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Der Pfadfinder von Cooper, James Fenimore (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.01.2015
  • Verlag: RUTHebooks
eBook (ePUB)
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Der Pfadfinder

James Fenimore Cooper - Der Pfadfinder 'Der Pfadfinder' ist ein Abenteuerroman von James Fenimore Cooper. Charles Cap ist zusammen mit Mabel Dunham auf dem Weg ins Fort Oswego, wo der Vater von Mabel seinen Dienst tut. Auf dem Weg dorthin begegnen sie dem Pfadfinder Natty Bumppo, der mit seinen Freunden geschickt wurde, um Charles und Mabel sicher durch diesen Landesabschnitt zu bringen ... Der Roman ist Teil des 'Lederstrumpf-Zyklus' von James Fenimore Cooper. Für RUTHeBooks Klassiker lassen wir alte und schon lange vergriffene Werke als eBooks wieder auferstehen. Wir möchten Ihnen diese Bücher nahe bringen, Sie in eine andere Welt entführen. Manchmal geht das einher mit einer für unsere Ohren seltsam klingenden Sprache oder einer anderen Sicht auf die Dinge, so wie das eben zum Zeitpunkt des Verfassens vor 100 oder mehr Jahren ""normal"" war. Mit einer gehörigen Portion Neugier und einem gewissen Entdeckergeist werden Sie beim Stöbern in unseren RUTHeBooks Klassikern wunderbare Kleinode entdecken. Tauchen Sie mit uns ein in die spannende Welt vergangener Zeiten!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 15.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783945667934
    Verlag: RUTHebooks
    Größe: 650 kBytes
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Der Pfadfinder

Erstes Kapitel

Der Rasen gebe des Altares Duft, Zum Tempel wölben sich des Himmels Räume, Der Opferrauch sei mir der Berge Luft, Und mein Gebet des Herzens stille Träume.
Moore



Es tritt jedem Auge nahe, in welch' enger Verbindung das Erhabene mit dem Unermeßlichen steht. Die tiefsten, die umfassendsten und vielleicht die reinsten Gedanken erfüllen die Phantasie des Dichters, wenn er in die Weiten eines unbegränzten Raumes schaut. Selten erblickt man zum ersten Mal die endlose Fläche des Ozeans mit Gleichgültigkeit, und selbst in der Dunkelheit der Nacht findet die Seele eine Parallele zu der Größe, die unzertrennlich von Bildern zu sein scheint, welche die Sinne nicht in Rahmen zu fassen vermögen. Mit solchen Gefühlen der Verwunderung und Ehrfurcht, den Sprößlingen des Erhabenen, blickten die verschiedenen Personen, mit welchen ich die Handlung dieser Erzählung eröffnen muß, auf die vor ihren Augen liegende Szene. Die Gesellschaft bestand aus zwei Männern und zwei Weibern, welche, um eine freiere Aussicht auf ihre Umgebung zu gewinnen, einen Haufen Bäume zu ersteigen versuchten, welche der Sturm umgestürzt hatte. Man nennt solche Stellen in jenen Gegenden Windgassen, und da nur an solchen das Licht der Sonne in die dunklen, dunstigen Wäldergründe zu dringen vermag, so bilden sie eine Art von Oasen in der feierlichen Dunkelheit der jungfräulichen Wälder Amerika's.

Die genannte Windgasse lag auf einer sanften Ansteigung, welche, obgleich sie nur unbedeutend war, dem, der ihren höchsten Punkt erstiegen hatte, eine weithin reichende Aussicht, deren sich Wanderer in den Wäldern nur selten erfreuen können, darbot. Der Umstand, daß die Gasse auf einem Hügel lag, und daß die Waldlücke sich abwärts zog, gewährte dem Auge ungewöhnliche Vorteile. Die Physiker haben es bis jetzt noch nicht vermocht, das Wesen der Kräfte zu ergründen, welche so oft Stellen auf die beschriebene Weise verwüsten, und sie haben es bald in den Wirbelwinden, welche auf dem Meere die Wasserhosen erzeugen, bald in plötzlichen und heftigen Durchzügen elektrischer Strömungen zu finden geglaubt. Wie dem übrigens sei, die Erscheinung selbst ist eine in den Wäldern wohlbekannte Tatsache. Am oberen Saume der genannten Waldlücke hatte jener unsichtbare Einfluss Baum auf Baum in einer Weise aufgetürmt, daß nicht nur der männliche Teil der Gesellschaft im Stande war, sich etwa dreißig Fuß über den Boden zu erheben, sondern daß auch die furchtsameren weiblichen Genossen sich durch einige Nachhilfe und Ermutigung zur Teilnahme veranlassen ließen. Die ungeheuern Stämme, welche die Gewalt des Sturmes zerbrochen und fortgetrieben hatte, lagen wie Strohhalme untereinander gemengt, indes die Zweige mit den duftenden, welkenden Blättern sich untereinander verflochten, und den Händen hinreichende Anhaltspunkte boten. Ein Baum war vollkommen entwurzelt und das untere Ende zu oberst gekehrt, so daß es mit der in den Wurzelzwischenräumen befindlichen Erde für unsere vier Abenteurer, als sie die gewünschte Höhe erreicht hatten, eine Art von Gerüste bildete.

Der Leser darf sich bei der ihm vorgeführten Gruppe keine Leute von Stand denken. Es waren Reisende in der Wildnis, denen man auch unter anderen Verhältnissen angesehen haben würde, daß ihren frühern Gewohnheiten und ihrer wirklichen gesellschaftlichen Stellung vieles von den Bedürfnissen der höhern Stände fremd geblieben war. In der Tat gehörten auch zwei von der Gesellschaft, ein Mann und ein Weib, zu den eingebornen Eigentümern des Bodens; sie waren Indianer aus dem bekannten Stamme der Tuscaroras. Das dritte Glied der Gesellschaft trug die Eigentümlichkeiten und Abzeichen eines Mannes, der seine Tage auf dem Ozean zugebracht hatte und, wenn er anders auf irgend eine Stellung Anspruch machen konnte, keine viel höhere, als die eines gemeinen Seemanns

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