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Colours of Africa von Alpsten, Ellen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.06.2014
  • Verlag: Coppenrath, Münster
eBook (ePUB)
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Colours of Africa

Kenia - das ist für Ava eine Explosion von Farben, Musik und Gefühlen. Seit ihrem ersten Praktikumstag bei einer Hilfsorganisation schwankt sie ständig zwischen den Extremen. Tagsüber arbeitet sie bei einer Initiative, die Kindern im Slum von Nairobi Kunst näher bringen will, und abends stürzt sie sich in das pulsierende Nachtleben der kenianischen Hauptstadt. Dabei lernt sie den charmanten James Cecil kennen, der ihr als Sohn eines reichen Großgrundbesitzers eine völlig neue und dekadente Welt eröffnet. Gleichzeitig bemerkt sie aber, dass sie sich auch zu ihrem Teamleiter Mats hingezogen fühlt. Schon bald sitzt Ava zwischen allen Stühlen und muss sich entscheiden, zu wem und wohin sie wirklich gehört.

Ellen Alpsten wurde 1971 als Tochter eines deutschen Tierarztes in Kenia geboren und studierte nach ihrem Abitur zwei Jahre Jura in Köln, ehe sie an das französische 'Institut d'Etudes Politiques de Paris' wechselte. Nach ihrem Diplom arbeitete sie in London bei den Wirtschaftssendern Bloomberg TV und N24 als Produzentin und Moderatorin und veröffentlichte 2002 ihr Debüt 'Die Zarin' bei Eichborn. Seit 2004, nach der Geburt ihres ersten Sohnes, ist sie als freie Journalistin und Schriftstellerin tätig, u. a. für die FAZ, Spiegel Online und Madame. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 223
    Erscheinungsdatum: 03.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783649620242
    Verlag: Coppenrath, Münster
    Größe: 1569kBytes
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Colours of Africa

Alle, nur ich nicht!

Ava schreckte auf. BIEB, Bieb, machte ihr Laptop, der aufgeklappt neben ihrem Bett auf dem Boden stand. Sie musste noch einmal eingeschlafen sein – schon zum dritten Mal an diesem Tag. BIEB, Bieb . Jemand rief sie über Skype an! Endlich tat sich mal was.

Ava blinzelte in den warmen August-Sonnenschein. Es war der erste sonnige Tag nach wochenlangem Regen, doch die gelbe Sau am Himmel konnte ganz schön nerven! Beinahe fünf Uhr nachmittags, verriet ihr ein Blick auf den altmodischen Wecker, der auf ihrem Nachttisch stand. BIEB, Bieb!

Jajajajaja ... JA! Ava streckte sich nach dem Computer, zog ihn zu sich und sah auf den Bildschirm. Camille ruft an , sagte die Skype-Anzeige.

Avas Herz machte einen kleinen Sprung. Sie hatte schon lange nichts mehr von ihrer Freundin Camille aus Paris gehört. Hatte sie ebenfalls ihr Abitur bestanden? Klar hatte sie das! Camille war immer eine Musterschülerin gewesen. Aber eben dennoch cool. Sie hatte stets das gemacht, was sie wirklich wollte – gegen alle Widerstände. Ava drückte auf Antworten und dann schnell auf die Kamera-Taste, obwohl sie aussah wie ein Schwein: Haare ungekämmt, Pickel am Kinn, Zähne nicht geputzt. Machte nichts. Das musste eine Freundschaft aushalten.

"Oui, Camille?", sagte sie.

"Ava, super, dass du da bist! Regnet es bei euch?"

Ava warf einen Blick aus dem Fenster, in den strahlend blauen Himmel. Affenhitze herrschte, zum ersten Mal seit Wochen. "Ausnahmsweise nicht, wieso?"

"Na, weil du mitten am Tag so zu erreichen bist. Solltest du nicht zum Baden am See sein?"

"Hm. Vielleicht. Wir waren gestern Nacht noch lange aus", – eine glatte Lüge, denn sie hatte bis in die frühen Morgenstunden DVDs auf ihrem Computer geschaut –, "und mir tun vom Tanzen alle Muskeln weh. Ich werde halt alt."

"Ava!", lachte Camille, und Ava fiel auf, wie gut ihre Freundin aussah. Sie trug ein kleines weißes Hängekleid und hatte sich die dunkelblonden Haare zu losen Zöpfen um den Kopf geschlungen, was ganz süß aussah.

"Aber warum bist du denn zu Hause vor dem Computer, Camille? Solltest du nicht auf dem Land bei deinen Großeltern sein?" In Paris waren immer alle auf dem Land, à la campagne , sobald nur ein Wochenende oder eben die großen Ferien nahten.

"Sollte ich. Aber ich wollte hier sein, wenn der Brief kommt."

Ava schwante Übles. Nein, nicht auch noch Camille! Verräterin. Sie vertrieb den Gedanken und lächelte tapfer in die Kamera ihres Laptops.

"Welcher Brief denn?" Ihre Stimme klang rau. Sie versuchte zu schlucken und bereitete ihr Gesicht auf einen Ausdruck freudiger Anteilnahme vor, obwohl sie am liebsten Galle gespuckt hätte. Das ging nicht speziell gegen Camille, sondern einfach gegen alle und alles.

Camille presste ein Papier gegen die Kamera ihres Computers, sodass alles sich in einen weißen Nebel hüllte, und kreischte plötzlich los: "Ich hab's geschafft!! Ich bin angenommen! Ich werde Medizin studieren! Aaaaah!"

Ava fiel kameradschaftlich in ihr Kreischen mit ein. Alles andere wäre grenzwertig asozial und unverzeihlich gewesen.

"Félicitations, Camille!", sagte sie und es klang echt. Fand Ava zumindest. Ganz herzlichen Glückwunsch. Die Worte schmeckten sauer wie Sodbrennen.

Camille zog den Brief von der Kamera weg, sprang auf und drehte eine Pirouette. Dann ließ sie sich wieder lachend auf ihren Platz plumpsen. "Dir wollte ich es als Erste sagen. Und jetzt kann ich Koffer packen und zu meinen Gro&szl

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