text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Das Geheimnis von Ashton Place 5: Wild währt am längsten von Wood, Maryrose (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.10.2015
  • Verlag: Thienemann Verlag GmbH
eBook (ePUB)
11,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Das Geheimnis von Ashton Place 5: Wild währt am längsten

Aufregung in Ashton Place: Lady Constance erwartet ein Baby! Doch wird der Ashton-Sprössling ebenfalls bei Vollmond bellen und andere sonderbare Eigenheiten seines Vaters annehmen? Um die Beschwerden der zukünftigen Mutter zu lindern, bekommt diese mitten im Winter eine Kur in die Küstenstadt Brighton verordnet. Penelope hofft, endlich hinter das Geheimnis ihrer wilden Schützlinge zu kommen. Denn sie weiß, dass das Schicksal der drei Unerziehbaren auf seltsame Art und Weise mit dem der Familie Ashton in Verbindung steht. Doch was hat die wilde Familie Babushkinov mit alldem zu tun? 'Ein wildes Abenteuer!' - Die besten 7, Deutschlandfunk Maryrose Wood wuchs auf Long Island auf. Sie arbeitete viele Jahre als Schauspielerin und Regisseurin und ist als Bühnenautorin für das Theater preisgekrönt. Ihre vielfältigen Theatererfahrungen sind auch in ihren Romanen spürbar - in lebensnah-sympathisch gezeichneten Charakteren und sprühender Situationskomik. Maryrose Wood lebt mit ihren zwei Kindern, zwei Katzen und einem kleinen Hund in New York. Die Autorin freut sich über einen Besuch auf ihrer Website: www.maryrosewood.com

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 12.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783522610582
    Verlag: Thienemann Verlag GmbH
    Größe: 6680 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Das Geheimnis von Ashton Place 5: Wild währt am längsten

Ein winterlich kahler Familien-Stammbaum

"NEIN, SIE HABEN KEINE GRIPPE. Auch keinen Wasserbauch oder gar Vapeurs - Ihnen sind keine Dämpfe ins Gehirn gestiegen!" Der Arzt warf Lady Constance einen säuerlichen Blick zu. "Und ganz sicher leiden Sie nicht an Windpocken. Gott sei Dank! Eine widerwärtige Krankheit, wenn Sie mich fragen. Das ständige Jucken und Kratzen."

Der Name des Arztes lautete Dr. Charles Veltshmerz. Er war ein übellauniger, reizbarer Mann, also wahrlich kein Mensch, von dem man erwarten würde, dass er sich tagein, tagaus um Kranke kümmerte. Wegen seines ruppigen Tons und weil ihm jegliches Mitleid abging, fühlten sich die Patienten nach seinem Besuch sehr viel schlechter als zuvor; und so setzten sie eine tapfere Miene auf und erhoben sich unter heldenhaften Anstrengungen von ihren Krankenbetten, nur damit sie den unangenehmen Doktor nie mehr wiedersehen mussten.

Natürlich schrieb man diese Wunderheilungen der ärztlichen Kunst des Doktor Veltshmerz zu, und sein Ansehen wuchs, bis er als der beste Arzt in der gesamten Grafschaft galt.

Falls uns nicht eine überraschende Krankheit heimsucht, werden auch wir Dr. Veltshmerz kein zweites Mal begegnen. Ja, wir geben unser Bestes, eine solche tunlichst zu vermeiden, und je weniger Worte wir über ihn verlieren, desto besser. Es ist überflüssig, von seiner Lieblingsspeise zu berichten (Brotpudding) oder seinem Lieblingstanz (eigentümlicherweise die Polka, ein verblüffend fröhlicher Tanz für einen derart griesgrämigen Mann). Auch der Kosename, den er als Kind seinem allerliebsten Kuscheltier gab, ist für unsere Geschichte völlig belanglos. (Schnucki-I-Ah, ein Plüschesel, war jahrelang - sehr viel länger, als er es zugeben mochte - der beste Freund des kleinen Charlie. Er begleitete ihn sogar an die medizinische Hochschule, was bislang ein wohlgehütetes Geheimnis war.)

Nein, keine dieser Informationen über Dr. Veltshmerz sind auch nur im Entferntesten erwähnenswert und ihr solltet sie schnurstracks wieder aus dem Gedächtnis verbannen. Wichtig ist allerdings die Bedeutung seines Namens, die allen gebildeten Menschen ein Begriff sein sollte. (Ihr habt sicher schon gemerkt, dass Veltshmerz wie das deutsche Wort "Weltschmerz" klingt, und das bedeutet - aber mehr dazu später. Erst einmal muss Lady Constance ihre Diagnose erfahren und Geduld zählte noch nie zu ihren Stärken.)

Ein jämmerlicher Schrei ertönte von der Chaiselongue im Gesellschaftszimmer von Ashton Place. Dr. Veltshmerz runzelte die Stirn und hängte sich sein Stethoskop um den Hals. "Lady Ashton, muss ich Sie daran erinnern, dass Sie ein Kind erwarten? In Ihrem Bauch wächst ein Eindringling heran, der sich nicht im Geringsten darum schert, ob er Ihnen Beschwerden bereitet. Das kleine Ungeheuer ist viel zu sehr damit beschäftigt, mit seinen teuflischen Füßchen um sich zu treten und mit seinen winzigen, unbarmherzigen Fäusten zu boxen. Gestatten Sie ..." Er presste ihr das Stethoskop an die Brust und lauschte. "Ihr Herzschlag ist kräftig wie der eines Ochsen. Ihre Verdauungsbeschwerden, die Erschöpfung und anderen Leiden verdanken Sie allein diesem vermaledeiten kleinen Schmarotzer."

"Ich würde mich kaum elender fühlen, wenn ich einen Ochsen gegessen hätte." Lady Constance ließ sich mit opernhafter Ermattung auf das Sofa zurücksinken. "Ständig habe ich Hunger, aber ein einziger Bissen genügt und schon fühle ich mich seekrank. Wie lange muss ich diese grässlichen Qualen noch ertragen?"

"Bis zum Frühjahr, wenn das Baby auf die Welt kommt. Dann dürfen Sie über ganz andere und schlimmere Qualen jammern!", erklärte Dr. Veltshmerz mit einem heiteren Tonfall, als ob ihm diese Ankündigung Freude bereitete.

"Im Frühjahr? Aber wir haben erst Januar!" Lady Constance versuchte, sich aufzurichten, aber es gelang ihr erst, als Mrs Clarke, die Haushälterin von Ashton Place, ihr hilfsbereit von hinten ei

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen