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Cupcakes und Vanilleküsse von Girod, Anke (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.07.2018
  • Verlag: Oetinger Taschenbuch
eBook (ePUB)
7,99 €
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Cupcakes und Vanilleküsse

Schlimmer geht's nicht! Gwen musste mit ihrer Familie aufs Land ziehen, mitten in den Ferien. Und dann macht auch noch ihr Freund Schluss, weil er beschließt, dass Fernbeziehungen einfach nichts für ihn sind. Gwen beschließt, gegen Liebeskummer und Einsamkeit hilft nur eins: backen! Und sie hat echt Talent: Ihre Cakepops und Muffins sind der Hit. Spontan ruft sie einen Back-Blog ins Leben und gewinnt schnell immer mehr Follower. Und einer erweist sich als besonders nett. 'Ben-der-Bäcker' kommentiert all ihre Beiträge, und bald lässt jede neue Nachricht von ihm Gwens Herz höherschlagen. Als dann ein Backwettbewerb im Fernsehen ausgeschrieben wird, ermuntert Ben sie, teilnzunehmen. Gwen bekommt Panik. Kann sie das schaffen? Und wird Ben sie noch mögen, wenn sie das erste Mal voreinander stehen? Frisches und emotionales Wohlfühlbuch mit tollen Rezepten zum Nachbacken für moderne Mädchen, mit oder ohne Liebeskummer!

Anke Girod arbeitete über 13 Jahre als Lehrerin und Mitglied der Leitung an verschiedenen Schulen in Hamburg und Schleswig-Holstein, zudem war sie als systemischer Coach Begleiterin von Lehrern, Referendaren und Eltern. Sie unterrichtete als Dozentin an der Universität in Hamburg, ihr Fachgebiet ist konstruktive Kommunikation. Sie hatte schon immer eine Schwäche für fantasievolle, humorvolle Geschichten mit Illustrationen, die den Leser in fantastisch schöne und spannende Welten eintauchen lässt. So liebt sie das kribbelige Gefühl im Bauch, wenn die Buchfiguren 'aufstehen' und Teil des eigenen Lebens werden. Als Emma Ryan half sie Sängerin und YouTube-Star Anna Blue beim Sichten und Sortieren ihrer Tagebuchnotizen. Anke Girod lebt mit ihrem Mann, zwei Kindern und einem Kater in Hamburg. Miri, 83 geboren, wuchs in Spanien und Deutschland auf. Sie studierte Kunst & Multimedia an der City University of New York, an welcher sie später auch dozierte. Anschließend machte Miri den Master of Fine Art, Magna cum Laude, in Illustration am Fashion Institute of Technology. 2009 erhielt sie das Peggy Guggenheim Stipendium in Venedig und 2011 den Holly T. Popper Award in New York. Miri illustrierte unter anderem Cover und Poster für die deutsche Musikindustrie, die Welt und den DuMont Buchverlag in Köln wo sie mit ihrem Ehemann momentan auch lebt und arbeitet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 19.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864180583
    Verlag: Oetinger Taschenbuch
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Cupcakes und Vanilleküsse

Kapitel 1

Gwen schaukelte so hoch in die Luft, dass ihre langen Locken immer noch Millisekunden über ihr schwebten wie eine breite Krone. Tief sog sie den Geruch des Bodens und des Baumharzes ein, als handele es sich um ein gelungenes Parfüm.

" Forest to go Eau de Parfum - hilft sogar gegen Liebeskummer", murmelte sie vor sich hin. Das wäre doch ein passender Werbeslogan!

Durch den Umzug lagen jetzt hundert Kilometer zwischen ihr und Kenu. Und trotzdem blitzte schon wieder sein Lachen in ihrer Erinnerung auf wie ein vorlauter Stern, der sich zwischen einer finsteren Wolkendecke hervormogelte.

Sie holte erneut mit den Beinen aus. Das Knistern und Knacken der Zweige und die Vogelstimmen in den Baumwipfeln vermischten sich in ihren Ohren zu einer feinen Sinfonie.

Vor zwei Wochen hatte sie die alte Buche mit der provisorisch angebrachten Schaukel im Wald entdeckt. Kaum jemand schien diesen Ort zu kennen. Und so hatte Gwen begonnen, ihn als ihren persönlichen Rückzugsort zu lieben. Eigentlich war sie natürlich zu alt für Elemente von Kinderspielplätzen. Aber das hier war etwas anderes! Das hier zählte eher als Spa-Bereich, es bedeutete Entspannung pur für sie.

Sie schloss die Hände noch fester um die Taue, die sich angenehm rau auf ihrer Haut anfühlten.

Plötzlich hörte sie ein Knacken. Ihr ganzer Körper spannte sich an, und ihr Herz fing wild an zu klopfen. Sie versuchte, in das Dickicht hinter sich zu spähen, was beim Schaukeln gar nicht so einfach war. Da! Hatte sich da gerade etwas bewegt?

"Hallooooo?", rief sie mit zitternder Stimme.

Nichts rührte sich. Sie katapultierte sich mit einem Sprung nach vorn und landete einigermaßen trittsicher auf ihren Sneakers. Noch einmal drehte sie sich dem Dickicht zu und fixierte die Baumreihen. Nichts.

Nur die üblichen Nadel- und Laubbäume in satten Grüntönen. Goldene Sonnenstrahlen drangen durch die Baumwipfel und beleuchteten den moosigen Grund, wie kleine Licht-Spots. Ruhe ging von diesem Bild aus, das Gwen seit Kurzem so mochte.

Doch gerade konnte sie das ganz und gar nicht genießen. Sie wollte nur noch weg!

Auf ihrem Mountainbike überwand Gwen geschickt die Steine und Wurzeln des Waldweges. Ein beständiges Vibrieren lief über die Räder durch Gwen hindurch, als seien sie und das Mountainbike miteinander verschweißt.

Als sie endlich das hölzerne Gartentor mit dem Vorderrad aufstieß, hatte sie einen persönlichen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt.

Sie warf das Rad auf den Rasen vorm Haus und sah über den weißen Zaun zu dem Wäldchen zurück. Es schloss direkt an ihren Garten an, und bisher hatte sie das als den einzigen Pluspunkt des Umzugs empfunden. Den erdig-holzigen Geruch, die Radtouren, die Schaukel.

Aber heute erschien ihr der Wald dunkler als sonst. Und täuschte sie sich, oder zog die kühle Luft aus den Schatten bis zu ihr? Sie schüttelte sich und ließ sich neben ihrem Rad in eine Kolonie Gänseblümchen sinken. Mit den Fingern fuhr sie durch die Halme und griff fest zu, als könnten die grünen Stängel ihr Halt geben.

Wieder einmal drängte sich Kenu in ihre Gedanken, und dieses Mal ließ er sich auch nicht vertreiben. Wenn sie nur nicht ihr Herz gleich total an ihn gehängt hätte! Gwen schluckte. Sie war gar nicht darauf gekommen, dass es ihm vielleicht anders gehen könnte. Jahrelang hatte sie heimlich für ihn geschwärmt. Für sie gab es nur diesen einen Jungen auf der Welt. Und dann, vor sechs Monaten, wurde alles auf einmal so magisch. Er schien sich auch rettungslos in sie verliebt zu haben. Es hatte sich angefühlt, als könnten sie alle Hürden zusammen nehmen. Komme, was wolle.

Ihr Herz war so lange besetzt gewesen. Besetzt von jemandem, der sie bei den ersten Problemen sofort fallen gelassen hatte.

Ihr Blick schweifte wieder zu der Waldgrenze. Und was war das vorhin auch noch für ein merkwürd

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