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Die Trabbel-Drillinge - Lämmer, Glamour, Macarons von Janotta, Anja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.10.2018
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Die Trabbel-Drillinge - Lämmer, Glamour, Macarons

Eine für alle - alle für eine!
Als eineiiger Drilling auf die Welt zu kommen, ist wie im Lotto zu gewinnen - die Wahrscheinlichkeit liegt bei 1:200 Millionen. Dieses große Los haben Franka, Vicky und Bella gezogen. Sie sind berühmt. Doch seit ihre Mutter Babs die drei auf dem Land versteckt, heißt es Glamour adé. Denn Babs' Bio-Hotel läuft nicht, und die Drillinge müssen sich mit verirrten Schafen, Omas Instagram-Träumen und unmöglichen Stiefvätern herumschlagen. Als Vicky und Bella verzweifelt in die Stadt zurückwollen, greift Franka ein - die Trabbel-Drillinge müssen doch zusammenhalten! Dafür zaubert sie sogar die himmlischsten Macarons ihres Lebens ...

Anja Janotta, geboren 1970, verbrachte ihre Kindheit in Saudi Arabien und Algerien und wusste bereits früh, dass sie Kinderbuchautorin werden wollte. In München studierte sie zunächst Diplom-Journalistik und arbeitet heute als Online-Redakteurin. Seit ihre beiden Kinder Leser und Zuhörer geworden sind, hat sie ihren Traum verwirklicht und schreibt Kinderbücher. Anja Janotta lebt mit ihrer Familie an einem See in Oberbayern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 15.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641222765
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
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Die Trabbel-Drillinge - Lämmer, Glamour, Macarons

ENTTÄUSCHT DURCH DREI

Der Morgen von Heiligabend begann früh für Franka. Zwar hatte sie seit Kurzem wieder ein eigenes Zimmer und Bett und musste nicht mehr in der Besucherritze im Doppelbett mit ihren Schwestern liegen, aber die Nacht war unruhig gewesen. Das hatte nicht wirklich was mit Weihnachten zu tun. Sie kannte ihr Geschenk ja schon. Ihre Mutter Babs würde ihr als drittem und letztem Drilling eine Städtereise schenken. Mit Vicky war Babs vor zwei Jahren in Paris gewesen, mit Bella in den letzten Osterferien in London. Jetzt stand endlich Frankas Reise an.

Barcelona hatte sich Franka ausgesucht. Bunt und quicklebendig sei die Stadt und es gebe unglaublich viele gute Konditoreien, hatte ihr Babs vorgeschwärmt. Franka konnte die einladenden Auslagen mit Croissants und Tartes und mehrstöckigen Schokokreationen schon vor sich sehen. Lecker! Und dann erst dieser tolle Boqueria-Markt an den Ramblas - da gab es jedes nur erdenkliche Lebensmittel und Gewürz. Und ans Meer wollte sie unbedingt auch ... Frankas Reiseführer hatte Dutzende von Eselsohren und war schon völlig abgegriffen.

Weil sie also ihr Geschenk schon kannte, kreisten Frankas Gedanken am Morgen des Heiligabends um Vicky und ihre unglückliche Liebe. Jungs - das war bis jetzt noch für keinen Trabbel-Drilling ein Thema gewesen. Bisher hatten sich die meisten Jungs ja auch eher als Nervensägen entpuppt, am allermeisten die Jungs aus Deininghofen.

Dass ausgerechnet Vicky als Erste ihr Herz verlor, hätte Franka nie gedacht. Bella war immer die gewesen, die - wenn es einen Unterschied überhaupt gab - die meisten Bewunderer hatte. Mit ihrem Capoeira-Sport hatte sie ja immer schon für ordentlich Aufmerksamkeit gesorgt. Bis jetzt hatte Bella alle Versuche von Jungs, ihr irgendwie näherzukommen, kühl an sich abprallen lassen. "Ich habe Franka und Vicky, wenn ich jemanden brauche", war ihr Standardspruch für diese Gelegenheiten. "Die kennen mich sowieso am allerbesten."

Für Franka galt das Gleiche. Niemand konnte sie besser verstehen, konnte besser zuhören und ihr besser helfen als ihre Schwestern. Auch ohne Worte. Ein Vierter schien in ihrem eingeschworenen Trio gar keinen Platz zu haben. Die Sache zwischen Vicky und Emil hatte noch gar nicht richtig angefangen, da fühlte sich Franka schon ausgeschlossen.

Dennoch - wenn die Sehnsucht nach Emil das Wichtigste war, was Vicky im Moment gerade beschäftigte, dann würde ihr Franka zur Seite stehen, wo sie konnte. Und wo sie das nicht konnte, würde sie wenigstens einen Chai-Tee brühen, damit wenigstens irgendetwas Vicky trösten konnte. So wie jetzt, als um halb sieben noch niemand in der Küche war.

Eigentlich hätte sie gar nicht so früh aufstehen müssen, denn es waren keine Gäste im Hotel, schon seit zehn Tagen nicht. Aber die Kirchturmuhr gegenüber, die auch an Feiertagen um sechs Uhr morgens unerbittlich 120 Mal schlug, hatte sie geweckt.

Nicht nur Franka, auch ihre Mutter Babs war offenbar früh aus dem Bett gebimmelt worden. Mit pfefferminzgrünen Pumphosen und einem Turban in ebendieser Farbe, aus dem sich ein paar pinkfarbene Strähnen herausgestohlen hatten, sah sie aus, als wolle sie hier und gleich ihren Ausflug ins bunte Barcelona starten. Jede Trabbel, sogar ihre Oma Eleonore, trug die Haare gerade in Pink - das war ihnen noch von der rauschenden Hoteleröffnung geblieben.

Franka schob ihrer Mutter unaufgefordert eine Tasse Chai-Tee rüber, der auf dem Herd köchelte und für Vicky weiterzog. Dann setzte sie sich zu ihrer Mutter. Diese kostbaren Momente zu zweit waren ihr die liebsten, wenn im Haus noch alles in den Federn lag, und sie allein mit Babs gemütlich reden konnte.

Ihre Mutter nahm einen langen Schluck, sagte dann aber: "Dankeschön, dass du dich immer so nett um mich sorgst. Dabei habe ich gar keine guten Nachrichten für dich."

Franka ließ ihre Hand sinken.

"Ich weiß, dass du dir für heute Abend große Hoffnungen gemacht

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