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Die Chroniken der Elemente Hoffnung von Peters, Christiane (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
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Die Chroniken der Elemente

Band 1 Hoffnung Dank ihres Elementes ist Sura eine lebende Zielscheibe, sogar für ihren Vater. Nach einem Anschlag flieht sie mit einem fremden Mann ins Unbekannte. Doch das "neue" Leben birgt viele Gefahren - und das Schicksal, in form von Leen. Leen ist ein gleichaltriges Mädchen und auch bei Senai, um zu lernen ihre Kraft zu kontrollieren. Im Gegensatz zu Sura, kann sie es aber schon und deshalb versteht Sura nicht, warum Leen bei Senai ist. Sie wird auch nicht verfolgt oder gefürchtet, ganz im Gegenteil. Ihr Vater besucht sie regelmäßig, und auch an Sura fängt er an Interesse zu zeigen. Sura hingegen ist gänzlich überfordert, weil Leen und Senai in ihren ganzen Auftreten, ihr gegenüber, so unberechenbar sind. Die Beiden streiten ständig und lassen ihren ärger wohl nur an ihr aus. Als Leen in ihrem Land gebraucht wird, nimmt Senai Sura auf eine Reise mit. Als sie das Ziel ihrer Reise erreichen, eine Stadt Namens Nölern, lässt Senai sie bei dem Geweihten der Stadt und verschwindet. Sura versteht weder Senai und seine taten. Noch den Geweihten und seine taten. Generell versteht sie nicht, was genau man von ihr verlangt oder warum man das tut. Die Situation wird immer aussichtsloser und am Ende muss sie den Preis dafür zahlen. Aber nicht nur sie bezahlt für ihr Schicksal. Sura ist gezeichnet vom Schicksal und denkt sie verstünde jetzt, was sie in dieser Welt zu tun hat. Was das beste für sie und alle anderen wäre. Leens Vater belehrt sie eines besseren. Am Ende strahlt die Hoffnung und Sura ergreift sie, um ihr Schicksal zu ändern und endlich selbst in die Hand zu nehmen. Christiane Peters geb. 1992 wuchs in ländlicher Gegend auf. Seit sie sechzehn Jahre alt ist, schreibt sie an ihrer Geschichte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783746071558
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 525kBytes
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Die Chroniken der Elemente

1. Ein anderes Leben

Die ersten Sonnenstrahlen weckten mich und ich schielte zur ergrauten Decke hinauf. Ich atmete geräuschvoll die stickige Luft ein und sammelte die Kraft dafür, aufzustehen. Schlaftrunken kletterte ich aus dem mir viel zu großen Bett heraus und schlürfte langsam ins Bad. Wie jeden Morgen verfluchte ich meine schwarzen langen Haare, die sich kaum bändigen ließen, dennoch konnte ich mich nicht durchringen, sie abzuschneiden. Mutter hatte sie so sehr geliebt. Es ist mittlerweile zwei Jahre her, und ich kann mich kaum an ihr Gesicht erinnern.

Ihr Lächeln ist das Einzige, was ich jeden Tag in meinen Kopf sehe. Was sich in mein Herz eingebrannt hat. Genau wie ihr Element.

Ihr Erbe an mich. Ich hasse es so sehr, wie ich meine roten Augen hasse. Sie sind das Zeichen dafür, was sich in mir versteckt. Was ich dadurch bin.

Meine Hand spielte mit meinen Haaren, während ich in den Spiegel sah.

Es hat sich so viel verändert. Der Tod hat alles verändert.

Das sagten sie alle und manchmal glaubte ich ihnen. Wollte ihnen glauben. Das machte es einfacher zu verstehen, warum man mich fürchtete.

Ich nahm eines der Kleider, das nur ein Lumpen war, im Vergleich zu dem was ich vorher besessen hatte. Vater hasst mich. Er hasst mich, weil ich das Feuer nicht beherrschen kann. Alle anderen haben Angst vor mir. Die Glocken der Stadtkirche schlugen und ich trank noch schnell den kleinen Tonkrug mit Wasser leer. Er war von gestern nur noch halbvoll gewesen. Ich zog mir meine viel zu kleinen Schuhe an und flüchtete aus dem Zimmer.

Trotz ihrer Furcht beobachteten sie mich alle verstohlen aus den Augenwinkeln, aber keiner hielt mich auf, als ich durch die Flure des Schlosses nach draußen lief.

Ohne Frühstück, obwohl ich ihre Prinzessin bin. Sie sehen mich als Gefahr und Schande ihres Königreiches an. Mein Vater hatte mir den Titel als Thronerbin ein Jahr zuvor aberkannt.

<Du bist die Würde einer Prinzessin nicht wert. Du besitzt keinen Verkaufswert, weil du ein Monster bist. Du taugst zu nichts.<

Das hatte er geschrien, als er mir alles nahm. Da ich immer um die gleiche Uhrzeit nach draußen ging, waren die Straßen leer. Doch ich spürte die Blicke der besorgten Bürger hinter den Gardinen und Verschlägen. Sie beobachten mich voller Misstrauen und Argwohn. Es gibt niemanden in diesem Stadtteil, der auf mich wartet Keinen einzigen Menschen, der mich versteht und haben will. Ihr Hass begleitete mich jeden Morgen und jeden Abend auf meinem Weg.

Ich bin das Ungeheuer, mit dem sie ihren Kindern Angst machen, damit sie hörig werden. Ich verachte sie nicht mal dafür. Verstehen kann ich sie ebenfalls nicht. Ich habe nie jemanden getötet und trotzdem wird das behauptet. Ich kann mich kaum an das erinnern, was nach Mutters Tod passierte. Doch an einen Mord muss man sich erinnern können. Das vergisst man nicht.

Ich begrüßte die einzigen Personen auf dieser Seite der Stadt, die sich draußen befanden. Es sind die Wachen, die vor den Toren der mickrigen Mauer postiert sind. Die Mauer, die das Armenviertel von dem der normalen Bürger abtrennt. Natürlich kann man es mit dem nötigen Geld oder Gefallen passieren, am einfachsten ist es, wenn man Ihnen genug Angst macht. Sie ignorierten mich oder versuchten es zumindest. Sie zitterten jedes Mal von neuem.

Ich ging an ihnen vorbei. Der Geruch änderte sich, als ich ins Armenviertel vordrang. Ich hatte mich an den Gestank des Unrates gewöhnt.

Dass mich Vater bisher nicht hier reingeschmissen hat, wundert mich. Vielleicht hat er noch Hoffnung, dass ich irgendwann zu etwas nutze sei. Oder er befürchtet, dass ich mich mit den Verbrechern des Viertels einließ. Die Bewohner, die hier leben, nennen ihr Zuhause "Das Viertel der Verdammten".

Einfach aus dem Grund, dass hier Waisenkinder mit Schwerstverbrechern zusammenlebe

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