text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Ansiedler von Cooper, James Fenimore (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.01.2015
  • Verlag: RUTHebooks
eBook (ePUB)
0,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Ansiedler

James Fenimore Cooper - Die Ansiedler 'Die Ansiedler' ist ein Abenteuerroman von James Fenimore Cooper. Der alte Natty Bumppo - genannt Lederstrumpf - lebt nun im Westen des Staates New York. Die Handlung setzt mit einem Streit zwischen Natty Bumppo und Marmaduke Temple um einen erlegten Hirsch ein ... Der Roman ist Teil des 'Lederstrumpf-Zyklus' von James Fenimore Cooper. Für RUTHeBooks Klassiker lassen wir alte und schon lange vergriffene Werke als eBooks wieder auferstehen. Wir möchten Ihnen diese Bücher nahe bringen, Sie in eine andere Welt entführen. Manchmal geht das einher mit einer für unsere Ohren seltsam klingenden Sprache oder einer anderen Sicht auf die Dinge, so wie das eben zum Zeitpunkt des Verfassens vor 100 oder mehr Jahren ""normal"" war. Mit einer gehörigen Portion Neugier und einem gewissen Entdeckergeist werden Sie beim Stöbern in unseren RUTHeBooks Klassikern wunderbare Kleinode entdecken. Tauchen Sie mit uns ein in die spannende Welt vergangener Zeiten!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 15.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783945667941
    Verlag: RUTHebooks
    Größe: 659 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Ansiedler

Erstes Kapitel

Der Winter kommt, am Jahresschluß zu üben Sein eigensinnig trübes Regiment Samt allen seinen Nebeln, Wolken, Stürmen
Thomson



Fast im Herzen des Staates Neu-York liegt ein ausgedehnter Landstrich, dessen Fläche durch eine Reihe von Bergen und Tälern gebildet wird. In diesem Gebirgslande nimmt der Delaware seinen Ursprung; und aus den silberklaren Seen, wie aus den tausend Quellen dieser Gegend, schlängeln sich die zahlreichen Quellen des Susquehannah durch die Täler, bis sie durch die Bereinigung ihrer Wasser einen der stolzesten Ströme der nordamerikanischen Freistaaten bilden. Die Berge sind fast allgemein bis zu den Spitzen in begangbarem Stande, obgleich nicht selten an ihren Seiten Felsenpartien hervorspringen, welchen die Gegend ihren in so hohem Grade romantischen und malerischen Charakter verdankt. Durch die schmalen, üppigen und urbar gemachten Täler zieht sich fast immer ein Flüßchen oder ein Bach, während schöne, blühende Dörfer zerstreut an den kleinen Seen oder an jenen Punkten der Wasserströmung liegen, die sich vorteilhaft für Mannfakturen benützen lassen. Man findet allenthalben durch die Täler bis zu den Spitzen der Berge hinan hübsche und bequeme Meiereien mit allen Abzeichen des Wohlstandes; und in jeder Richtung begegnet man Wegen, die von den ebenen, anmutigen Talgründen bis zu den höchsten und verwickeltsten Gebirgsketten hinanführen. Akademien und niedere Bildungsanstalten begegnen dem Auge des Fremden, der durch das unebene Gebiet seinen Weg sucht, alle Paar Meilen; und in der Menge der Orte, welche der Gottesverehrung geweiht sind, bekundet sich eben so sehr der denkende und sittliche Charakter des Volkes, als sich in der Mannigfaltigkeit ihrer Formen und des um dieselbe waltenden Geistes die unbedingte Gewissensfreiheit ausspricht. Kurz, der ganze Distrikt ist der sprechendste Beleg, wie viel sich selbst in einem wenig kultivierten und rauen Landstriche, unter der Herrschaft milder Gesetze tun läßt, sobald der Einzelne für das Wohl des Ganzen; von dem er ein Teil zu sein sich bewußt ist, ein unmittelbares Interesse fühlt. Den Bemühungen des Ansiedlers, die Wildnis zu lichten, folgte der unermüdliche Fleiß des Grundbesitzers, das mit saurem Schweiß Errungene zu verbessern, ein Umstand, der wohl den Wunsch rege machen kann, seiner Zeit unter dem Rasen, den man bebaute, zu schlummern, oder nicht minder den im Lande geborenen Sohn zu veranlassen vermag, aus kindlich frommem Sinne dem Grabe des Vaters nahe zu bleiben. Vor etwa vierzig Jahren noch war das ganze Gebiet eine Wildnis.

Bald nach der durch den Frieden von 1783 anerkannten Unabhängigkeit der vereinigten Staaten richtete sich der Unternehmungsgeist ihrer Bürger auf eine Untersuchung der natürlichen Vorteile ihres weitausgedehnten Gebiets. Vor dem Revolutionskriege beschränkten sich die bewohnten Teile der Kolonie Neu-York nur auf ein Zehntel ihres Gesamtumfangs. Ein schmaler Landgürtel, der sich auf beiden Seiten des Hudson hinzog, mit einem ähnlichen, der etwa 50 Meilen weit den Ufern des Mohawk folgte, nebst den Inseln Nassau und Staten, und einige abgeschlossene Ansiedlungen auf besonders gutem Boden längs der Flußränder, bildeten das ganze Land, welches damals nicht einmal zweimalhunderttausend Seelen barg. In dem erwähnten kurzen Zeitraume hat sich die Bevölkerung über fünf Breiten- und sieben Längengrade ausgedehnt, und ist zu anderthalb Millionen Einwohnern angeschwollen, die behaglich von ihrem Besitze leben, und in Jahrhunderten nicht zu besorgen haben, daß der Ertrag des Bodens in ein ungünstiges Missverhältnis mit ihren Bedürfnissen treten könnte.

Unsere Erzählung beginnt mit dem Jahre 1793, ungefähr sieben Jahre nach dem Entstehen einer der frühesten jener Niederlassungen, welche den erwähnten fast mährchenhaften Umschwung in der Macht und dem ganzen Zustande des

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen