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Das Böse, das wir lieben Legenden der Schattenjäger-Akademie (5) von Clare, Cassandra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.08.2015
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Das Böse, das wir lieben

Alles Böse hat seinen Ursprung an einem einzigen Punkt und Simon erfährt, wie der Zirkel rund um Valentin Morgenstern entstanden ist. Jetzt endlich kann die Akademie sich eingestehen, was geschah, als Valentin noch ein Schüler war. Cassandra Clare wurde in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Ihre Reihe Chroniken der Unterwelt sowie die zweite Reihe Chroniken der Schattenjäger wurden auf Anhieb zu internationalen Erfolgen, ihre Bücher stehen weltweit auf den Bestsellerlisten. Cassandra Clare lebt mit ihrem Mann, ihren Katzen und einer Unmenge an Büchern in einem alten viktorianischen Haus in Massachusetts. Foto: Kelly Campbell © S&SInc

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 89
    Erscheinungsdatum: 27.08.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401805047
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 553 kBytes
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Das Böse, das wir lieben

Obwohl der Unterricht für dieses Schuljahr vorüber war, fand die Akademie immer wieder neue Mittel und Wege, ihre Schüler zu quälen.

"Was glaubt ihr, worum es diesmal geht?", fragte Julie Beauvale, während sie sich auf den unbequemen Holzbänken im Großen Saal niederließen. Die Schulleitung hatte die gesamte Schülerschaft, Schattenjäger und Irdische, zu einer Vollversammlung am frühen Montagmorgen zusammengerufen.

"Vielleicht hat man endlich beschlossen, alle Plebs rauszuschmeißen", sagte Jon Cartwright. "Besser spät als nie."

Simon war zu müde und zu entkoffeiniert für eine schlagfertige Antwort. Also knurrte er: "Leck mich, Cartwright."

George schnaubte nur verächtlich.

Im Laufe der vergangenen Monate mit all den gemeinsamen Unterrichtsstunden, Trainingseinheiten und Dämonenjagd-Katastrophen war ihre Klassengemeinschaft ziemlich zusammengewachsen - insbesondere die kleine Gruppe von Schülern in Simons Alter: George war natürlich George, Beatriz Mendoza war erstaunlich sanft für eine Schattenjägerin und selbst Julie hatte sich als etwas weniger patzig entpuppt, als sie nach außen hin vorgab. Aber Jon Cartwright ... Schon bei ihrer allerersten Begegnung war Simon zu dem Schluss gekommen, wenn das Äußere der Persönlichkeit entsprechen würde, dann sähe Jon Cartwright aus wie ein Pferdearsch. Unglücklicherweise gab es in dieser Welt keine Gerechtigkeit und Jon war stattdessen das Abbild einer wandelnden Ken-Puppe. Manchmal täuschte der erste Eindruck, aber manchmal bekam man auch sofort einen tiefen Einblick in die Seele eines Menschen und Simon war sich heute noch genauso sicher wie bei ihrer ersten Begegnung: Jons Seele war ein Pferdearsch.

Gönnerhaft klopfte Jon Simon auf die Schulter. "Ich werd deine geistreichen Antworten in den Sommerferien vermissen, Lewis."

"Und ich werde hoffen, dass du in den Sommerferien von einem Spinnendämon gefressen wirst, Cartwright."

George schlang einen Arm um die beiden, grinste wie ein Irrer und summte: " Can You Feel the Love Tonight?"

Allem Anschein nach hatte George sich den Geist der Kameradschaft und des gemeinsamen Feierns in letzter Zeit etwas zu eifrig zu eigen gemacht.

Am vorderen Ende des Saals räusperte Dekanin Penhallow sich vernehmlich und blickte demonstrativ in ihre Richtung. "Wenn ich dann um etwas Ruhe bitten darf?"

Die Schülermenge schwatzte ungerührt weiter, Dekanin Penhallow räusperte sich wieder und wieder und bat nervös um Ruhe und das Ganze hätte so den gesamten Vormittag weitergehen können, wenn Delaney Scarsbury, ihr Oberausbilder, nicht auf einen Stuhl gestiegen wäre. "Hier herrscht augenblicklich Ruhe oder jeder von euch absolviert einhundert Liegestütze!", donnerte er. Sofort erstarb jedes Gespräch im Saal.

"Vermutlich habt ihr euch alle gefragt, womit ihr euch den Rest des Schuljahrs hindurch beschäftigen werdet - nun, da die Prüfungen hinter euch liegen", sagte Dekanin Penhallow, wobei sie ihre Stimme am Ende des Satzes anhob. Dadurch klang fast jede ihrer Aussagen wie eine Frage. "Ich denke, ihr werdet den Gastredner dieser Woche bestimmt alle wiedererkennen?"

Ein einschüchternd großer Mann mit breiter Brust und in grauer Robe erklomm das improvisierte Podium. Ein überraschtes Keuchen ging durch den Saal.

Auch Simon schnappte nach Luft, allerdings nicht wegen des Erscheinungsbilds des Inquisitors, sondern wegen des Mädchens, das hinter ihm hertrottete, den Blick grimmig auf seine Robe geheftet, als hoffte sie, diese auf telepathischem Wege in Flammen aufgehen zu lassen. Ein Mädchen mit langen, seidig-schwarzen Haaren und unergründlichen braunen Augen: die Tochter des Inquisitors ... bei Freunden, Verwandten und beschämend abgewiesenen Ex-Freunden auch bekannt als Isabelle Lightwood.

George stieß Simon mit dem Ellbogen an. "Siehst du, was ich sehe?", flüsterte er. "Brauchst du ein Taschentuch?"

Simon musste unwillkürlich an das letzte

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