text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Wilden Hühner. Fuchsalarm von Funke, Cornelia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.08.2018
  • Verlag: Dressler Verlag GmbH
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Wilden Hühner. Fuchsalarm

Achtung, Fuchsalarm! Die Wilden Hühner sind in heller Aufregung: Sprotte hat 'Fuchsalarm' gegeben! In der Geheimsprache der Mädchenbande heißt das größte Gefahr, Lebensgefahr. Und es geht auch wirklich um Leben und Tod: Sprottes Oma will nämlich ihre Hennen schlachten! Das können die Mädchen natürlich nicht zulassen und beschließen, ihre heiß geliebten Maskottchen zu entführen. Doch wie sollen sie zu fünft fünfzehn laut gackernde Hühner abtransportieren, ohne dass Oma Slättberg es merkt? Und vor allem - wohin mit den Tieren? Schließlich haben die Wilden Hühner immer noch kein eigenes Bandenquartier. Ob sie vielleicht ausnahmsweise ihre alten Feinde, die Jungs von den Pygmäen, fragen sollen? Cornelia Funke, eine der bekanntesten deutschen Autorinnen von Kinder- und Jugendliteratur, hat erst nach einer Ausbildung zur Diplom-Pädagogin und einem anschließenden Grafikstudium angefangen zu schreiben. Texte zu Bilderbüchern, Bücher zum Vorlesen, für Leseanfänger und Leseratten entstanden und wurden zum größten Teil auch von ihr selbst illustriert; einige ihrer Romane sind Familienbücher im besten Sinne. Zu großen internationalen Erfolgen wurden Herr der Diebe, Drachenreiter sowie die Tintenwelt-Trilogie, Tintenherz, Tintenblut und Tintentod. Auch Ehrungen und Preise gibt es für Cornelia Funke nicht nur in Deutschland (schließlich sind ihre Bücher inzwischen in mehr als 40 Sprachen erschienen), Verfilmungen sind geplant und realisiert, und ihre Fans warten stets sehnsüchtig auf das jeweils nächste Buch und sorgen dann für den Sprung auf die Bestsellerlisten. Cornelia Funke lebt inzwischen mit ihrer Familie in Los Angeles, Kalifornien. Florentine Prechtel studierte in Mönchengladbach, Karlsruhe und Freiburg klassische Malerei und Bildhauerei. Nach künstlerisch spannenden und anregenden Stationen in Berlin, Barcelona und Rom illustriert sie heute Kinderbücher. Sie lebt mit ihrer Familie in Freiburg im Breisgau.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 16.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862720873
    Verlag: Dressler Verlag GmbH
Weiterlesen weniger lesen

Die Wilden Hühner. Fuchsalarm

3

E ine Weile blieb es totenstill im Tischtenniskeller. Keine wusste, was sie sagen sollte.

Fünfzehn Hühner besaß Sprottes Großmutter - fünf gescheckte, sechs braune, drei weiße und ein schwarzes. Sie hießen Emma, Isolde, Huberta, Lola und Kokoschka, Dolli, Klara, Dafne und Loretta, Ofelia, Dido, Salambo, Ronja, Leia und Isabella. Sprotte hatte sich die Namen ausgedacht und jedes Huhn mit ein paar Spritzern Regenwasser getauft. Sprottes Großmutter hielt nichts von Namen für Hühner. "Gefühlsduselei", sagte sie. "Meinen Rosenkohlpflanzen geb ich ja auch keine Namen. Hühner schafft man sich zum Eierlegen an, nicht zum Freundschaftschließen. Das stört bloß beim Schlachten."

Jetzt wollte sie die Hühner also schlachten. Alle. Ganz kalt wurde den fünf Mädchen bei dem Gedanken.

Sie besuchten Oma Slättbergs Hühner, sooft sie konnten. Allerdings ging das nur, wenn Sprottes Großmutter nicht zu Hause war. Oma Slättberg mochte keinen Besuch. Geplatzt wäre sie vor Ärger, wenn sie gewusst hätte, wie oft Sprottes Freundinnen sich in ihren Hühnerauslauf schlichen, um die weichen Federn ihrer Hennen zu streicheln.

"Sie mögen es so gern, wenn man sie unterm Schnabel krault!", murmelte Trude. "Sie kneifen immer so süß die Augen dabei zu." Dann fing sie an zu schluchzen.

Wilma gab ihr eins von ihren Taschentüchern. "Mensch, das ist allerdings ein Grund für Fuchsalarm", murmelte sie.

" Drei Hennen hat sie seit letztem Sommer geschlachtet!", rief Sprotte. "Und nie haben wir was unternommen! Weil wir nicht wussten, wie wir es verhindern sollten, oder weil ich's nicht rechtzeitig erfahren hab. Diesmal müssen wir einfach was tun! Wenn sie das schafft, wenn sie die Hühner umbringt und wir tun einfach gar nichts, dann, dann ...", Sprotte schlug so fest auf die Tischtennisplatte, dass heißer Fliederbeersaft auf die Finger schwappte, "dann können wir uns auch nicht mehr die Wilden Hühner nennen, find ich. Dann sind wir gar nichts mehr, höchstens wilde Waschlappen oder so was." Sie leckte sich den süßen Saft von den Fingern.

Frieda kaute hektisch auf ihrer Unterlippe.

"Aber warum?", fragte Wilma mit kläglicher Stimme. " Warum will sie alle schlachten?"

"Sie sagt, sie legen nicht mehr genug Eier", murmelte Sprotte. "Außerdem behauptet sie, dass die Hennen bis zum Frühling so zäh sind, dass sie nicht mal mehr Suppe aus ihnen kochen kann. Also will sie sie vorm Winter umbringen. Und im Frühling kauft sie sich dann neue. So machen es viele Bauern. Spart jede Menge Futter."

"Und wenn wir ihr das Futter bezahlen?" Frieda war ganz weiß um die Nase. "Das Geld würden wir schon zusammenkriegen. Wir könnten in der Schule Salatreste sammeln ..."

Sprotte schüttelte den Kopf. "Hab ich ihr schon angeboten. Davon will sie nichts wissen."

"Das kann sie nicht machen!" Trude nahm ihre beschlagene Brille ab und putzte mit zittrigen Fingern die Gläser blank.

"Und wie sie das kann!", antwortete Sprotte bitter. "Sie hat sogar schon einen Termin für das Blutbad. Nächste Woche Mittwoch. Da kommt der fiese Feistkorn nach seinem Nachmittagskuchen rüber und hackt ihnen allen die Köpfe ab. Zwei Flaschen selbst gemachten Kirschlikör kriegt er dafür."

Jetzt stiegen auch Wilma die Tränen in die Augen. Heftig prustete sie in ihr Taschentuch.

"Feistkorn? Meinst du das Ekelpaket von Nachbar, das dauernd über die Hecke schielt?", fragte Frieda.

Sprotte nickte und streichelte die Feder, die an einem Band um ihren Hals baumelte. Jedes Wilde Huhn trug so ein Bandenzeichen.

"Ach, kommt!", rief Melanie. "Guckt nicht, als wärt ihr schon auf einer Hühnerbeerdigung! Wir retten sie! Das ist doch wohl klar!"

"Ach, ja?" Trude kaute auf ihrer Unterlippe herum. "Wie denn?"

Früher hatte niemand Melanie so angehimmelt wie Trude. Aber seit der Scheidung ihrer Eltern war Trudes Begeis

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen