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Dornenliebe von Fehér, Christine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.09.2010
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Dornenliebe

Großes Vertrauen, totale Kontrolle
Luna kann ihr Glück kaum fassen: Gleich an ihrem ersten Abend in Berlin lernt sie auf einer Party den attraktiven Falk kennen - und ausgerechnet er, der Schwarm aller Mädchen, an den bislang keine rankam, verliebt sich in sie! Erst allmählich bemerkt Luna, dass Falk schier krankhaft besitzergreifend ist. Auf Schritt und Tritt kontrolliert er sie, und jeden Kontakt, den sie mit anderen hat, beobachtet er mit Argusaugen. Als Luna sich mit ihrem Kommilitonen Jaron anfreundet und Falk dahinterkommt, tickt der so aus, dass es für Luna und Jaron gefährlich wird ...

Christine Fehér wurde 1965 in Berlin geboren. Neben ihrer Arbeit als Lehrerin schreibt sie seit Jahren erfolgreich Kinder- und Jugendbücher und hat sich einen Namen als Autorin besonders authentischer Themenbücher gemacht. Für ihr Jugendbuch 'Dann mach ich eben Schluss' wurde sie 2014 mit dem Buxtehuder Bullen ausgezeichnet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 20.09.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641050030
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Größe: 556 kBytes
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Dornenliebe

14. (S. 158-159)

Dieses Mal verharrt Luna nicht untätig, wartet nicht ab, ruft nicht nach Falk, damit er ihr öffne. Eine Weile steht sie im Zimmer und blickt sich um, aufzuräumen gibt es nichts mehr, sie überlegt, was sie tun kann. Ein Blatt Papier nehmen und etwas schreiben, Briefe an ihre alten Freundinnen zu Hause, die sie in den letzten Monaten so vernachlässigt hat. Falks Zeitschriften durchblättern, doch er hat nur Fachzeitschriften herumliegen und für Immobilien interessiert sie sich nicht, ebenso wenig für die Fachbücher in seinem Regal. In den alten Tageszeitungen stöbern? Besser als nichts. Falks Schlafzimmer mit Teresa. Lunas Blick fällt auf den Vertiko, ein antikes Möbelstück, ein Schrank mit Geschichte, wer weiß, in wie vielen Wohnungen er schon gestanden hat und was alles in ihm gelagert wurde.

Sie berührt sein dunkles Holz mit ihrer rechten Hand und bemerkt, dass seine Türen nicht verschlossen sind, auch fehlt der Schlüssel. Luna öffnet den Schrank, beinahe fällt ihr alles entgegen, was sich darin verborgen hatte. Mit beiden Händen fängt sie einen Stapel Briefe auf, der nur von den Schranktüren daran gehindert wurde herauszurutschen, ein paar fallen auf den Boden. Luna will die Briefe nicht lesen, sie sind an Falk adressiert, als Absender steht auf fast allen Umschlägen Renate Wolter. Falks Mutter. Luna legt den Stapel wieder zusammen, will ihn zurücklegen, doch im Inneren des Schranks sind noch andere Dinge von ihrem Platz gerutscht, die nur durch die Enge der hineingepferchten Sachen Halt gefunden hatten.

Dieser Schrank passt gar nicht zu Falk, denkt Luna. Vorne in der Wohnung ist alles modern, puristisch und unpersönlich eingerichtet; sein ganzes Privatleben scheint Falk hier in diesem Vertiko abgelegt zu haben. Es kann nicht nur Teresa gewesen sein, die er hinter sich lassen will. Renate Wolter. Luna nimmt noch einmal einen der Briefe in die Hand, betrachtet die Handschrift, die eng und wie kleine gezeichnete Türme aufwärts ragt, sehr kontrolliert wirkt, sogar der Rest einer wegradierten Linie ist noch zu sehen, auf der Falks Mutter offenbar ihren Namen geschrieben hatte. Luna richtet sich auf und legt die Briefe auf den Schreibtisch, sie muss sie nicht sofort lesen, der Tag ist noch lang.

Vom Kaffee fühlt sie wieder ihre Blase drücken, schüttelt den Kopf über Falk, er muss sich doch denken können, dass sie in seinen Sachen herumwühlt, sie muss sich schließlich ablenken, sonst hält sie es nicht aus. Die Briefe. Die gestochene Handschrift von Falks Mutter. Luna muss etwas tun, sie nimmt erneut eines der Kuverts auf und zieht den darin liegenden Briefbogen heraus, innen die gleichen Buchstaben, sie faltet den Brief auseinander, überfliegt ihn mit flatterndem Herzen, will das alles gar nicht wissen, klappt ihn rasch wieder zu. Renate Wolter hat geschrieben, es wäre lächerlich, dass Falk ihr die alten Geschichten noch vorwerfe, andere Kinder bekämen ebenfalls Stubenarrest, wenn sie etwas ausgefressen hätten.

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