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Der Junge mit dem großen schwarzen Hund von Schumacher, Hildegard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.08.2012
  • Verlag: EDITION digital
eBook (PDF)
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Der Junge mit dem großen schwarzen Hund

Als Ulf dem großen schwarzen Hund begegnet, schließt er ihn sofort in sein Herz. Nepomuk nennt er das zutrauliche Tier - und nimmt es mit nach Hause. Doch in der kleinen Neubauwohnung kann der große Schwarze nicht bleiben... Um Nepomuk zu retten, weiß Ulf eines Tages keinen anderen Ausweg mehr, als mit ihm zu fliehen. Unterwegs lernt er den alten Oscar kennen, einen kauzigen, gutmütigen Mann, der vor der Stadt in einer Laube wohnt. Oscar ist bereit, Nepomuk aufzunehmen - aber er stellt Bedingungen. Diese Abmachungen haben es in sich, sind für Ulf gar nicht so einfach zu erfüllen. Eine aufregende Zeit beginnt für den Jungen. Dann kommt ihm auch Sabine noch auf die Schliche - aber das ist eigentlich etwas recht Erfreuliches. Das 1981 erstmals beim Kinderbuchverlag Berlin erschienene Buch wurde 1986 von der DEFA verfilmt (mit Kurt Böwe, Regie und Drehbuch: Hannelore Unterberg). Hildegard und Siegfried Schumacher Siegfried Schumacher wurde am 9. August 1926 in Oderberg/M. geboren, wo er auch die ersten vier Grundschulklassen besuchte. 1937 zogen seine Eltern nach Bad Freienwalde, wo er das Gymnasium mit dem Notabitur abschloss. 1943 wurde er zur Marine einberufen. Nach Krieg und Kriegsgefangenschaft wurde er Neulehrer. Hildegard Schumacher wurde am 10. September 1925 in Eberswalde geboren. Sie besuchte die Lehrerbildungsanstalt und arbeitete seit 1964 als Lehrerin. Hildegard und Siegfried Schumacher heirateten 1947. Beide studierten am Institut für Literatur "Johannes R. Becher" in Leipzig und lebten seit 1962 als freischaffende Künstler in Bad Freienwalde. Gemeinsam schrieben sie Kinder- und Jugendbücher und gründeten 1964 in Bad Freienwalde und im Bezirk Frankfurt/Oder Zirkel schreibender Schüler, die immer noch bestehen. Ihre Bücher erreichten insgesamt eine Auflage von 1,6 Millionen, in über 3 Millionen Anthologien sind Beiträge von ihnen enthalten. Am 27. April 2003 verstarb Hildegard Schumacher. Siegfried Schumacher lebt gemeinsam mit der Familie seiner Tochter in Bad Freienwalde und ist Ehrenbürger seiner Heimatstadt. Die Allgemeine Förderschule Angermünde trägt seit 2003 seinen Namen. Hidegard und Siegfried Schumacher erhielten den Alex-Wedding-Preis, den Kleist-Preis der Stadt Frankfurt/Oder und den Kunstpreis der FDJ.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 216
    Erscheinungsdatum: 09.08.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863947392
    Verlag: EDITION digital
    Größe: 2503 kBytes
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Der Junge mit dem großen schwarzen Hund

Er spurtete zum Wäscheplatz. Von fern zeigte sich alles friedlich. Nepomuk lag im Gras und rückte und rührte sich nicht. Deshalb und weil er noch zu weitab war, übersah Ulf die weiße Unwetterlage, auf der sein schwarzer Freund es sich gemütlich gemacht hatte, und er übersah auch das kleine Mädchen, das ihm am Vortag auf dem Treppenabsatz im dritten Stock begegnet war. 'Mutti, da kommt er! Da kommt er!",schrie sie. Wen interessierte das schon! Nepomuk erhob sich erwartungsvoll und bellte Ulf entgegen, als wollte er ihm über den Vormittag Bericht geben. Wer in diesem Augenblick die Szene von oben, aus einem Hubschrauber etwa, hätte beobachten können, dem wäre folgendes aufgefallen: Ulf, der zu seinem Nepomuk eilte, und im schnellen Tempo eine stämmige blonde Frau, bewaffnet mit einem Ausklopfer, die Ulfs Kurs im Winkel von neunzig Grad zu schneiden bemüht war. Bei ganz genauem Hinsehen würde man bemerkt haben, dass die Routen der beiden Läufer außerhalb der Reichweite Nepomuks zusammentreffen mussten. Die Rechnung der Frau wäre aufgegangen. Sie machte einen entscheidenden Fehler. Zu früh schrie sie: 'He, du Taugenichts, warte bloß!" Ulf hörte es, guckte und wartete natürlich nicht, um so weniger, da Nepomuk nicht mehr fröhlich bellte, sondern die Frau wütend ankläffte. Alarm! Ulf schlug einen Haken, erreichte mit einem wahrhaft olympischen Sprint Nepomuk und war in Sicherheit. Die Frau hielt gewissenhaft Abstand zum Gefahrenbereich, fuchtelte mit dem Ausklopfer umher, und Ulf dachte, es wäre klüger, eine gewisse Verhandlungsbereitschaft zu zeigen. 'Meinen Sie mich?", rief er. 'Wen sonst!", empörte sich die Frau und richtete den Ausklopfer auf Nepomuk. 'Ist das euer Köter?" Diese direkte Frage machte Ulf noch vorsichtiger, zumal ihm nun das Weiße auffiel, das Nepomuk unter seinen Pfoten hatte. Wäsche! Das war die Wäsche, die am Morgen auf der Leine geweht hatte. 'Das ist sein Hund!", schrie das kleine Mädchen. 'Ich weiß es ganz genau!" 'Hast du den Köter dort angebunden?", fragte die Frau drohend. Am liebsten hätte Ulf das verneint, doch der alte Schmidtchen guckte aus dem Fenster. Hämisch grinsend verfolgte er die Verhandlung. Der hatte Zeit zum Gucken vom frühen Morgen an! Ulf wollte sich nicht bei einer Lüge erwischen lassen, er antwortete der Frau nicht. 'Er hat ihn angebunden!", schrie das Mädchen. 'Ich hab es selbst gesehen!" Da hob die Frau den Ausklopfer ganz hoch, und Schritt für Schritt drang sie in Nepomuks Reich ein. 'Denkt ihr, ihr könnt euch alles erlauben, du und deine Eltern? Ihr werdet euch wundern, ihr..." Nepomuk raste auf sie zu. Die Frau sprang zur Seite und entkam ihm nur um Haaresbreite. Nepomuk tobte wie ein Wilder, wirbelte die Wäsche durch die Luft, schleuderte sie in die Gegend und war nicht zu bändigen. Ulf tat auch nichts dazu. Nepomuk war sein einziger Schutz. Immer mehr Fenster öffneten sich. Die Herausschauenden ergriffen Partei für die Frau, und Schmidtchen übertraf alle, indem er: 'Hilfe, Polizei!" schrie. Ulf zog sich an den Pfahl zurück. Ein Schnitt mit dem Taschenmesser, und Nepomuk an der langen Leine, jagte Ulf davon. Sie rannten und rannten. Vorbei an der Baustelle. Durch die Sahara. Erst unter dem großen mächtigen Baum machten sie halt und warfen sich, nach Luft japsend, ins Gras. Hier war ihr Haus, ihre Burg, niemand konnte ihnen etwas tun, hier nicht!

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