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Die Wilden Hühner auf Klassenfahrt von Funke, Cornelia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.07.2018
  • Verlag: Dressler Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Die Wilden Hühner auf Klassenfahrt

Eine Woche Klassenfahrt ans Meer. Spitzenmäßig finden das Sprotte und ihre drei Freundinnen - alle zusammen übrigens auch die Wilden Hühner genannt. Nervig sind natürlich die Pygmäen: vier Jungs, die dauernd versuchen der Mädchenbande eins auszuwischen. Und das mit so albernem 'Stinkbombenjuckpulversonstwaskram'. Aber das unheimliche Gelächter nachts auf dem Flur und die rätselhaften Fußspuren im Zimmer - damit haben die Pygmäen ausnahmsweise mal nichts zu tun. Stimmt es am Ende tatsächlich, was sich die Leute auf der Insel vom Geist des alten Strandräubers Jap Lornsen erzählen? Und schon sind die Wilden Hühner wieder mitten in einem Abenteuer ... Cornelia Funke, eine der bekanntesten deutschen Autorinnen von Kinder- und Jugendliteratur, hat erst nach einer Ausbildung zur Diplom-Pädagogin und einem anschließenden Grafikstudium angefangen zu schreiben. Texte zu Bilderbüchern, Bücher zum Vorlesen, für Leseanfänger und Leseratten entstanden und wurden zum größten Teil auch von ihr selbst illustriert; einige ihrer Romane sind Familienbücher im besten Sinne. Zu großen internationalen Erfolgen wurden Herr der Diebe, Drachenreiter sowie die Tintenwelt-Trilogie, Tintenherz, Tintenblut und Tintentod. Auch Ehrungen und Preise gibt es für Cornelia Funke nicht nur in Deutschland (schließlich sind ihre Bücher inzwischen in mehr als 40 Sprachen erschienen), Verfilmungen sind geplant und realisiert, und ihre Fans warten stets sehnsüchtig auf das jeweils nächste Buch und sorgen dann für den Sprung auf die Bestsellerlisten. Cornelia Funke lebt inzwischen mit ihrer Familie in Los Angeles, Kalifornien. Florentine Prechtel studierte in Mönchengladbach, Karlsruhe und Freiburg klassische Malerei und Bildhauerei. Nach künstlerisch spannenden und anregenden Stationen in Berlin, Barcelona und Rom illustriert sie heute Kinderbücher. Sie lebt mit ihrer Familie in Freiburg im Breisgau.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 19.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862720842
    Verlag: Dressler Verlag GmbH
    Größe: 9078 kBytes
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Die Wilden Hühner auf Klassenfahrt

2

Trude wurde seekrank. Obwohl das Meer an diesem Tag ganz friedlich war und die alte Fähre, die sie nahmen, überhaupt nicht ins Schlingern kam.

Aber Trude war nicht die Einzige. Auch Frau Rose, ihre Lehrerin, verschwand ständig auf dem Klo, und Steve, der Hauszauberer der Pygmäen , bekam nicht einen Kartentrick zustande. Schon bald war sein rundes Gesicht so grün wie der Fußboden der Cafeteria.

Während Trude die Überfahrt auf dem stinkigen Fährenklo verbrachte, hing Melanie die ganze Zeit mit Fred und Torte vor einem Spielautomaten. Sprotte fand das angesichts des gekündigten Friedensvertrages ziemlich geschmacklos, aber sie hatte keine Lust, sich zu ärgern. Stattdessen ging sie mit Frieda an Deck. Sie guckten aufs Meer, ließen sich den salzigen Wind um die Nase wehen und fühlten sich wunderbar. Frieda war froh, ein paar Tage von zu Hause wegzukommen, denn seit ihre Mutter wieder arbeitete, musste sie noch öfter als früher auf ihren kleinen Bruder aufpassen. Und Sprotte - Sprotte fand, dass es eigentlich nichts Besseres gab, als mit der besten Freundin an einer Schiffsreling zu lehnen und aufs Meer hinauszusehen. Und Frieda war ihre beste Freundin.

"Wäre nicht schlecht, so eine Möwe zu sein, was?", sagte Frieda. "Würde mir, glaub ich, gefallen."

"Da müsstest du aber den ganzen Tag nur rohen Fisch essen." Sprotte beugte sich über die rostige Reling und spuckte runter in die grauen Wellen. "Ich glaub, ich wär lieber Piratin. Auf einem großen Segelschiff, wo über einem die Segel im Wind knattern und die Taue knarren. Da würde ich jede Nacht im Mastkorb schlafen, bis ich alle Sterne auswendig wüsste."

"Hört sich auch nicht schlecht an", seufzte Frieda. Sie blinzelte in die Sonne. "Guck mal da vorne. Ich glaub, das ist unsere Insel."

Vom Schiff ging es gleich in einen Bus. Als der endlich vor dem Landschulheim vorfuhr, war es früher Nachmittag.

Frau Rose war immer noch ein bisschen wackelig auf den Beinen von der Schifffahrt, aber trotzdem schaffte sie es, die ganze Klasse einigermaßen still um sich zu versammeln. Herr Staubmann, Deutschlehrer und "männliche Begleitperson" bei dieser Reise, stand wie immer etwas abwesend in der Gegend herum und guckte gelangweilt. "Also", Frau Roses Stimme klang etwas zittriger als sonst. "Unsere Zimmer sind im ersten Stock, den rechten Flur hinunter. Kein Geschubse, kein Gedrängel, für jeden von euch ist ein Bett da. Ihr bringt jetzt in aller Ruhe euer Gepäck auf die Zimmer und um vier Uhr treffen wir uns wieder hier unten in der Eingangshalle und machen einen kleinen Strandspaziergang. Einverstanden?"

"Strandspaziergang!" Torte verdrehte die Augen. "Hört sich nicht sehr aufregend an."

Frau Rose guckte ihn einmal an und er war still. So was konnte sie perfekt.

"Was ist mit Essen?", fragte Steve besorgt. Sein Gesicht hatte wieder die übliche rosige Farbe.

"Mittagessen gibt's hier immer um Punkt eins", sagte Frau Rose. "Also bekommen wir heute nichts. Deshalb solltet ihr ja auch alle etwas Proviant mitbringen."

"Den hab ich schon aufgegessen", sagte Steve mit kläglicher Stimme.

"Und ausgekotzt!", fügte Fred mit breitem Grinsen hinzu.

"Du wirst schon nicht vom Fleisch fallen, Steve", brummte Willi. "Bis zum Abendbrot reicht deine Speckschicht ganz bestimmt."

Steve wurde rot, und Frau Rose klatschte in die Hände.

"Also", sagte sie, "auf die Zimmer mit euch. Herr Staubmann und ich machen nachher einen Rundgang."

"Los!", zischte Sprotte den andern Hühnern zu. "Das erste Zimmer ist unsers."

So schnell sie konnten, rannten sie los. Mit Melanies Riesentasche war das allerdings gar nicht so einfach. Zwar half Trude ihr beim Tragen, aber trotzdem wurden sie auf der Treppe von etlichen andern überholt. Das erste Zimmer war schon voll, als die Wilden Hühner oben waren. Im nächsten saßen zwei Jungen.

Außer Atem stü

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