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Die rote Königin (Die Farben des Blutes 1) Ausgezeichnet mit dem Jugendbuchpreis Buxtehuder Bulle 2015 von Aveyard, Victoria (eBook)

  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH
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Die rote Königin (Die Farben des Blutes 1)

Das Fantasy-Highlight aus den USA! Rot oder Silber - Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der Silber-Elite zu dienen. Denn die - und nur die - besitzt übernatürliche Kräfte. Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs in Gefahr gerät, geschieht das Unfassbare: Sie, eine Rote, rettet sich mit Hilfe besonderer Fähigkeiten! Um Aufruhr zu vermeiden, wird sie als verschollen geglaubte Silber-Adlige ausgegeben und mit dem jüngsten Prinzen verlobt. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Gefühle durcheinander bringt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben. Trotzdem nutzt sie ihre Position, um die aufkeimende Rote Rebellion zu unterstützen. Sie riskiert dabei ihr Leben - und ihr Herz ... --- Fesselnd, vielschichtig und voller Leidenschaft: Victoria Aveyard entwirft eine faszinierende Welt mit einer starken Heldin, die folgenschwere Entscheidungen treffen muss. Es geht um Freundschaft, Liebe und Verrat, um Politik, Intrigen und Rebellion, um Gut und Böse - und um jede Schattierung dazwischen.--- Band 1: Die rote Königin Band 2: Gläsernes Schwert Band 3: Goldener Käfig Band 4:Wütender Sturm E-Shorts: Der Gesang der Königin / Rotes Netz Victoria Aveyard studierte Drehbuchschreiben an der University of Southern California. Inzwischen arbeitet sie als freie Autorin und lebt in Los Angeles. Sie hat ein Faible für Geschichte, für Explosionen und für taffe Heldinnen - und schreibt am liebsten Bücher, in denen sie alles drei kombinieren kann. Außerdem liebt sie Roadtrips, Filmegucken in Endlosschleife und das große Rätselraten, wie es bei "A Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer" ausgeht. Ihre spannende und vielschichtigeFantasy-Serie "Die Farben des Blutes" ist ein internationaler Erfolg. AlleBände des Vierteilers - "Die rote Königin", "Gläsernes Schwert", "Goldener Käfig" und"Wütender Sturm" -sindNew-York-Times- und Spiegel-Bestseller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646927245
    Verlag: Carlsen Verlag GmbH
    Größe: 4341 kBytes
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Die rote Königin (Die Farben des Blutes 1)

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Unser Haus ist klein, sogar für Stilts-Maßstäbe, aber wenigstens haben wir einen guten Blick. Bevor er verletzt wurde, hat Pa während eines Armeeurlaubs dieses Haus auf besonders hohen Pfählen errichtet, damit wir über den Fluss schauen können. Selbst durch den sommerlichen Dunstschleier hindurch kann man die gerodeten Landstriche erkennen, wo einst Wald stand. Die kahlen Stellen sehen aus wie eine Krankheit, doch die unberührten Hügel im Norden und Westen sind ein stilles Versprechen. Es gibt noch so viel mehr dort in der Ferne. Jenseits von uns, jenseits von den Silbernen, jenseits von allem, was ich kenne.

Über abgegriffene, vom täglichen Gebrauch verformte Holzsprossen erklimme ich die Leiter zum Haus. Aus dieser Höhe kann ich ein paar Schiffe sehen, die mit stolz geblähten, leuchtenden Segeln den Fluss hochfahren. Silberne . Nur sie sind so reich, dass sie sich private Transportmittel leisten können. Während sie über Gefährte aller Art, über Ausflugsboote und sogar über Jets verfügen, die durch die Lüfte jagen, haben wir nichts als unsere Füße oder mit etwas Glück vielleicht einen Roller.

Die Schiffe müssen unterwegs nach Summerton sein, der kleinen Stadt, die rings um die Sommerresidenz des Königs zum Leben erwacht. Gisa war heute dort, um der Näherin zu helfen, bei der sie in die Lehre geht. Wenn der König zu Besuch in Summerton ist, gehen sie oft dort auf den Markt, um ihre Waren den Händlern und Silber-Adligen zu verkaufen, die der Königsfamilie hinterherziehen wie Entenküken. Der Palast selbst wird das Sonnenschloss genannt und soll ein echtes Wunderwerk sein; ich habe ihn aber noch nie gesehen. Ich weiß ohnehin nicht, wozu die Angehörigen der Königsfamilie ein zweites Haus brauchen, vor allem, wo der Palast in der Hauptstadt schon so edel und prachtvoll ist. Aber wie alle Silbernen handeln sie nicht aus Notwendigkeit, sondern allein nach Lust und Laune. Und was immer sie wollen, bekommen sie auch.

Bevor ich die Tür aufstoße und in das übliche Chaos eintauche, berühre ich die Fahne, die auf dem Vordach flattert. Drei rote Sterne auf vergilbtem Stoff, für jeden Bruder einer, und es gibt darauf noch Platz für mehr. Für meinen Stern. Fast alle Häuser haben diese Flaggen, und auf einigen sind schwarze Streifen an Stelle von Sternen, zur Erinnerung an tote Kinder.

Drinnen schwitzt Ma am Herd; sie rührt in einem Eintopfgericht, während Pa sie von seinem Rollstuhl aus missmutig beäugt. Gisa sitzt am Tisch und stickt. Sie erschafft mal wieder etwas Wunderschönes und Erlesenes, wovon ich nicht das Geringste verstehe.

"Bin wieder da", sage ich in den Raum hinein. Pa winkt mir kurz zu, Ma nickt und Gisa schaut gar nicht erst von ihrem seidenen Tuch hoch.

Ich lasse meinen Beutel mit Diebesgut neben ihr auf den Tisch fallen und klimpere dabei möglichst laut mit den Münzen. "Ich hab bestimmt genug zusammen, um Pa einen richtigen Geburtstagskuchen zu kaufen. Und noch mehr Batterien. Genug für den ganzen restlichen Monat."

Gisa beäugt den Beutel und verzieht angewidert das Gesicht. Sie ist erst vierzehn, aber sehr pfiffig. "Eines Tages kommen Leute und nehmen alles mit, was du hast."

"Eifersucht steht dir nicht, Gisa", sage ich und tätschele ihr den Kopf. Sofort fliegen ihre Hände hoch zu ihren glänzenden roten Haaren und streichen sie zurück in den akkuraten Knoten.

Ich habe sie schon immer um diese Haare beneidet, aber ich würde es nie zugeben. Während ihre feuerrot leuchten, sind meine das, was wir flussbraun nennen: an den Haarwurzeln dunkel und zu den Enden hin immer ausgebleichter, weil das anstrengende Leben im Dorf uns die Farbe aus den Haaren saugt. Die meisten hier tragen ihre Haare kurz, damit man die grauen Spitzen nicht sieht, aber ich nicht. Mir gefällt es, dass sogar meine Haare wissen, dass man so eigentlich nicht leben sollte.

"Ich bin nicht eifersüchtig", prote

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