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Diabolic (2). Durch Wut entflammt von Kincaid, S. J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.03.2018
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Diabolic (2). Durch Wut entflammt

Mit Nemesis an seiner Seite hat Tyrus den Kaiserthron bestiegen. Endlich können sie nach vorne blicken. Endlich kann Frieden in der Galaxie herrschen. Doch Macht zu haben ist nicht dasselbe, wie sie zu erlangen. Und wahre Veränderung stößt oft auf Widerstand. Als sich in den Riegen ihrer Untertanen eine Rebellion abzeichnet, die den jungen Kaiser stürzen will, weiß Nemesis, dass sie Tyrus um jeden Preis beschützen wird. Doch kann sie, um sich und ihre große Liebe zu retten, wirklich wieder zum seelenlosen Diabolic werden, der sie einst war? S. J. Kincaid wuchs in Kalifornien auf und ging in New Hampshire zur Schule. Sie ist Weltenbummler durch und durch und pendelt oft zwischen den USA und Schottland hin und her. Eigentlich wollte sie Astronautin werden, aber ein Mangel an mathematischen Fähigkeiten brachte sie schließlich dazu, Bücher zu schreiben und so in packenden Geschichten die unendlichen Weiten des Universums zu entdecken.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 02.03.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401807706
    Verlag: Arena Verlag
    Serie: Diabolic .2
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Diabolic (2). Durch Wut entflammt

1

Jemand hatte mich vergiftet. Das wusste ich schon nach dem ersten Schluck.

Und das bedeutete: Es würde Tote geben.

Ich sah mich im überfüllten Audienzsaal nach dem bedauernswerten Idioten um. Wer war hier so blöd, eine Diabolic vergiften zu wollen? Andererseits war das auch nichts Neues. In den unruhigen Tagen nach Tyrus' Krönung hatte es bereits zwei Anschläge auf mein Leben gegeben. Zunächst hatte der junge Grande Austerlitz einen kleinen Überraschungsangriff mit einem Messer unternommen. Es war amüsant genug gewesen, dass ich ihn einige Sekunden lang ungeschickt mit seiner Klinge hatte herumwedeln lassen. Um nicht taktlos zu erscheinen, gab ich ihm dann noch eine letzte Chance. "Schluss damit! So-fort!", rief ich, während ich dem nächsten und übernächsten Stich auswich.

Doch Austerlitz bleckte nur die Zähne und ging erneut zum Angriff über. Also machte ich einen schnellen Schritt zur Seite, hakte meinen Fuß hinter seinen und riss ihm die Beine weg. Brüllend wollte er sich wieder aufrappeln - da trat ich ihm gegen den Kopf, bis er liegen blieb.

Bis zum nächsten Anschlag verstrichen einige Tage, dann trat eine fanatische Jungpriesterin auf den Plan. "Monster!", schrie sie, räumte dadurch die letzten Zweifel aus, was sie im Schilde führte, und versuchte prompt, sich mit mir in eine Luftschleuse zu stürzen. Ich riss mich los und stieß sie kurzerhand allein in die Schleuse. Zwischen uns versiegelte sich automatisch die luftdichte Tür, offensichtlich hatte die Priesterin die Zeitschaltuhr im Vorhinein eingestellt. Für einen Sekundenbruchteil sahen wir uns durch die Scheibe in die Augen, dann öffnete sich hinter ihr das Tor zum Weltraum, und die Attentäterin wurde in die Dunkelheit gesogen.

Wurden Kriminelle zur Strafe ins All geschleust, drehten ihnen die Zuschauer eigentlich den Rücken zu. Auf diese Weise sollte den Ehrlosen jeder Respekt verweigert werden, nicht mal ihr Tod sollte Beachtung finden.

Doch irgendetwas drängte mich, dieses Mal dabei zuzusehen. Im vollen Bewusstsein, wie es Austerlitz ergangen war, hatte sich diese Frau zur offenen Attacke entschlossen. Das war tapfer, also wollte ich ihr zumindest diese letzte Ehre erweisen. Viele Grandiloquay und etliche Helioniker verabscheuten mich mit jeder Faser ihres Körpers, doch kaum jemand besaß den Mut, seinen mörderischen Gedanken auch Taten folgen zu lassen.

In den Augen der Helioniker waren Kreaturen wie ich Missgeburten. Das "dan" in meinem Namen wies mich als niedriges, weit unter den Menschen stehendes Geschöpf aus - und doch wollte mich der neue Kaiser zur Frau nehmen. Bald müssten sie also alle vor mir knien. Vor einer Diabolic.

Über die Attentatsversuche wunderte ich mich deswegen nicht. Mich wunderte vielmehr, dass sie nur so selten waren. Bloß drei Anschläge innerhalb von zehn Tagen? Das war irgendwie ... enttäuschend.

Die Gefahr im Nacken zu spüren, hatte mich noch nie gestört. Sie schärfte die Sinne und ließ meinen Herzschlag beschleunigen. Während ich also den Becher erneut zu den Lippen führte, schweifte mein Blick aufmerksam über die Menge. Mein leichtsinniger Möchtegernmörder würde mir sicher beim Sterben zusehen wollen.

Doch es ruhten derart viele Augen auf mir, dass ich den Giftmischer beim besten Willen nicht ausmachen konnte. Kein Wunder, schließlich stand ich seit Neuestem immer unter Beobachtung. Überall wurde ich gemustert, wurde über mich diskutiert und geurteilt.

"Wird denen das ständige Glotzen denn nie langweilig?", hatte ich Tyrus am ersten Abend nach seiner Krönung gefragt.

Doch Tyrus hatte nur schwach gelächelt. "So lebt es sich nun einmal als Domitrianerin."

Wer hatte es diesmal auf mich abgesehen? Es gab einfach zu viele Kandidaten. Zum Tag der Begnadigung hatte sich eine gewaltige Menschenmenge eingefunden, darunter so einige, die mir möglicherweise an den Kragen wollten.

Da spürte ich den Blick zweier blasser Augen -

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