text.skipToContent text.skipToNavigation

Du und ich und die Liebe in Echtzeit von Love, Jessica (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.01.2017
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
11,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Du und ich und die Liebe in Echtzeit

Hannah und Nick sind beste Freunde. Sie führen endlose Telefongespräche und wissen alles voneinander. Dabei haben sich die beiden noch nie getroffen, zumindest nicht im 'wirklichen' Leben. Online kribbelt es eindeutig schon lange zwischen ihnen und so beschließt Hannah, Nick in Las Vegas zu überraschen.

Was leider ziemlich nach hinten losgeht: Offensichtlich hat Nick ihr nicht die Wahrheit über sich erzählt. Aber sind die Gefühle zwischen ihnen auch nur eine Lüge? Um das herauszufinden, hat Hannah genau eine verrückte Nacht in Las Vegas!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 06.01.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401806594
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 2392 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Du und ich und die Liebe in Echtzeit

1. Kapitel

Freitag

M ein bester Freund und ich haben uns noch nie getroffen.

Wir telefonieren oder chatten jeden Tag und er weiß mehr über mich als irgendjemand sonst. Alles, was mich wirklich ausmacht. Aber im echten Leben haben wir uns noch nie gesehen.

Manchmal, wenn ich mit Nick spreche, frage ich mich, wie diese seltsame, komplizierte Freundschaft eigentlich entstehen konnte. Auf den ersten Blick wirkt sie vielleicht gar nicht so anders. Wie gerade jetzt. Es ist Freitagnachmittag, der Startschuss für den Spring Break im Abschlussjahr. Ich liege neben dem Pool auf dem Rücken, lasse meine Füße im kühlen Wasser baumeln und telefoniere mit ihm. Das machen wir fast jeden Freitag zwischen halb vier und kurz vor halb fünf, bevor er zur Bandprobe muss und ich entweder in Sachen Schule oder Familie unterwegs bin. Klingt eigentlich ganz normal.

Das Problem ist nur, dass Nick in einem anderen Bundesstaat lebt, 274 Meilen von mir entfernt. Ja, ich hab's nachgeguckt.

"Ghost", sagt er, denn er nennt mich nie Hannah, "du weißt doch, dass ich für meine beste Freundin alles tue, und das hier ist keine Ausnahme. Ich lasse dieses Mädchen aus dem Weg räumen. Kein Problem. Gib mir vierundzwanzig Stunden."

Ich lache und ziehe meine Füße durchs Wasser. "Kein Grund, zum Mörder zu werden. Es ist nur eine blöde Konferenz. Nächste Woche bin ich drüber weg."

Obwohl es schon ziemlich verlockend ist, Aditi Singhs vorzeitiges Ableben zu planen. Denn der einzige Grund, warum sie sich überhaupt für dieses College-Vorbereitungswochenende beworben hat - auch wenn eigentlich klar ist, dass die Reise der Jahrgangssprecherin (also mir) zusteht - ist der, dass ich an der University of California in Los Angeles angenommen wurde und sie nicht. Zeigen wir ihr also den Stinkefinger. Blöd nur, dass sie ihn nicht sehen kann, denn sie verbringt ihre Ferien in Washington, D. C., und ich hocke wie der letzte Versager zu Hause.

"Sag Bescheid, wenn du es dir anders überlegst", sagt Nick. "Das Codewort ist 'Schnabeltier'. Du brauchst es nur zu sagen und - zack - lasse ich sie verschwinden. So viel bedeutet mir unsere Freundschaft."

Ich strecke mich, ziehe meine Füße aus dem Pool und setze mich in den Schneidersitz. "Und wie willst du das anstellen?"

"Hey, ich wohne in Vegas. Ich hab Verbindungen zur Mafia. Haben wir hier alle."

"Du gehst auf die Highschool und wohnst in einer spießigen Siedlung in Henderson. Nicht gerade Al Pacino."

"Weißt du doch nicht. Alles, was ich dir in den letzten vier Jahren erzählt habe, könnte Fassade sein. Ich brauche ja eine Tarnung. Und wer verdächtigt schon einen unscheinbaren weißen Jungen?"

"Du hast recht. Es gibt viele Dinge, die ich nicht über dich weiß. Ich meine, du könntest jede Menge Geheimnisse vor mir haben." Das stimmt natürlich nicht. Ich sage das bloß, um mitzuspielen, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass ich alles weiß, was es über Nick Cooper zu wissen gibt.

Ich weiß, dass meine Schwester und sein Bruder sich vor vier Jahren auf einem Konzert kennengelernt haben und fanden, wir beide sollten mal chatten, und dass er anfangs dachte, ich wäre einer der Freunde seines Bruders, der ihn reinlegen wollte, bis ich ihm ein Foto von mir mailte. Ich weiß, dass er sich irgendwann in der Elften seinen Kopf kahl rasiert hat, als sein Lieblingsenglischlehrer zur Chemotherapie musste. Ich kenne das raue Kratzen in seiner Stimme, wenn ich ihn mitten in der Nacht mit einem meiner spontanen Mir-ist-langweilig- Anrufe aus dem Schlaf reiße. Ich weiß, dass im Ärmel seines Rage-Against-The-Machine-Glücks-T-Shirts, das er von seinem Bruder Alex geerbt hat, ein Loch ist, weil ich es auf zahllosen Fotos gesehen habe. Ich kenne seinen zweiten Vornamen (Anthony), Datum und Uhrzeit seiner Geburt (24. September um 3.58 Uhr morgens) und seine Lieblingsfarbe (Grau). Und er weiß mehr als jeder andere über

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen