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Der magische achte Tag Verborgene Kräfte von Arold, Marliese (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.03.2018
  • Verlag: Edel Germany GmbH
eBook (ePUB)
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Der magische achte Tag

Als die 13-jährige Laura eine geheimnisvolle Taschenuhr findet, ist nichts mehr wie zuvor. Es gibt für sie plötzlich einen achten Tag in der Woche. An diesem Tag ist Laura Teil einer Welt voller Magie. Alles ist anders und alles scheint möglich. Laura entdeckt an sich neue Fähigkeiten und muss lernen, mit ihnen umzugehen. Bald findet sie drei Freundinnen, die sich in der gleichen Situation befinden. Auf die vier wartet eine wichtige Aufgabe: Sie müssen ihre eigene Welt vor den skrupellosen Zeitprogrammierern schützen. Vier ungewöhnliche Heldinnen in einem spannenden magischen Abenteuer. Die neue Mädchenbuchreihe von der Autorin der "Magic Girls"!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 08.03.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961290505
    Verlag: Edel Germany GmbH
    Größe: 1333 kBytes
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Der magische achte Tag

Die geheimnisvolle Uhr

"Pizza ist in acht Minuten fertig", rief Papa von unten.

"In Ordnung, ich komme gleich!", antwortete Laura Lilienstedt. Seufzend klappte sie das Buch zu, das sie gerade las. Es war ein alter Band mit wunderschönen russischen Märchen. Laura liebte die fantastischen Geschichten und die vielen Bilder. Mama würde jetzt wieder meckern und sagen, dass Laura mit ihren dreizehn Jahren zu alt für Märchen war. Aber Laura fand, Märchen waren zeitlos. Man konnte sie auch noch mit achtzehn oder mit achtundachtzig lesen, vorausgesetzt, die Augen machten da noch mit.

Laura legte ihr silbernes Lesezeichen zwischen die Seiten und klappte das dicke Buch zu. Wieder einmal roch sie an dem braunen Leder des Einbands. Die verschnörkelte goldene Schrift war schon ein bisschen abgeblättert, aber das tat der Schönheit des Buches keinen Abbruch.

Sie legte den Band neben sich auf die Couch und strich über deren roten Samtbezug. Er fühlte sich herrlich weich an. Papa hatte ihr erklärt, dass man auch Ottomane zu der Couch sagen konnte. Wegen der besonderen Form. Eine Ottomane hatte eine schräg verlaufende Rückenlehne und runde Armlehnen.

Laura war stolz darauf, dass Papa so schöne Möbel bauen konnte. Meistens reparierte er jedoch alte Möbel. Oder besser, er restaurierte sie, wie es richtig hieß. Das war eine große Kunst, weil man dann genau das gleiche Holz finden musste oder einen ähnlichen Stoff, damit die Möbel so aussahen wie früher. Und man durfte auch nicht einfach irgendwelche modernen Nägel oder Kreuzschrauben verwenden, wenn sich ein Teil gelockert hatte.

"Noch vier Minuten!", rief Papa.

"Ja-aaa."

Lauras Blick wanderte im Raum umher. Hier im Turmzimmer hielt sie sich am liebsten auf, wenn sie das Wochenende oder die Ferien bei Papa verbrachte.

Der Raum hatte acht Ecken und war sehr groß. Durch die vier Rundbogenfenster, die genau nach Süden, Westen, Norden und Osten gingen, hatte Laura praktisch eine Rundumsicht. Manchmal fühlte sie sich hier im Turm wie eine Prinzessin - obwohl sie für Prinzessinnenfantasien nun wirklich zu alt war. Aber die schönen Möbel, die Papa in dieses Zimmer gestellt hatte, waren wirklich zauberhaft und luden zum Träumen ein.

Ein besonderer Hingucker war der Schreibtisch, den Papa erst vor Kurzem restauriert und über die Wendeltreppe mühsam in dieses Zimmer gehievt hatte. Dazu hatte er einen Flaschenzug und die Hilfe zweier Freunde benötigt, weil das Möbelstück so schwer und sperrig war. Es handelte sich um einen Sekretär, der über hundertfünfzig Jahre alt war . Er besaß unzählige Schubladen und Klappen, und Laura liebte es, diese kleinen Schubladen aufzuziehen und ihre Schätze darin zu verstauen - beispielsweise die Muscheln aus dem letzten Urlaub oder die Liebesbriefe, die sich Uroma und Uropa während des Zweiten Weltkrieges geschrieben hatten.

Mama warf Laura immer vor, sie sei eine Sammlerin und sie solle doch nicht das ganze alte Zeug aufbewahren, sonst werde sie eines Tages als Messie enden. In Lauras Zimmer bei Mama gab es keine Bücher, sondern nur einen E-Book-Reader, weil dieser weniger Platz wegnahm. Und wenn Mama die alten Liebesbriefe gesehen hätte, dann hätte sie diese sofort weggeworfen. Dabei waren die Briefe so süß, sie begannen beispielsweise mit: "Mein lieber Heinz, ich hoffe, du bist noch am Leben und unverletzt. Ich habe dich jeden Abend in mein Gebet eingeschlossen ..." Und Uropa schrieb dann zurück: "Meine kleine Helga, der Gedanke an dich gibt mir Kraft und lässt mich all das Schreckliche ertragen ..."

Laura hatte plötzlich Lust, die alten Briefe herauszukramen, bevor sie mit Papa zu Abend aß und dann zu Mama zurückfuhr. Sie trat an den Sekretär, öffnete die große Klappe mit einem vergoldeten Schlüssel und betrachtete die vielen Schubladen hinter der Schreibplatte. Dabei fiel ihr zum ersten Mal eine Stelle in dem polierten Holz auf, die aussah wie ein As

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