text.skipToContent text.skipToNavigation

Cappuccino Amore von Fülscher, Susanne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.04.2017
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
3,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Cappuccino Amore

Bisher war sich Antonio seiner Sache sicher: ein Cappuccino, ein Lächeln, eine Einladung zum Essen - und die Mädchenherzen lagen ihm zu Füßen. Doch diese Taktik scheint nicht mehr zu funktionieren. Jedenfalls nicht bei Birte. Denn während andere reihenweise auf seine Masche reinfallen, beißt er sich an ihr die Zähne aus. Wurde sie etwa von irgendwem gewarnt? Eine neue Anmachtechnik muss her, und Antonio erkennt sich plötzlich selbst nicht wieder...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 197
    Erscheinungsdatum: 13.04.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955308681
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 735kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Cappuccino Amore

so heiß wie ein buschbrand in den trockensavanne

"Zeig mir die Handtasche eines Mädchens, und ich sag dir, wer sie ist." Antonio klappte den Kragen seines Polohemds hoch, bevor er nach den Tellern mit den Clubsandwichs griff, die ihm sein Kollege in die Durchreiche gestellt hatte.

"Alles klar", erwiderte Karl spöttisch lächelnd. "Und ich kann an der Haarfarbe eines Mädchens erkennen, wie sie im Bett ist."

" Deswegen bist du also mit Jolka zusammen!" Geschickt wie ein Akrobat schichtete Antonio die Teller auf seinem Unterarm. "Rote Haare gleich Leidenschaft gleich Hemmungslosigkeit. Da darf man ja gratulieren, oder?"

"Nur kein Neid", blaffte Karl zurück. "Es gibt in Berlin bestimmt noch mehr rothaarige Mädchen, die bloß darauf warten, sich mit einem gut aussehenden Kellner wie dir einzulassen."

"Unter Garantie. Nur leider steh ich nicht auf Hexen." Antonio konnte es sich nicht verkneifen, hämisch aufzulachen. Er sah noch, wie Karl seine Kochmütze zurechtrückte, dann machte er auf dem Absatz kehrt und eilte, gefolgt von seinem Hund Amore, durch das Café nach draußen. Jolka und gut im Bett ... Bei ihrem kurzen Techtelmechtel im letzten Jahr hatte sie zwar Herzchen für zehn in den Augen gehabt, sich allerdings wie eine Klosterschülerin angestellt.

Es war einer der ersten Tage im Jahr, in denen der Außenbereich des Cafés geöffnet hatte. Trotz schlechten Wetters. Der Himmel war wolkenverhangen, und ein frischer Wind blies von Nordosten. Dennoch hatten es sich drei Mädchen im Schutze der Mauer des Cafés bequem gemacht und tranken Latte macchiato.

"Prego, le Signorine", rief Antonio und stellte die Teller mit einer galanten Bewegung ab. Wie immer, wenn sich die Möglichkeit für einen Flirt bot, sprach er italienisch. Denn - das war eine Art Naturgesetz - Mädchen standen auf Italiener, Spanier und Portugiesen. Irgendwie schien sich in ihren Gehirnwindungen der verquere Gedanke festgesetzt zu haben, dass Südländer die besseren Liebhaber waren. Also hatte sich Antonio (der zumindest schon mal so aussah, als hätte er jenseits der Alpen das Licht der Welt erblickt) vor ein paar Jahren auf das Abenteuer Italienisch eingelassen. Er hatte sich durch Verb-Tabellen, Präpositionen und Zeitabfolgen geboxt, wochen-, monatelang, und zu seinem Erstaunen festgestellt, dass ihm die Paukerei anders als in der Schule Spaß machte. Kurs eins hatte Kurs zwei nach sich gezogen, Kurs zwei Kurs drei, und sein Sprachenschul-Spitzname Antonio Peppino, an einem weinseligen Abend in einer Kneipe entstanden, war nach und nach in sein reales Leben gedrungen. Niemand nannte ihn inzwischen noch Manfred (außer seinen Verwandten vielleicht). An seiner Haustür pappte ein Emailleschild mit dem wohlklingenden Namen Antonio Peppino, Fremden gegenüber stellte er sich als Antonio Peppino vor, und auch die Behörden hatten nach einigem Hickhack und Heckmeck endlich Antonio Peppino als Künstlernamen in seinen Ausweis eingetragen. Antonio machte heute noch drei Kreuze, dass es so gekommen war. Auch wenn er das seiner Mutter so nicht sagen konnte, aber mit dem Namen Manfred Müller war man einfach nur gestraft. Manfred Müller hießen nur Deppen, Hirnis und norddeutsche Fischköpfe - neben seinem lieben Opa Manfred natürlich, der immer noch heimlich Mofas in der Garage frisierte.

"Mille grazie", entgegnete eines der Mädchen, indem sie perfekt das R rollte. Anscheinend kam sie aus dem Land der Herzensbrecher. "Italiano?"

"Ja, äh, irgendwie schon." Antonio verkniff es sich diesmal, auf Italienisch zu antworten. Wenn er sich nicht bereits verraten hatte, würde dem Mädchen spätestens jetzt sein norddeutscher Dialekt auffallen.

"Irgendwie?" Sie beugte sich runter, um den fiependen Amore zu tätscheln.

"Ja! Halb, halb ... Nicht Fisch, nicht Fleisch", wich Antonio aus und lächelte automatisch sein Aufreißer-Lächeln. "Komm, Amore!" Er machte, dass e

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen

    HOFER life eBooks: Die perfekte App zum Lesen von eBooks.

    Hier findest Du alle Deine eBooks und viele praktische Lesefunktionen.