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Der Tag, an dem Cooper starb von James, Rebecca (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.07.2018
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Der Tag, an dem Cooper starb

Düster, abgründig, verführerisch Als Coopers Leiche am Fuß der Klippen gefunden wird, lautet die offizielle Version: Selbstmord. Doch Libby, Coopers Freundin, kann das nicht glauben - Cooper und sie waren doch glücklich, es war die ganz große Liebe. Warum sollte er sich das Leben nehmen? Auf der Suche nach Antworten stößt Libby auf ein Netz von Lügen und Täuschung. Während die Grenzen zwischen Freund und Feind verschwimmen, beginnt Libby zu ahnen, dass hinter Coopers Tod ein abgründiges Geheimnis steckt ... Rebecca James, 1970 in Sydney, Australien, geboren, arbeitete als Kellnerin und als Englischlehrerin in Indonesien und Japan, bevor sie Kinder bekam. Ihr erster Roman, Die Wahrheit über Alice, war eine verlegerische Sensation und wurde in 52 Sprachen übersetzt - weitere Romane folgten. Rebecca James lebt mit ihrem Mann und ihren vier Söhnen in Canberra.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 09.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641218867
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Originaltitel: Cooper Bartholomew is Dead
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Der Tag, an dem Cooper starb

LIBBY

Als ich meiner Mum am Donnerstagabend nach dem Essen geholfen hatte, die Küche aufzuräumen, ging ich in mein Zimmer, um mit meinem Essay für das Filmseminar anzufangen. Erörtern Sie das Konzept der Popularität, das den Filmen "Girls Club" und "Heathers" zugrunde liegt .

Als wir das Thema erfahren hatten, hatte ich nur die Augen verdreht. Die Idee, ein Essay über Popularität zu schreiben, kam mir absolut banal, fast schon kindisch vor. Aber der Kontakt mit Cooper - und am Rande auch mit Sebastian Boccardo - hatte mich nachdenklich gemacht, sodass ich das Thema jetzt gar nicht mehr so dumm fand.

Als Erstes googelte ich Popularität und stellte fest, dass der Begriff - soziologisch gesehen - auf zwei Arten definiert werden konnte. Zum einen so, wie ich für mich wahre Popularität definierte, die auf Liebenswürdigkeit basierte und erklärte, warum freundliche, empathische und umgängliche Menschen so beliebt waren. Zum anderen gab es die Sorte Popularität, bei der Auftreten, Sozialstatus und Ansehen die Hauptrolle spielten - genau die Sorte, um die es an der Highschool immer gegangen war.

An meiner Schule jedenfalls hatten Sebastian, Cooper, Claire und ihre Clique eine "Popularität" genossen, die in meinen Augen zur zweiten Kategorie gehörte. Sie waren gut aussehend und selbstbewusst und das machte ihren Erfolg aus. Liebenswert waren sie nicht. Wir beneideten sie und ließen uns von ihnen sogar einschüchtern, aber das bedeutete nicht, dass wir sie mochten.

Ich kaute auf meinem Stift herum und dachte darüber nach, wie ich all das so zu Papier bringen konnte, dass es wissenschaftlichen Ansprüchen genügte, als mein Handy summte. Ich schaute aufs Display: eine Nachricht von Atticus.

Hey. Bin wieder zu Hause. Soll mich ausruhen, bin aber nicht müde. Was machst du gerade?

Hey! Seit wann bist du zurück? Froh, wieder zu Hause zu sein?

Seit gestern. Fühle mich endlich wieder frei. Kommst du rüber? Habe Langeweile.

Langeweile? Jetzt schon?

Was heißt "jetzt schon"? Seit Wochen! Krankenhäuser sind keine Erlebnisparks. Kommst du? Brauche jemanden zum Reden.

Gehe sofort los!!! Du bist meine Rettung! Müsste sonst ein Essay schreiben. Guter Grund, es aufzuschieben.

Super. War schon immer fürs Prokrastinieren.

Ich ging ins Wohnzimmer, um meiner Mum zu sagen, dass ich noch mal rausgehen würde. Sie saß an ihrem Schreibtisch, auf dem sich juristische Lehrbücher und Notizen stapelten. Sie war Sozialarbeiterin, hatte ihren Job aber aufgegeben, als mein Vater starb. Seine Lebensver sicherung reichte aus, um die Hypothek auf unser Hau s abzuzahlen und von dem Rest zu leben. Mum fand es wichtiger, sich eine Zeit lang ganz auf mich zu konzentrieren. Als ich im letzten Jahr der Highschool war, fing sie aber an, sich zu langweilen, und suchte sich einen Job in einer Anwaltskanzlei. Inzwischen studierte sie nebenher Jura.

Solange ich denken konnte, war sie sehr häuslich gewesen. Sie liebte es zu backen, das Haus in Ordnung zu halten und zu kochen. Aber der Job hatte sie verändert. S tatt ihrer bequemen Hauskleider trug sie elegante sc hwarze Kostüme und High Heels, legte sich eine flotte Frisur zu und begann, Make-up zu benutzen. Vor allem aber hatte sie seitdem mehr Energie und sah viel jünger aus.

Und ich war nicht mehr ihr Ein und Alles, was Vor- und Nachteile hatte. Einerseits war sie zu beschäftigt, um an mir herumzunörgeln oder sich Sorgen um mich zu machen, sodass ich mehr Freiheiten hatte. Andererseits war das Haus oft dunkel und leer, wenn ich von der Uni kam, und ich vermisste ihre Kuchen, die regelmäßigen Mahlzeiten und Geborgenheit. Ja, manchmal bedauerte ich, nicht mehr der Mittelpunkt ihrer Welt zu sein.

Aber ich konnte ihr wohl kaum verübeln, dass sie ihr eigenes Leben führte.

"Ich dachte, du musst ein Essay schreiben", sagte s

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