text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die geheime Formel des Professor Ambigius Wunschelberg Band 2 von Allert, Judith (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.08.2016
  • Verlag: Verlag Carl Ueberreuter
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die geheime Formel des Professor Ambigius

Das Geheimnis des Wunschelbergs: Seit der feierlichen Wiedereröffnung ist auf dem Wunschelberg mächtig was los: lustige Buden, köstliche Süßigkeiten und eine Prise Magie machen den Jahrmarkt zu einem weithin beliebten Anziehungspunkt. Emma, Jule und Mo könnten die glücklichsten Kinder der Welt sein - wenn es nur Jenny nicht gäbe. Emmas langjährige Erzfeindin lästert, streut Gerüchte und macht ihnen das Leben schwer, wo es nur geht. Als jemand behauptet, dass es in den Tiefen des Wunschelbergs gefährliche Geister gibt, glauben die drei natürlich kein Wort. Aber es bringt sie auf eine Idee, wie sie unerwünschte Gäste vertreiben könnten ...

Judith Allert wurde 1982 in Lichtenfels geboren und hat schon während des Studiums ihre ersten Bücher veröffentlicht. Sie lebt als freie Autorin und Gemüsetante mit Mann, Hunden, Katzen, Pferden und Wollschweinen auf einem Bauernhof in einem kleinen Dorf in der oberfränkischen Pampa. Dort spaziert sie gern durchs Grüne und denkt sich dabei neue spannende Geschichten aus.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 15.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783764191337
    Verlag: Verlag Carl Ueberreuter
    Serie: Wunschelberg Bd.2
    Größe: 1897 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die geheime Formel des Professor Ambigius

Der Zauber naht auf bunten Schwingen

Konnte man Gerüche träumen?

Eine Prise Lavendel, ein Hauch Vanille und etwas Zimt. Jule setzte sich in ihrem Bett auf und blinzelte ins morgendliche Dämmerlicht, das durch die geschlossenen Jalousien hereinfiel. War da nicht ein Geräusch gewesen? Ein Knarzen? Schritte!? Sie lauschte. Tante Silvies Atem klang regelmäßig zur ihr. Auf einer Matratze am Boden schlummerte ihre Freundin Emma - fast völlig lautlos.

Da! Jetzt wieder!

Leise wisperten die Dielen Jule etwas zu. Ein sanfter Windhauch ließ ihre Haare zittern.

"Ist da wer?", flüsterte sie.

Ihr Herz raste, dass es fast wehtat.

Aber es war wieder still. Da war nichts und niemand. Nur dieser Geruch: Zimt, Vanille und eine Prise Lavendel. Ein Duft, der seit einer Ewigkeit Vergangenheit war. Jule kuschelte sich in ihre Decke. Mit dem seltsam vertrauten Geruch in der Nase schlief sie nur Sekunden später ein. Tief und fest.

Langsam kletterte die Sonne zwischen den zwei Spitzen des Wunschelbergs in den blauen Himmel. Die drückende Schwüle der vergangenen Tage war verschwunden und die Luft vom Gewitterregen der Nacht blitzeblank gewaschen. Die bunten Buden, Wohnwagen und Zelte waren geschlossen, alle Wunschelberger schlummerten noch in ihren Kojen. Nur Emma war schon auf. Leise kletterte sie aus Herrn Rosts Bauch. Sie gähnte, streckte sich und atmete tiiiiief ein. Etwas berührte sie am Bein. Etwas Warmes, Flauschiges.

"Kasimir!" Sie ging in die Hocke und der zahme Fuchs mit dem rotlodernden Fell strich ihr wie eine Katze um die Beine. Emma ließ ihren Blick hinauf zu den Felsenohren schweifen. Friedlich ragten die beiden Bergspitzen in den morgenroten Himmel. Kasimir hüpfte Emma auf den Schoß und schnüffelte mit seiner Schnauze vorsichtig an ihrer Nase. Dann hopste der Fuchs wieder auf den Boden und lief mit einem ungeduldigen Brummen hin und her.

"Du hast auch Hunger, oder?" Emma blinzelte ihm zu. "Ich bin schwer dafür, dass die anderen endlich aufstehen und wir frühstücken."

Kaum hatte sie ausgesprochen, erklang über ihr ein Geräusch. Ein Rauschen, ein Zischen und Flattern: Ein Vogelschwarm zog zwischen den Bergspitzen über ihren Kopf hinweg! Es waren keine Gänse oder Krähen oder sonst irgendwelche heimischen Vögel. Die Tiere hatten kunterbunt leuchtende Federn und lange gebogene Schnäbel. Sie stießen schrille Rufe aus. Wieder und wieder drehten die Vögel Achten rund um die Spitzen des Wunschelberges. Ein schwirrendes, lärmendes Flatterkarussell.

"Hä? Papageien? Die gibt's hier doch nich', oder?" Im Zeitlupentempo stieg eine gähnende, zerzauste Gestalt mit einer dickrandigen Brille auf der Nase aus einem der Wagen. Mos raue, schlaftrunkene Stimme war kaum zu hören. Trotz seiner Müdigkeit schaffte er es allerdings, auf seinem Handy herumzudrücken, um Papageien-Recherche zu betreiben.

"Vergessen? Hier gibt's alles, was es eigentlich nicht gibt", erwiderte Emma, den Blick noch immer staunend in den Himmel gerichtet, wo die bunten Vögel weiter ihre Kreise zogen.

Auch in die anderen Wohnwagen kam jetzt Leben. Hölzerne Jalousien ratterten nach oben, Türen wurden aufgestoßen, Fensterläden klapperten.

Geweckt von dem Gezwitscher kamen nach und nach die Wunschelberger an die frische Morgenluft. Zuerst trat Madame Claire aus ihrem Zelt - ach was, in ihrem weißen, scheinbar wolkenweichen Kleid schwebte die Wahrsagerin geradezu. Das knittrig-faltige, ururalte, aber doch jung gebliebene Fräulein Erna trippelte aus dem Wohnwagen neben ihrem Wunschrondell. Einladend leuchtete das brombeerrot-grashüpfergrün-seeräuberschatzgoldengestreifte Zeltdach des Karussells im Morgensonnenschein. Silvie und Jule sprangen aus Herrn Rost, ihrem geliebten Bus, mit dem sie jahrelang durch die Lande gezogen waren. Der Magische Gustav stieg mit einem fröhlichen "Was für ein wunschelschöner Morgen das nur wieder ist!" aus seinem Sternen-Wohnwagen, Franz im Glück

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen