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Der Bienenjäger von Cooper, James Fenimore (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.06.2016
  • Verlag: RUTHebooks
eBook (ePUB)
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Der Bienenjäger

James Fenimore Cooper - Der Bienenjäger 'Der Bienenjäger' ist ein Abenteuerroman von James Fenimore Cooper aus dem Jahre 1848. 'Unsere Erzählung fällt in das Jahr 1812. Der schöne Julimonat war fast zu Ende, die Sonne näherte sich bereits den westlichen Grenzen einer Waldgegend, als die Personen der Eröffnungsscene auf einer Bühne auftraten, die einer genauern Beschreibung würdig ist. Die Gegend war, in einem Sinne, wild, bot aber ein Bild dar, welches nicht ohne einige der lebendigsten, gefälligsten Züge der Civilisation waren. Der Boden war ein 'rollender', wie man es bei uns zu nennen pflegt, weil man darin eine Ähnlichkeit mit dem Meere finden will, wenn es sich in bangen Wellen daher wälzt. Obgleich eine Waldgegend, war sie nicht, wie die amerikanischen Wälder gewöhnlich sind, deren hohe, schlanke Bäume dem Lichte entgegenstehen, sondern sie hatte Zwischenräume zwischen den niedrigen Eichen, welche sich weit und breit hinzogen und mit jener Nachlässigkeit zerstreut schienen, die man wohl auf Geländen gewahrt, wo die Kunst sich dem Charakter der Natur zu nähern strebt. Die Bäume waren, mit sehr wenigen Ausnahmen, Bosquet-Eichen, eine kleine Varietät einer sehr ausgedehnten Klasse, und die stets unregelmäßigen und oft ungemein schönen Zwischenräume haben den Namen Lichtungen (openings) erhalten, von der Verbindung der beiden Ausdrücke leitet sich der Name dieser besonderen Art heimischer Wälder ab, welche man 'Eichen-Lichtungen' nennt. Diese Wälder, welche gewissen Landstrichen so eigentümlich sind, haben zwar im Ganzen einen ziemlich einförmigen Charakter, sind aber nicht ohne eine wechselnde Mannigfaltigkeit. Die Bäume sind ziemlich gleicher Größe, nicht viel höher als Birnbäume, mit welchen sie überhaupt in Bezug auf die Form viel Ähnliches haben, während der Stamm selten mehr als zwei Fuß im Durchmesser hat. Die Abwechslung besteht in der Art der Vertheilung. Zuweilen stehen sie so regelmäßig wie die Bäume in einem Obstgarten, dann sind sie wieder mehr zerstreut und ordnungslos, während man andererseits weite Landstrecken sieht, wo sie in einzelnen Schlägen mit freien Räumen stehen, die mit künstlichen Rasenplätzen große Ähnlichkeit haben und mit frischem Grün bedeckt sind. Diese Grasplätze sollen von den Feuern herrühren, welche die Indianer von Zeit zu Zeit anmachen, um ihre Jagdgründe zu lichten ...' Für RUTHeBooks Klassiker lassen wir alte oder gar schon vergriffene Werke als eBooks wieder auferstehen. Wir möchten Ihnen diese Bücher nahe bringen, Sie in eine andere Welt entführen. Manchmal geht das einher mit einer für unsere Ohren seltsam klingenden Sprache oder einer anderen Sicht auf die Dinge, so wie das eben zum Zeitpunkt des Verfassens vor 100 oder mehr Jahren "normal" war. Mit einer gehörigen Portion Neugier und einem gewissen Entdeckergeist werden Sie beim Stöbern in unseren RUTHeBooks Klassikern wunderbare Kleinode entdecken. Tauchen Sie mit uns ein in die spannende Welt vergangener Zeiten!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 07.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959232241
    Verlag: RUTHebooks
    Größe: 646 kBytes
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Der Bienenjäger

Erstes Kapitel

Wie fordern emsig, Stund' um Stunde Die kleinen Bienen ihr Gedeih'n, Und sammeln sich in weiter Runde Von jeder Blume Honig ein!
Watts



Wir haben den berühmten Wasserfall von Niagara oft ein Wunder der Schöpfung nennen hören. Die Gewalt, welche nahe in die Sinne fallende Gegenstände über manche Menschen üben, beweist nur, dass die Phantasie des minder Begabten durch neue, als durch weniger auffallende, obgleich unendlich erhabenere Bilder leichter zu erregen ist. So scheint es in der Tat seltsam, dass man eine der Erscheinungen der Erde mehr bewundert, als die Erde selbst, oder dass man die Macht dessen anstaunt, welcher die Erde geschaffen hat, während jede Nacht uns ein mit anderen Welten, welche gleichfalls das Werk seiner Hand sind, ausgelegtes Firmament vor Augen führt.

Dennoch liegt in der genaueren Betrachtung der geringsten Werke der Weisheit und Allmacht Gottes ein Beweggrund zur Anbetung. Das Blatt ist für uns in Bezug auf fernliegende Gründe etwas ebenso Unbegreifliches, ein ebenso würdiger Gegenstand der Bewunderung, wie der Baum, an welchem er wächst, der einzelne Baum läßt uns die Unzulänglichkeit unseres Wissens und Forschens ebenso eindringlich gewahren, wie der ganze Wald, und obgleich eine Mannigfaltigkeit, welche grenzenlos zu sein scheint, überall vorherrscht, sehen wir doch in der Eichel, sowie in dem knotigen Aste, an welchem sie wächst, dasselbe bewundernswürdige Verhältnis zwischen Zweck und Mittel, dieselbe gütige Umsicht und dieselbe wohlwollende Weisheit.

Die amerikanischen Wälder sind so oft geschildert worden, dass man Anstand nimmt, Szenen von Neuem zu malen, welche vielleicht schon zu oft da waren, um Bilder wieder aufzufrischen, welche der Phantasie der Leser schon mehrfach vorgeführt worden sind. Aber Gott hat die Wälder geschaffen, und unerschöpflich sind die Gegenstände, welche seine Güte uns bietet. Selbst das Meer mit seiner grenzenlosen Wasseröde hat sich an Schönheiten und Wundern jeder Art reich erwiesen, und wer sich noch einmal mit uns in die jungfräulichen Wälder dieses ausgedehnten Landes versenken will, entdeckt vielleicht neue Gegenstände der Bewunderung, neue Gründe, das erhabene Wesen anzubeten, welchem Alles, das Weltall, wie dessen kleinstes Teilchen, das Dasein verdankt.

Unsere Erzählung fällt in das Jahr 1812. Der schöne Julimonat war fast zu Ende, die Sonne näherte sich bereits den westlichen Grenzen einer Waldgegend, als die Personen der Eröffnungsscene auf einer Bühne auftraten, die einer genauern Beschreibung würdig ist.

Die Gegend war, in einem Sinne, wild, bot aber ein Bild dar, welches nicht ohne einige der lebendigsten, gefälligsten Züge der Zivilisation waren. Der Boden war ein 'rollender', wie man es bei uns zu nennen pflegt, weil man darin eine Ähnlichkeit mit dem Meere finden will, wenn es sich in bangen Wellen daher wälzt. Obgleich eine Waldgegend, war sie nicht, wie die amerikanischen Wälder gewöhnlich sind, deren hohe, schlanke Bäume dem Lichte entgegenstehen, sondern sie hatte Zwischenräume zwischen den niedrigen Eichen, welche sich weit und breit hinzogen und mit jener Nachlässigkeit zerstreut schienen, die man wohl auf Geländen gewahrt, wo die Kunst sich dem Charakter der Natur zu nähern strebt. Die Bäume waren, mit sehr wenigen Ausnahmen, Bosquet-Eichen, eine kleine Varietät einer sehr ausgedehnten Klasse, und die stets unregelmäßigen und oft ungemein schönen Zwischenräume haben den Namen Lichtungen ( openings ) erhalten, von der Verbindung der beiden Ausdrücke leitet sich der Name dieser besonderen Art heimischer Wälder ab, welche man 'Eichen-Lichtungen' nennt.

Diese Wälder, welche gewissen Landstrichen so eigentümlich sind, haben zwar im Ganzen einen ziemlich einförmigen Charakter, sind aber nicht ohne eine wechselnde Mannigfaltigkeit. Die Bäume

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