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Der Junge aus dem Meer Roman von Friedman, Aimee (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.06.2011
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)

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Der Junge aus dem Meer

Miranda ist ein Genie in den Naturwissenschaften - und nicht so genial im Umgang mit Jungs. Deshalb ist sie froh, mit ihrer Mutter einen ruhigen Sommer auf Selkie Island zu verbringen. Doch die Insel mit ihrer mythischen Vergangenheit stellt Miranda vor Herausforderungen, die sie mit Logik nicht lösen kann ... Und dann trifft sie Leo, der alles auf den Kopf stellt, was Miranda über Jungs, Freundschaft und Realität zu wissen glaubte! Einfühlsam erzählte Geschichte um ein Mädchen auf der Suche nach sich selbst auf einer kleinen, verschrobenen Insel, die mit ihren eigenartigen Bewohnern und dem unergründlichen Ozean viele Geheimnisse in sich birgt. Aimee Friedman aufgewachsen in Queens, New York, in einem Appartement voller Bücher, debütierte 2005 mit dem New York Times Bestseller South Beach. Sechs weitere Romane folgten; Der Junge aus dem Meer ist ihr aktuellstes Werk. Die renommierte Jugendbuchautorin lebt, arbeitet und schreibt in Manhattan.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 14.06.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841202321
    Verlag: Aufbau Verlag
    Originaltitel: Sea Change
    Größe: 2416 kBytes
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Der Junge aus dem Meer

" Kapitel 12 Unmöglichkeiten (S. 196-1197)

Ich wachte auf und war fest entschlossen. Es war Freitag. Die Sonne drang durch die rosafarbenen Vorhänge und ich würde ohne Umwege direkt zum Research Center gehen und Leo treffen. Ich musste nur warten, bis das Meereskundezentrum mittags aufmachte. Aber als ich auf meinen Wecker neben dem Bett sah, stellte ich fest, dass es halb eins war. Abrupt setzte ich mich auf. Ich war überrascht: So lange hatte ich seit Gregs Schulabschlussparty im Mai nicht mehr geschlafen.

Die Feuerwerke und meine Offenbarung der letzten Nacht hatten mich sichtlich geschlaucht. Als ich nach dem Haarband an meinem Handgelenk fasste, berührte ich stattdessen das kühle Metall von Cee- Cees Armband. Richtig. Obwohl ich CeeCees Kleid noch ausgezogen hatte, bevor ich ins Bett gefallen war, hatte ich vergessen, den Schmuck abzunehmen. Jetzt wirkten die glänzenden Anhänger wie Mahnzeichen. Ich erinnerte mich, wie Bobbys Boot anscheinend eine halbe Ewigkeit über das Wasser gedümpelt war und wie dann, als wir schließlich angelegt hatten, alle entweder nackt im Wasser schwimmen oder in Bobbys Haus Bier trinken wollten.

Ich hatte bei des abgelehnt und mich fix von einem verwirrt drein schauenden T. J., einer bestürzt wirkenden CeeCee, einer triumphierend lächelnden Virginia und den anderen verabschiedet, bevor ich zum Alten Seemann zurückgelaufen war. Ich nahm das Armband ab, schlüpfte in meiner mit blauen Walen bedruckten Pyjamahose und dem weißen Tanktop aus dem Bett und lief in den Flur. Die typischen Geräusche von Moms lärmender Geschäftigkeit unten fehlten.

Auf der anderen Straßenseite mähte irgendjemand den Rasen, doch im Alten Seemann war es ganz still. Ich spähte über das Geländer in die leere Vorhalle nach unten. Mom war vielleicht losgegangen, um Erledigungen zu machen, doch meine Intuition führte mich zu ihrer Schlafzimmertür, die halb offen stand. Auf Zehenspitzen beugte ich mich vor, spähte mit angehaltenem Atem ins Zimmer und entdeckte meine Mutter schlafend in dem grünen Himmelbett. Mit ihrem über die Kissen gebreiteten Haar und ihren entspannten Zügen sah sie erstaunlich verletz lich und jung aus. Fast wie das kleine Mädchen auf dem Foto unten.

Leicht geschockt zog ich mich zurück. Wenn Verschlafen schon seltsam bei mir war, so war es bei Mom noch viel merkwürdiger. Ich hatte gestern Abend meinen Ersatzschlüssel benutzt, um ins Haus zu kommen, und war somit nicht sicher, um welche Zeit sie zurückgekommen war. Was hatte sie bloß gemacht? Ich wollte nicht darüber nachdenken. Also stürzte ich ins Badezimmer, um mich zu waschen. Ich drehte den Wasserhahn auf – mittlerweile kam sauberes Wasser heraus – und erschrak beim Anblick in den goldgerahmten Spiegel. Meine Haare hatten sich durch den Schlaf verknotet und standen wild ab, mein Augen-Make-up war verschmiert und rauchgrau und meine Lippen leuchteten noch immer in munterem Rot. Ich schüttelte den Kopf; bevor ich mich im Meereskundezentrum sehen lassen konnte, wäre wohl eine Dusche nötig."

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