nicht irgendeinen popeligen, sondern unseren ersten echten Gig in New York, im Monty's auf der Avenue A. Ihre Reaktion - "Oh, das war mir nicht klar" - gab Anlass zur Hoffnung, dass ich irgendwie ungeschoren davonkommen könnte. Sie hatte uns hier im Ort schon ein paarmal spielen sehen, aber sie wusste, dass New York City eine andere Nummer war.

Dann mischte Dad sich ein.

Es war genau wie immer. Nämlich dann, wenn ich am wenigsten drauf gefasst war. Das ist die Methode Dad. Deswegen ist er wahrscheinlich so ein verdammt guter Rechtsanwalt. Insofern passte es wie die Faust aufs Auge, dass mir die Stunde der Wahrheit in seinem Büro läutete.

Dads Büro war mitten in Manhattan an der Third Avenue, im siebenundvierzigsten Stockwerk, "auf halbem Weg zwischen Gott und Broadway", wie er zu sagen pflegte. Ich stellte mir dabei allerdings immer jemanden vor, der aus dem Fenster sprang und dabei wie am Spieß schrie, bis er mit einem riesen Pflatsch auf dem Bürgersteig aufklatschte. Zweimal pro Woche, dienstags und freitags, ging ich direkt nach der Schule zum Bahnhof, fuhr eine Stunde lang mit der New Haven Line bis zur Grand Central Station, lief acht Blocks Richtung Norden und dann um die Ecke nach rechts zur Kanzlei Harriet, Statham and Fripp.

Die Eingangshalle des Wolkenkratzers war gigantisch, tonnenweise Stahl und Glas und ein Riesenspringbrunnen. Ich zog meine Keycard durch das Lesegerät, passierte die Sperre und ging am Wachposten vorbei zu den Aufzügen. Die Sekretärinnen oben im Siebenundvierzigsten hatten meistens schon bergeweise Arbeit für mich gehamstert - Kopieren, Binden, Abheften. Dazu das internationale Dossier, das später am Tag noch hereinkam. Was Schülerjobs anging, war es besser bezahlt als McDonald's. Und Dad meinte, dass mir ein Empfehlungsschreiben von einem der Partner in der Kanzlei, vielleicht sogar von der mächtigen Valerie Statham persönlich, wer weiß wie helfen würde, mich von der Warteliste der Columbia University, auf der ich momentan festhing, direkt in den Stapel mit Zulassungen zu katapultieren. "Es bringt überhaupt nichts, Jura zu studieren, wenn man es nicht an einer Eliteuni wie Columbia macht", hatte Dad mal allen Ernstes am Esstisch zum Besten gegeben. Sogar meine Mutter hatte die Augen verdreht.

Ich stand also oben im Siebenundvierzigsten bis zum Hals in kopierten eidesstattlichen Erklärungen, als Dad in den Kopierraum kam und meinte: "Ich hab von deiner Mom gehört, du bräuchtest einen Smoking."

Eins muss man dem Mann lassen: Wenn er einem ohne Vorwarnung die Faust in den Magen schlägt, dann tut es richtig weh. Ich legte den St

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen