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Die Zauberin von Märchenmond Märchenmond Band 4 von Hohlbein, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.03.2015
  • Verlag: Ueberreuter
eBook (ePUB)
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Die Zauberin von Märchenmond

Ausgerechnet im langweiligen Crailsfelden muss Rebekka mit ihren Eltern Urlaub machen. Aber dann öffnet sie in einem alten verfallenen Haus eine Tür - und gerät in eine magischeWelt: Märchenmond. Doch das Reich der Träume und Legenden hat sich verändert. Überall herrschen Düsternis und Verfall; Gorywynn, die gläserne Hauptstadt, scheint ausgestorben. Bei ihrer verzweifelten Suche nach dem Rückweg trifft Rebekka auf den Gräuel, ein geheimnisvolles Zwergenwesen, der eine schreckliche Nachricht für sie hat: Der Untergang Märchenmonds steht bevor - und nur sie kann es retten!

Geboren 1953 in Weimar. Gemeinsam mit seiner Frau Heike verfasste der damalige Nachwuchsautor 1982 den Fantasy-Roman 'Märchenmond', der den Fantasy-Wettbewerb des Verlags Carl Ueberreuter gewann. Das Buch verkaufte sich bislang weltweit vier Millionen Mal und beflügelte seinen Aufstieg zum erfolgreichsten deutschsprachigen Fantasy-Autor. Im Ueberreuter Verlag beträgt seine Gesamtauflage inzwischen acht Millionen Exemplare, seine Werke wurden in 37 Sprachen übersetzt. Wolfgang Hohlbein lebt heute mit seiner Familie in der Nähe von Düsseldorf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 864
    Erscheinungsdatum: 09.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783764190972
    Verlag: Ueberreuter
    Größe: 2140kBytes
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Die Zauberin von Märchenmond

Die Katastrophe

In Wirklichkeit waren wahrscheinlich nur ein paar Minuten vergangen, aber das änderte nichts daran, dass sie Rebekka wie ein paar Stunden vorkamen. Mindestens.

Sie blickte abwechselnd die drei schlafenden Mädchen an, und es fiel ihr immer noch schwer, zu glauben, was sie da sah. Nach all dem Brimborium, das Bea und die beiden anderen gemacht hatten, waren sie kaum hier drinnen und rollten sich dann wie schlafende Katzen zusammen, um friedlich schnurrend (oder genau gesagt: schnarchend) einzuschlafen? Was war das hier - das geheime Versteck der Dorfjugend von Martens Hof oder ein Altersheim?

Rebekka war regelrecht empört. Sie fühlte sich nicht nur veräppelt, sondern auch irgendwie gedemütigt. Wenn das die Art ihrer neuen Freunde war, sich über sie lustig zu machen, dann war sie nicht lustig, sondern einfach nur gemein.

Seltsamerweise wollte es ihr nicht so recht gelingen, wütend zu werden. Es musste wohl tatsächlich an diesem sonderbaren Keller liegen, dachte sie verwirrt. Sie konnte es drehen und wenden, wie sie wollte - dieses seltsame Zimmer ... stimmte sie friedlich.

Und machte sie ganz nebenbei müde.

Rebekka begriff es erst, als ihr die Augen zufallen wollten und sie mit einer erschrockenen Bewegung die Lider hob. Für einen Moment war etwas wie ... Dunkelheit vor ihren Augen aufgeblitzt, so absurd das auch klingen mochte, und sie spürte einfach, dass Zeit vergangen war. Alarmiert hob sie den Arm und sah auf die Uhr.

Sie war stehen geblieben.

Rebekka blinzelte ein paarmal, fuhr sich mit dem Handrücken über die Augen und klopfte anschließend mit den Fingerknöcheln gegen das Glas der Uhr. Es blieb dabei: Der Sekundenzeiger rührte sich nicht.

Und das war eigentlich unmöglich.

Die Uhr war ein Geburtstagsgeschenk ihres Großvaters, der - obwohl er ein bisschen älter sein musste als Methusalem und mit seinem struppigen Vollbart und dem allmählich dünner werdenden, nichtsdestoweniger aber schulterlangen Haar aussah wie ein übrig gebliebener Neandertaler - ein richtiger Technikfreak war und sich wie ein kleines Kind unter dem Weihnachtsbaum freuen konnte, wenn er eine neue elektronische Spielerei entdeckte. Diese Uhr zum Beispiel hatte weder eine Batterie noch sonst eine Energiequelle und sie musste auch nicht aufgezogen werden, sondern zog sich selbst durch den Pulsschlag ihres Trägers auf. Rebekka erinnerte sich noch gut, wie ihr Vater herumgewitzelt hatte, als sie die Tissot zu ihrem vorletzten Geburtstag geschenkt bekommen hatte: Wenn du eines Morgens aufwachst und feststellst, dass deine Uhr stehen geblieben ist, dann solltest du vielleicht anfangen dir Sorgen zu machen. Damals hatten alle über den Scherz gelacht, aber jetzt lief Rebekka ein eisiger Schauer über den Rücken, als sie daran zurückdachte.

Sie verscheuchte den Gedanken und wollte sich gerade vorbeugen, um Bea an der Schulter zu ergreifen und so lange zu rütteln, bis sie wach wurde oder dieses alberne Spielchen aufgab, als sie ein Kratzen hörte.

Für einen Moment stockte ihr das Blut in den Adern.

Irgendetwas hatte an der Tür gekratzt!

Mit klopfendem Herzen drehte sie den Kopf und sah zur Tür zurück, durch die sie hereingekommen waren.

Sie stand offen.

Sperrangelweit!

Und das Kratzen wiederholte sich.

Aus der entgegengesetzten Richtung.

Rebekkas Herz klopfte jetzt nicht mehr, es raste wie ein außer Kontrolle geratenes Hammerwerk, und sie spürte, wie ihre Handflächen kalt vor Schweiß wurden. Das war ganz eindeutig das Geräusch von harten Krallen auf Holz, und es kam von der Tür, die Bea ihr vorhin gezeigt hatte. Der Tür, die in das Kellerlabyrinth führte ...

Rebekka rief sich in Gedanken zur Ordnung. Ganz bestimmt gab es eine harmlose Erklärung für das Kratzen, das überdies wahrscheinlich gar kein Kratzen war, sondern irgendeines der Geräusche, wie s

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