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Die Spur der Donnerhufe, Band 1-3: Flammenschlucht, Sternenfeuer, Nebelberge von Lasky, Kathryn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.10.2018
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
eBook (ePUB)
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Die Spur der Donnerhufe, Band 1-3: Flammenschlucht, Sternenfeuer, Nebelberge

'Die Spur der Donnerhufe' erzählt die Geschichte von Estrella, einem mutigen Wildpferd-Fohlen, das seine Herde aus der Gefangenschaft der Menschen in die Freiheit führen will. Der Weg zum Weideland des süßen Grases birgt viele Gefahren - doch es ist nicht die Angst, die Estrella antreibt. Es ist der Ruf der Freiheit!

Die erfolgreiche Bestseller-Trilogie in einem eBook!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Erscheinungsdatum: 24.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473479283
    Verlag: Ravensburger Buchverlag
    Originaltitel: Horses of the Dawn,Book 1: The Escape / Book 2: Star Rise / Book 3: Wild Blood
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Die Spur der Donnerhufe, Band 1-3: Flammenschlucht, Sternenfeuer, Nebelberge

Die Männer fanden eine Lösung für das Fohlen. Der junge Pfleger oder der Hufschmied kamen regelmäßig in den Laderaum und befreiten es aus seiner Schlinge. Dann hielten sie es fest, während es bei seiner Mutter trank.

"Ganz ruhig, Jacinta", sagten sie. "Artig, Perlina. Hier ist dein kleines Mädchen." Sie waren wirklich sanft und freundlich mit ihnen. Doch das Fohlen wuchs und bald mussten der Hufschmied und der Junge es gemeinsam festhalten.

Eines Tages, als sie das Fohlen wieder in seine Schlinge gesteckt hatten, sah Estrella zu ihrer Mutter hinüber.

"Mamita. Es gibt da etwas, das ich nicht verstehe."

"Was denn?" Die Stute hatte schnell gemerkt, dass sie ein besonders wissbegieriges Fohlen zur Welt gebracht hatte. Es kam ihr vor, als hätte Estrella mit zunehmendem Alter immer mehr Fragen. Doch auf viele davon wusste sie keine Antwort.

"Wieso nennen sie mich Jacinta, obwohl du mir den Namen Estrella gegeben hast?"

"Der Sucher hat dich Jacinta genannt. So heißt seine Frau. Ich habe dich nach dem Stern auf deinem Kopf benannt. Das ist dein wahrer Name."

Das löste eine Flut von Fragen aus, die entschieden schwerer zu beantworten waren: Was ist ein Stern? Was ist der Himmel? Was ist eine Weide? Das Fohlen hatte immer neue Fragen.

In diesem Laderaum ohne Jahreszeiten, ohne Tag und Nacht, konnte Perlina nur am Wachstum ihres Fohlens erkennen, wie die Zeit verging. Ihre Tochter war gewachsen. Wenn Estrella nicht in der Schlinge hängen, sondern auf dem Boden stehen würde, könnte man noch deutlicher sehen, dass sie schon viel größer war als am Tag ihrer Geburt. Wenn sie jetzt zum Saugen von der Schlinge befreit wurde, musste sie den Hals nach unten verdrehen, um ans Euter zu kommen. Die Stute nahm an, dass seit der Geburt mindestens ein voller Mondzyklus vergangen war.

Die Tage veränderten sich. Der Wind hatte sich gelegt und auf dem Schiff herrschte eine gespenstische Stille. Durchbrochen wurde sie nur von den Schreien der Möwen, einem gelegentlichen Knarren der Planken oder dem Flappen eines Segels. Aber kein Windstoß bauschte die Leinwand.

Die Stille beunruhigte die Stute am meisten - die Stille und die Reglosigkeit, denn es bewegte sich nichts mehr. Selbst die Schlingen schaukelten nicht wie gewohnt. Manchmal versuchte sich die Stute daran zu erinnern, wie es sich anfühlte, festen Boden unter den Hufen zu haben. Sie warf ihrem Fohlen einen Blick zu. Estrella hatte so viele Fragen, aber nach Galoppieren oder Rennen hatte sie nie gefragt. Sie wusste gar nicht, dass es so etwas gab, und das machte die Stute traurig. Ihr Fohlen hatte noch nie einen Bocksprung gemacht, übermütig ausgeschlagen oder die schwarze Mähne im Wind flattern lassen. Estrella war bisher höchstens ein paar Schritte gegangen, und an Rennen war gar nicht zu denken. Das war alles so merkwürdig. Und jetzt verkürzten sie sogar die Säugezeiten, denn das Wasser wurde knapp und die Stute hatte kaum noch Milch.

Ebenso merkwürdig war es für sie, dass ihr Fohlen den Himmel noch nie gesehen hatte, weder das Blau des Tages noch die Schwärze der Nacht. Estrellas Leben fand ausschließlich im Inneren des Schiffs statt. Anders als ihre Mutter war sie noch nie zum Grasen auf eine Weide gestellt worden und hatte nie das Kommen und Gehen der Nachttiere beobachtet - Dachs, Fuchs, Fledermäuse, Ratten, Eulen oder flatternde Motten. Noch schlimmer war, dass das Fohlen noch nie an einem Sommerabend im hohen Gras gestanden und zugesehen hatte, wie die Sterne aufgingen und ihre Wanderung über den Himmel antraten. Estrella hatte nie den hellen Mond über sich hinwegziehen sehen und auch nie seine verschiedenen Formen bestaunen können.

Das Leben im Gras schien eine Ewigkeit her zu sein, seit die Stute mit dem Sucher einen Ozean überquert hatte, bis sie auf die erste Insel der n

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